E-Mobilität wächst: Effizienz, Rekordzulassungen und stärkere Nachfrage nach Gebrauchten

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    13.08.2026 10 mal gelesen 0 Kommentare
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    Elektroautos werden effizienter: Hersteller setzen auf Aerodynamik, sparsame Antriebe und kleinere Batterien statt auf immer größere Akkus. Doch auch der Fahrstil entscheidet über die Reichweite. Wer auf der Autobahn langsamer fährt und vorausschauend unterwegs ist, kann deutlich Energie sparen.
    Schon kleine Details machen einen Unterschied: Hohe Geschwindigkeit erhöht den Luftwiderstand massiv, offene Fenster verschlechtern die Aerodynamik. In der Stadt hilft Rekuperation beim Bremsen, auf der Autobahn ist Rollen oft effizienter. Bei kurzen Strecken können Sitz- und Lenkradheizung weniger Energie benötigen als das Aufheizen des gesamten Innenraums.
    Die Nachfrage wächst sichtbar: Im Juli waren 78.609 von 268.068 Neuzulassungen in Deutschland rein elektrisch. Das entspricht einem Rekordanteil von 29,3 Prozent und einem Plus von 61,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Gesamtmarkt wuchs dagegen nur leicht.
    Auch beim Klimaschutz sprechen viele Argumente für den Umstieg. Eine Studie sieht den Wechsel vom Verbrenner zum Elektroauto in 92 Prozent der untersuchten Szenarien als klimafreundlicher. Voraussetzung ist, dass der alte Verbrenner verschrottet und nicht weitergefahren wird; nach wenigen Jahren kann das Elektroauto seinen Produktionsnachteil ausgleichen.
    Volkswagen und andere Hersteller stehen dennoch unter Druck: Neue Modelle, effizientere Technik und günstigere Elektroautos sollen den Wandel beschleunigen, während Absatzprobleme und Sparprogramme belasten. Gleichzeitig werden gebrauchte Elektroautos beliebter, weil sie 15 bis 20 Prozent günstiger sein können und die meisten Batterien noch über 90 Prozent ihrer ursprünglichen Gesundheit aufweisen. Die E-Mobilität wächst damit nicht nur bei Neuwagen, sondern zunehmend auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

    E-Mobilität im Überblick: Effizienz, Rekordzulassungen und wachsender Gebrauchtwagenmarkt

    Mehr Reichweite durch effizientes Fahren statt größere Akkus

    Das Handelsblatt berichtet, dass Autohersteller bei Elektroautos zunehmend auf Effizienz statt auf immer größere Batterien setzen. Als größtes Sparpotenzial nennt Marcus Zacher, Chefredakteur des Fachmagazins „Elektroautomobil“, jedoch den Fahrer.

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    Besonders auf der Autobahn beeinflusst die Geschwindigkeit den Verbrauch. Der Luftwiderstand wächst quadratisch: Wird die Geschwindigkeit verdoppelt, vervierfacht sich der Energieaufwand zur Überwindung des Luftwiderstands. Tests von Zachers Team ergaben, dass eine Fahrt mit 150 statt 130 km/h im Schnitt zu einer um 20 Prozent geringeren Reichweite führt, während die Zeitersparnis gering bleibt.

    Eine Vorkonditionierung des Akkus kann bei kühleren Temperaturen den Ladevorgang verkürzen. Das Aufheizen benötigt allerdings relativ viel Energie. Wenn ein kurzer Ladevorgang nicht erforderlich ist, kann es deshalb sinnvoll sein, die Vorkonditionierung zu deaktivieren und die Energie stattdessen für zusätzliche Kilometer zu nutzen.

    Auch die Rekuperation spielt eine wichtige Rolle. In der Stadt können One-Pedal-Driving oder eine hoch eingestellte Schubrekuperation beim häufigen Abbremsen Energie zurückgewinnen. Auf der Autobahn empfiehlt Zacher dagegen vorausschauendes Fahren und Rollen mit niedriger oder ausgeschalteter Schubrekuperation.

    Auf die Klimaanlage müsse aus Effizienzgründen nicht verzichtet werden, heißt es weiter. Ihr Einfluss sei bei Autobahnfahrten vernachlässigbar, während die Heizung deutlich mehr Energie benötigen könne. Auf Kurzstrecken können Lenkrad- und Sitzheizung deshalb mehr Wohlgefühl mit weniger Energie bieten als das Aufwärmen des gesamten Fahrzeugs.

    „Klimaanlagen arbeiten heute sehr effizient“, sagt Marcus Zacher laut Handelsblatt.

    Zusammenfassung: Handelsblatt zufolge beeinflussen Geschwindigkeit, Vorkonditionierung, Rekuperation und Heizung die Reichweite deutlich. Besonders der Fahrstil bietet Einsparpotenzial.

    Hersteller setzen auf Aerodynamik und kleinere Batterien

    Die Volksstimme beschreibt den Trend, Reichweite durch Effizienz statt durch ein Akku-Wettrüsten zu steigern. Akkus seien schwer und teuer, weshalb Hersteller mit Aerodynamik, Antriebstechnik und Batteriezellen um jede Kilowattstunde ringen.

    Als Beispiel wird der neue Audi A2 genannt. Bei einer Verbrauchsfahrt durch Dänemark und Schweden lag das Durchschnittstempo bei etwas mehr als 50 km/h. Nach mehr als 200 Kilometern zeigte der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 12,3 kWh an.

    Die 61 kWh große Batterie des 4,30 Meter langen Fünfsitzers soll unter diesen Bedingungen eine Reichweite von knapp 500 Kilometern ermöglichen. Audi setzt dabei unter anderem auf eine vom ursprünglichen A2 inspirierte Form, ein abfallendes und leicht eingezogenes Heck, einen kleinen Spoiler, einen nahezu komplett verkleideten Unterboden und einen Gap Reducer in den Kotflügeln.

    Der cw-Wert sank laut Audi trotz 19-Zoll-Rädern von 0,25 beim ersten A2 auf 0,24. Die Aerodynamik-Maßnahmen sollen einen Effizienzgewinn von 0,9 kWh/100 Kilometer bringen.

    Auch BMW und Mercedes arbeiten an effizienteren Komponenten. BMW entwickelte nach eigenen Angaben eine neue Batteriezelle mit höherer Leistungsdichte. Mercedes setzt beim neuen AMG GT Viertürer auf aktive Aerodynamik und erstmals auf Axial-Fluss-Motoren, die kompakter und leichter als herkömmliche E-Maschinen sind.

    Beim neuen Mercedes CLA wird ebenfalls ein Verbrauch von 12,3 kWh genannt. Zusätzlich können Käufer bereits bei der Konfiguration Einfluss auf die Reichweite nehmen: Zwischen verschiedenen Rad-Reifen-Kombinationen können laut Moni Islam bis zu 20 Kilometer liegen. Luftfederung oder Sportfahrwerke können durch eine niedrigere Fahrzeughöhe den Luftwiderstand verringern.

    Offene Fenster wirken sich dagegen negativ auf die Aerodynamik aus. Vier offene Scheiben können den cw-Wert laut Islam von 0,24 auf 0,29 erhöhen.

    Zusammenfassung: Die Volksstimme stellt Effizienz als zentrale Stellschraube der Elektroautoentwicklung heraus. Aerodynamik, Batteriezellen, Motoren sowie Räder und Reifen beeinflussen Verbrauch und Reichweite.

    Elektroautos erreichen in Deutschland Rekordanteil

    FAZ.net berichtet für Juli von einem Rekordanteil elektrischer Fahrzeuge an den Neuzulassungen in Deutschland. Von 268.068 neu zugelassenen Personenkraftwagen fuhren 78.609 rein elektrisch.

    Das entspricht einem Marktanteil von 29,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl der rein elektrischen Neuzulassungen um 61,7 Prozent, während der Gesamtmarkt im selben Zeitraum nur um 1,2 Prozent wuchs.

    KennzahlWert
    Neuzulassungen im Juli268.068
    Rein elektrische Neuzulassungen78.609
    Marktanteil rein elektrisch29,3 Prozent
    Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat61,7 Prozent
    Wachstum des Gesamtmarkts1,2 Prozent

    Zusammenfassung: Laut FAZ.net lag der Elektroanteil an den deutschen Neuzulassungen im Juli erstmals bei knapp 30 Prozent. Der Zuwachs bei reinen Elektroautos übertraf das Wachstum des Gesamtmarkts deutlich.

    Studie sieht Klimavorteil beim frühen Wechsel zum Elektroauto

    Electrive.net berichtet über eine Studie von Forschern der University of California Santa Cruz, der zufolge ein frühzeitiger Wechsel vom Verbrenner zum Elektroauto in 92 Prozent der modellierten Szenarien klimafreundlicher ist als die weitere Nutzung des Verbrenners.

    Eine wichtige Voraussetzung besteht darin, dass das bisherige Verbrennerfahrzeug tatsächlich verschrottet und nicht weiterverkauft wird. Beim Weiterverkauf würde es weiter genutzt und weiterhin CO2-Emissionen verursachen. Laut Studie kann sich der Wechsel deshalb sogar dann positiv auf die CO2-Bilanz auswirken, wenn ein Benziner erst ein Jahr alt ist.

    Die Wissenschaftler untersuchten mehr als 400 verschiedene Fahrzeugszenarien. Berücksichtigt wurden unter anderem Kraftstoffeffizienz, Batteriegröße, jährliche Fahrleistung und regionale Strommixe in den USA.

    Nach rund drei Jahren soll ein Elektroauto den CO2-Rückstand aus der Produktion von Fahrzeug und Batterie aufgeholt haben. BMW gibt für den iX3 an, dass dieser bereits nach 21.500 Kilometern einen niedrigeren CO2-Fußabdruck als ein vergleichbarer Verbrenner erreicht. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 11.000 Kilometern wäre diese Marke nach zwei Jahren erreicht.

    Über die gesamte Lebensdauer können die Gesamtemissionen laut den Forschern um bis zu 44 Prozent sinken, selbst wenn das ersetzte Verbrennerfahrzeug erst ein bis zwei Jahre alt ist. Der Vorteil kann in Regionen mit einem sehr kohlelastigen Strommix geringer ausfallen oder entfallen.

    Die Ergebnisse würden „die Nachhaltigkeitsargumente für den Besitz von Elektrofahrzeugen glasklar machen“, sagt Studienautor J. Elliott Campbell laut electrive.net.

    Zusammenfassung: Electrive.net zufolge ist der frühe Wechsel in 92 Prozent der untersuchten Szenarien klimafreundlicher. Entscheidend ist, dass der ersetzte Verbrenner nicht weiterverkauft, sondern verschrottet wird.

    Volkswagen zwischen Elektro-Aufholjagd und Krisenmodus

    News38 beschreibt Volkswagen als Konzern zwischen Fortschritten bei der Elektromobilität und erheblichen wirtschaftlichen Belastungen. Sinkende Absätze, teure Werke und Konkurrenz aus China treffen auf neue Modelle und Plattformen.

    Die Kernmarke Volkswagen lieferte 2025 rund 382.000 vollelektrische Fahrzeuge aus, ein Rückgang von 0,2 Prozent. Auf Konzernebene einschließlich Audi, Škoda, Seat und Porsche waren es rund 983.000 Elektroautos weltweit.

    In Europa legte die Marke zu, in Deutschland stieg der E-Auto-Absatz um über 60 Prozent. In den USA und China entwickelte sich das Geschäft mit Elektroautos dagegen zeitweise deutlich schwächer. Im ersten Halbjahr 2026 setzte der Konzern 438.500 Elektroautos ab, 5,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

    Volkswagen plant eine Modelloffensive mit günstigeren Elektroautos. Der ID. Polo soll Anfang 2026 zu einem Preis von unter 25.000 Euro starten. Er basiert auf der weiterentwickelten Plattform MEB+, die erstmals Frontantrieb ermöglicht. Insgesamt sollen 2026 mehr als 20 neue Modelle erscheinen, rund die Hälfte davon vollelektrisch.

    Parallel läuft ein Sparprogramm. Weltweit sollen bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Stellen wegfallen. Genannt werden unter anderem die Standorte Hannover, Zwickau, Emden und das Audi-Werk in Neckarsulm. Die Fabrikkosten in Wolfsburg, Emden und Zwickau sanken 2025 im Schnitt um fast 30 Prozent.

    China bleibt für Volkswagen ein zentraler, zugleich schwieriger Markt. Die Joint Ventures mit FAW und SAIC kamen in den ersten beiden Monaten 2026 zusammen auf einen Marktanteil von 13,9 Prozent. Volkswagen plant dort mehr als zehn neue elektrifizierte Modelle.

    KennzahlWert
    Vollelektrische Auslieferungen der Kernmarke 2025rund 382.000
    Rückgang der Kernmarke 20250,2 Prozent
    Elektroautos auf Konzernebene 2025rund 983.000
    Elektroauto-Absatz im ersten Halbjahr 2026438.500
    Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum5,8 Prozent weniger
    Geplanter weltweiter Stellenabbaubis zu 100.000
    Aktuelle Beschäftigtenzahlrund 657.000
    Marktanteil der Joint Ventures mit FAW und SAIC in China13,9 Prozent

    Zusammenfassung: News38 sieht Volkswagen bei der Elektromobilität in einer widersprüchlichen Lage. Neue Modelle und Plattformen stehen Absatzrückgängen, Kostendruck, Stellenabbau und internationaler Konkurrenz gegenüber.

    Gebrauchte Elektroautos gewinnen an Bedeutung

    ZDFheute berichtet, dass Elektroautos inzwischen auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt deutlich stärker nachgefragt werden. Laut HUK-E-Barometer wird bei rund 12 Prozent der privaten Fahrzeugwechsel ein Verbrenner durch ein reines Elektroauto ersetzt.

    Im zweiten Quartal 2026 lag die Umstiegsquote bei über 10 Prozent und damit so hoch wie nie. Im Januar und Februar waren es vor Beginn des Iran-Kriegs 6,3 Prozent. Grundlage der Auswertung sind Bestandsdaten der HUK-COBURG mit 14,5 Millionen versicherten Fahrzeugen.

    Der Anteil der Gebrauchtwagen bei den Umstiegen stieg innerhalb eines Quartals von 5 auf 7,9 Prozent. Als Grund werden unter anderem Preisvorteile von 15 bis 20 Prozent gegenüber vergleichbaren Verbrennermodellen genannt.

    Bei Vielfahrern lag die Umstiegsquote bei gebrauchten Elektroautos bei 10,7 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie bei Wenigfahrern mit 4,5 Prozent. Als weiterer Faktor werden steigende Spritpreise genannt.

    Auch die Haltbarkeit der Batterien wird weniger skeptisch beurteilt. Laut dem Bericht zeigen unabhängige Zertifikate, dass die meisten Fahrzeuge noch über 90 Prozent Batteriegesundheit verfügen. Ein großer Gebrauchtwagenhändler berichtet, gebrauchte Elektroautos stünden vom Zeitpunkt der Preisauszeichnung an keine 20 Tage auf dem Hof.

    Bei den Marken ist das Bild geteilt. Bei Neuwagen verlieren fast alle deutschen Hersteller Anteile an Importmarken. Tesla erreichte nach dem Einbruch 2025 wieder 12,2 Prozent, während BYD und Leapmotor zulegten. Bei Gebrauchtwagen dominieren dagegen VW, Audi und Skoda; VW kommt allein auf 17,1 Prozent.

    Plug-in-Hybride legten bei den Gebrauchtwagen ebenfalls zu. Ihre Umstiegsquote stieg 2026 auf 4 Prozent, während reine Mild- und Voll-Hybride an Boden verloren.

    KennzahlWert
    Private Fahrzeugwechsel Verbrenner zu reinem E-Autorund 12 Prozent
    Umstiegsquote im zweiten Quartal 2026über 10 Prozent
    Umstiegsquote im Januar und Februar6,3 Prozent
    Anteil gebrauchter E-Autos an den Umstiegenvon 5 auf 7,9 Prozent
    Preisvorteil gebrauchter E-Autos15 bis 20 Prozent
    Umstiegsquote bei Vielfahrern10,7 Prozent
    Umstiegsquote bei Wenigfahrern4,5 Prozent
    Batteriegesundheit der meisten Fahrzeugeüber 90 Prozent
    Marktanteil Tesla bei Neuwagen12,2 Prozent
    Marktanteil VW bei Gebrauchtwagen17,1 Prozent
    Umstiegsquote bei gebrauchten Plug-in-Hybriden 20264 Prozent

    Zusammenfassung: ZDFheute zufolge erreichen Elektroautos auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt einen neuen Nachfragehöhepunkt. Preisvorteile, steigende Spritpreise und bessere Einschätzungen zur Batteriehaltbarkeit treiben den Umstieg.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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