Elektroauto-News: Batteriecheck, Ladeplanung und Kosten werden entscheidend

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    18.07.2026 18 mal gelesen 0 Kommentare
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    Beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos zählt der Batteriezustand mehr denn je. Ein zehn Jahre alter Kia Soul versprach 150 bis 200 Kilometer Reichweite, schaffte tatsächlich aber nur 36 Kilometer. Das Gericht ordnete die Rücknahme und Erstattung des Kaufpreises an, das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
    Auch auf der Langstrecke entscheidet nicht allein die Akkugröße. Bei einer 1000-Kilometer-Fahrt beeinflussen Verbrauch, Ladekurve, Ladezustand am Zwischenziel und die Wahl der Ladesäule die Reisezeit maßgeblich. Seit August 2024 ist die Zahl der Schnellladepunkte ab 150 kW auf knapp 13.000 gestiegen.
    Für preisbewusste Käufer kündigt Cupra den Raval Plus als günstigeren Elektroflitzer an. Auto Bild nennt drei Ausstattungspakete und führt den Cupra Raval mit 39.990 Euro sowie einen Angebotspreis von 32.982 Euro. Damit rückt ein Elektroauto unter 30.000 Euro zumindest in Reichweite.
    Ein separater Autostromtarif kann sich vor allem für Vielfahrer lohnen. Als Orientierung gelten mehr als 10.000 Kilometer pro Jahr und ein hoher Ladeanteil an der eigenen Wallbox. Entscheidend sind jedoch auch Grundpreis, Zähler, Messkosten und mögliche Umbauten, weshalb Kombitarife eine Alternative sein können.
    Der Elektroauto-Markt wächst weiter: In Baden-Württemberg waren in der ersten Jahreshälfte mehr als 28 Prozent der Neuzulassungen reine Elektroautos. Außerdem sollen E-Autos mit E-Kennzeichen künftig ohne grüne Umweltplakette in Umweltzonen fahren dürfen. Batteriecheck, Ladeplanung und Gesamtkosten werden damit zu den wichtigsten Themen beim Umstieg.

    Gebrauchte Elektroautos: Batteriezustand wird zum entscheidenden Kaufkriterium

    Eine Norwegerin aus Kongsvinger nahe Oslo kaufte im vergangenen Sommer einen 10 Jahre alten Kia Soul für 60'000 Kronen, umgerechnet rund 5000 Franken. Die Verkäuferin hatte eine Reichweite von 85 bis 90 Kilometern im Winter und 150 bis 200 Kilometern im Sommer versprochen und das Fahrzeug als «fantastisch» beschrieben, mit dem sie «nie» Probleme gehabt habe.

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    Bereits auf der Heimfahrt nahm die Reichweite jedoch dramatisch ab. Selbst an einem heissen Sommertag schaffte das Elektroauto nur noch 36 Kilometer. In einer Werkstatt sank die angezeigte Reichweite innerhalb von zwei Kilometern um 15 Prozent; außerdem blieb das Fahrzeug bereits während der Probefahrt zur Werkstatt komplett stehen.

    Ein Gericht verurteilte die Verkäuferin dazu, das Auto zurückzunehmen und den vollständigen Kaufpreis zu erstatten. Als Begründung wurde eine «deutlich geringere Reichweite als üblich» genannt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da die Verkäuferin Berufung eingelegt hat.

    Der Fall unterstreicht laut Blick die Bedeutung des Batteriezustands beim Kauf gebrauchter Elektroautos. Eine Umfrage zeige außerdem, dass Schweizerinnen und Schweizer gebrauchte E-Autos vor allem dann kaufen, wenn Händler die Qualität der Batterie garantieren.

    • Kaufpreis: 60'000 Kronen beziehungsweise rund 5000 Franken
    • Versprochene Reichweite im Winter: 85 bis 90 Kilometer
    • Versprochene Reichweite im Sommer: 150 bis 200 Kilometer
    • Tatsächliche Reichweite: 36 Kilometer
    • Reichweitenverlust in der Werkstatt: 15 Prozent innerhalb von zwei Kilometern

    Zusammenfassung: Der Fall zeigt, dass die Batteriequalität bei gebrauchten Elektroautos maßgeblich für den Fahrzeugwert und die Alltagstauglichkeit ist. Ein Gericht verpflichtete die Verkäuferin zur Rücknahme und Rückzahlung, das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

    Langstrecke im Elektroauto: Ladeplanung entscheidet über den Zeitunterschied

    Für eine simulierte Fahrt von Freiburg nach Bergen auf Rügen hat heise online acht Elektroautos mit unterschiedlichen Eigenschaften verglichen. Die Fahrzeuge deckten eine Preisspanne von 28.000 bis 70.900 Euro ab; berücksichtigt wurden realistische Verbrauchswerte und Ladekurven.

    Im Mittelpunkt steht die häufige Behauptung, lange Fahrten quer durch Deutschland seien nur mit einem Verbrenner praktikabel. Nach Darstellung von heise online ist das Elektroauto auf der Langstrecke zwar langsamer, die Angst vor einer unzureichenden Ladeinfrastruktur sei im Sommer 2026 jedoch unbegründet.

    Entscheidend für die Reisezeit ist demnach nicht allein die Größe der Batterie oder die maximale Ladeleistung. Auch der Batteriestand am Zwischenziel, die konkrete Ladekurve, die Wahl der Ladesäule und die Ladeplanung beeinflussen die Dauer der Reise sowie die Fahrtkosten.

    Entlang oder in der Nähe von Fernstraßen sei die Zahl der Schnellladepunkte ab 150 kW seit August 2024 von etwa 7000 auf knapp 13.000 gestiegen. Heise online kommt deshalb zu dem Ergebnis, dass auch Elektroautos mit vergleichsweise kleinem Akku quer durch Deutschland fahren können.

    Für den Vergleich wurden der Renault 5 als elektrischer Kleinwagen mit kleinem Akku und der BMW iX3 als Modell mit hohem Energiegehalt und hoher Ladeleistung einbezogen. Der Hyundai Ioniq 6 und der Mercedes-Benz CLA sollten zeigen, welchen Einfluss ein geringer Verbrauch hat; außerdem traten Kia EV3, Skoda Enyaq, Tesla Model Y und VW ID.7 Tourer an.

    VergleichspunktAngabe
    StreckeFreiburg nach Bergen auf Rügen
    Vergleich1000-km-Langstrecke
    Preisspanne der Elektroautos28.000 bis 70.900 Euro
    Schnellladepunkte ab 150 kW im August 2024etwa 7000
    Schnellladepunkte im Sommer 2026knapp 13.000

    Zusammenfassung: Elektroautos benötigen auf der simulierten Langstrecke mehr Zeit als Verbrenner, doch die Ladeinfrastruktur wird von heise online nicht als Hindernis bewertet. Reichweite, Verbrauch, Ladekurve und Ladeplanung sind für die Reisezeit wichtiger als die maximale Batteriegröße allein.

    Cupra Raval Plus soll Elektroauto unter 30.000 Euro bringen

    Auto Bild berichtet über den Cupra Raval Plus, mit dem die Marke ihr Angebot an günstigeren Elektroautos ausbauen will. Der Titel des Beitrags stellt ein E-Auto für unter 30.000 Euro in Aussicht.

    In der im Beitrag dargestellten Angebotsübersicht wird der Cupra Raval mit einem Preis von 39.990 Euro geführt. Daneben ist ein Angebotspreis von 32.982 Euro ausgewiesen.

    Der Beitrag ordnet den Raval als sportlichen Stromer aus Barcelona ein. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass für den Cupra Raval Plus drei Ausstattungspakete zur Wahl stehen.

    Modell beziehungsweise AngebotPreis
    Cupra Raval39.990 Euro
    Angebotspreis32.982 Euro

    Zusammenfassung: Cupra positioniert den Raval Plus als günstigere Elektroauto-Option. Auto Bild nennt drei Ausstattungspakete und weist in der Angebotsdarstellung einen Preis von 32.982 Euro gegenüber 39.990 Euro aus.

    Autostromtarife: Ab 10.000 Kilometern kann sich ein separater Tarif lohnen

    Ein spezieller Autostromtarif kann die Kosten für das Laden an der heimischen Wallbox senken, rechnet sich aber nicht automatisch. Laut n-tv.de sind neben dem Preis pro Kilowattstunde auch der Grundpreis, mögliche Kosten für einen zusätzlichen Stromzähler und der Anteil des Stroms entscheidend, der tatsächlich zu Hause geladen wird.

    Für eine alltagsnahe Kalkulation setzt der Beitrag inklusive Ladeverlusten einen ungefähren Strombedarf von rund 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer an. Der Verbrauch kann je nach Modell und Fahrprofil abweichen: Bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn steigt er, während Elektroautos im Stadtverkehr häufig effizienter unterwegs sind.

    Jährliche FahrleistungLadestrom pro Jahr
    7.500 Kilometeretwa 1.500 Kilowattstunden
    15.000 Kilometerrund 3.000 Kilowattstunden
    25.000 Kilometeretwa 5.000 Kilowattstunden

    Nach einer ADAC-Auswertung von Tarifen im Januar 2026 kostete separat abgerechneter Autostrom im Durchschnitt rund drei bis vier Cent weniger pro Kilowattstunde als Haushaltsstrom. Bei 15.000 Kilometern Fahrleistung entspräche das einer Ersparnis von etwa 90 bis 120 Euro im Jahr, bei 25.000 Kilometern wären es etwa 150 bis 200 Euro. Diese Beträge berücksichtigen noch keine zusätzlichen Grund-, Zähler- und Messkosten.

    Als grobe Orientierung nennt der ADAC eine Fahrleistung von mehr als 10.000 Kilometern pro Jahr. Zusätzlich sollte ein großer Teil des Strombedarfs über die eigene Wallbox gedeckt werden, da häufiges Laden beim Arbeitgeber oder an öffentlichen Ladesäulen den heimischen Verbrauch reduziert.

    Für eine separate Abrechnung und bestimmte reduzierte Netzentgelte wird weiterhin ein eigener Zähler benötigt. Ist im Zählerschrank kein freier Platz vorhanden, kann ein Umbau laut ADAC je nach Aufwand bis zu 2.000 Euro kosten; für die Installation des Zählers können weitere 100 bis 200 Euro hinzukommen. Zusätzlich fallen laufende Messkosten an.

    Als Alternative werden Kombitarife genannt, die Haushaltsstrom und Autostrom gemeinsam abdecken und keinen zusätzlichen Stromzähler für das Fahrzeug benötigen. Bei ausgewählten Tarifen ist ein Nachtladebonus von bis zu 240 Euro jährlich möglich, sofern feste Ladezeiten und technische Voraussetzungen erfüllt werden.

    Auch ein Balkonkraftwerk kann die Stromkosten ergänzend senken. Das im Beitrag genannte Duo XL von Kleines Kraftwerk besteht aus zwei Solarmodulen mit zusammen 1.000 Watt Peak und speist maximal 800 Watt ins Hausnetz ein. Für das vollständige Laden eines Elektroautos reicht diese Leistung nicht aus, sie kann den Netzbezug beim Laden jedoch verringern.

    Angabe zum BalkonkraftwerkWert
    Solarmodule2 x 500 Wp, bifazial
    WechselrichterHoymiles HMS-800-2WB, 800 Watt
    Preis349 Euro
    Optionale Halterungen99 Euro Aufpreis

    Zusammenfassung: Ein separater Autostromtarif ist laut n-tv.de vor allem für Vielfahrer mit hohem Heimladeanteil interessant. Die Gesamtkosten aus Arbeitspreis, Grundpreis, Zähler, Messung und möglichen Umbauten sind entscheidend; als Orientierung gilt eine jährliche Fahrleistung von mehr als 10.000 Kilometern.

    Elektroautos mit E-Kennzeichen sollen keine Umweltplakette mehr benötigen

    Fahrzeuge mit E-Kennzeichen werden künftig von der Pflicht zum Anbringen einer Umweltplakette ausgenommen. Wie electrive.net berichtet, hat die Bundesregierung die entsprechende Änderung beschlossen.

    Wer ein reines Elektroauto fährt, soll damit künftig keine grüne Plakette mehr kaufen und an der Windschutzscheibe anbringen müssen, um in eine Umweltzone einzufahren. Das E-Kennzeichen soll selbst als Nachweis gelten.

    Die Änderung ist Teil der Beschlüsse des sogenannten zweiten Entlastungskabinetts. Umgesetzt werden soll sie durch eine Änderung der 35. Bundes-Immissionsschutzverordnung, der BImSchV.

    Die Neuregelung soll Fahrzeughalter und Verwaltung von bestehenden bürokratischen Aufgaben und Kosten entlasten. Umweltzonen wurden in zahlreichen deutschen Städten eingerichtet, um die Belastung der Luft mit Schadstoffen zu verringern.

    Zusammenfassung: Reine Elektroautos mit E-Kennzeichen sollen künftig ohne grüne Umweltplakette in Umweltzonen einfahren können. Dafür soll das E-Kennzeichen als Nachweis dienen; die Umsetzung erfolgt über eine Änderung der 35. BImSchV.

    Baden-Württemberg: Mehr als 28 Prozent der Neuzulassungen sind reine Elektroautos

    In Baden-Württemberg ist der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen deutlich gestiegen. Nach Angaben des SWR machten Elektroautos in der ersten Jahreshälfte mehr als 28 Prozent aller Neuzulassungen aus.

    Von Januar bis Juni wurden in Baden-Württemberg rund 58.000 reine Elektroautos neu zugelassen. Das waren laut Bericht rund sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Damit zählt das Bundesland weiterhin zu den Spitzenreitern in Deutschland.

    Nur in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein waren reine Elektroautos bei den Neuzulassungen beliebter. Bundesweit entfiel rund ein Viertel aller Neuzulassungen auf reine Elektroautos; die niedrigsten Anteile wurden in Hamburg und Sachsen-Anhalt verzeichnet.

    Werden Plug-in-Hybride einbezogen, lag Baden-Württemberg nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes bundesweit auf Platz eins. Der Anteil von reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden an den Neuzulassungen lag bei über 40 Prozent, nachdem der Wert im Jahr 2025 noch unter 35 Prozent gelegen hatte.

    Als Gründe für den Aufschwung nennt die Branche ein verbessertes Modellangebot, die neue Förderung des Bundes sowie hohe Preise für Benzin und Diesel. Der SWR berichtet, dass die Nachfrage nach Elektroautos dadurch weiter zunehme.

    KennzahlAngabe
    Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen in Baden-Württemberg in der ersten Jahreshälftemehr als 28 Prozent
    Neuzulassungen reiner Elektroautos von Januar bis Junirund 58.000
    Veränderung gegenüber dem vergangenen Jahrrund sieben Prozent mehr
    Anteil reiner Elektroautos bundesweitrund ein Viertel
    Anteil von Elektroautos und Plug-in-Hybriden in Baden-Württembergüber 40 Prozent
    Anteil im Jahr 2025unter 35 Prozent

    Zusammenfassung: Baden-Württemberg gehört bei den Elektroauto-Neuzulassungen zu den führenden Bundesländern. In der ersten Jahreshälfte lag der Anteil reiner Elektroautos bei mehr als 28 Prozent, bei gemeinsamer Betrachtung mit Plug-in-Hybriden bei über 40 Prozent.

    Quellen:

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