Bei diesem Artikel handelt es sich um die Einordnung aktueller Twitter-Posts und verlinkter Beiträge vom 10. September 2026.
Elektroautos können im gesamten Besitzzeitraum deutlich günstiger sein als vergleichbare Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor. Eine Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) kommt laut AUTO BILD zu dem Ergebnis, dass die Gesamtkosten für E-Autos in bestimmten europäischen Märkten rund 33 Prozent niedriger liegen können.
Entscheidend ist dabei nicht allein der Kaufpreis. In die sogenannte Total Cost of Ownership fließen unter anderem Finanzierung, Versicherung, Wartung, Energie- beziehungsweise Kraftstoffkosten, Steuern und der erwartete Wiederverkaufswert ein. Elektroautos haben häufig höhere Anschaffungskosten, profitieren aber von niedrigeren Energie- und Wartungskosten. Elektromotoren besitzen weniger bewegliche Teile als Verbrennungsmotoren, wodurch beispielsweise Ölwechsel und viele typische Wartungsarbeiten entfallen.
Wie groß der Kostenvorteil tatsächlich ausfällt, hängt laut der von AUTO BILD aufgegriffenen Berechnung stark vom Fahrzeugmodell, der jährlichen Fahrleistung, dem Ladestrompreis und dem genutzten Ladestandort ab. Wer überwiegend zu Hause oder am Arbeitsplatz lädt, fährt meist günstiger als jemand, der regelmäßig teure öffentliche Schnellladestationen nutzt. Auch staatliche Förderungen, regionale Steuern und Versicherungsbedingungen können das Ergebnis verändern.
AUTO BILD hat die ICCT-Angaben nachgerechnet und stellt damit zugleich klar, dass die 33 Prozent kein pauschaler Rabatt auf den Kaufpreis jedes Elektroautos sind. Gemeint ist ein möglicher Kostenvorteil über die gesamte Haltedauer unter den jeweiligen Vergleichsannahmen. Bei teuren Elektrofahrzeugen oder geringer Fahrleistung kann sich der Mehrpreis beim Kauf langsamer amortisieren.
Eine weitere Unsicherheit betrifft den Restwert. Viele Interessenten befürchten, dass gebrauchte Elektroautos wegen schneller technischer Fortschritte, sinkender Neuwagenpreise oder der Batteriealterung besonders stark an Wert verlieren. Nach Angaben von AUTO BILD gibt es jedoch Elektroautos, deren Restwert sich vergleichsweise stabil entwickelt. Als Restwert wird der erwartete Verkaufspreis eines Fahrzeugs zu einem späteren Zeitpunkt bezeichnet.
Für die Wertstabilität spielen unter anderem Marke, Modellnachfrage, Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Garantie auf die Batterie und der Zustand des Energiespeichers eine Rolle. Die Batterie ist das teuerste Einzelbauteil eines Elektroautos. Moderne Batterien verlieren ihre nutzbare Kapazität in der Regel schrittweise; viele Hersteller geben deshalb langfristige Garantien, häufig über mehrere Jahre oder eine bestimmte Kilometerleistung. Ein dokumentierter Batteriezustand kann beim späteren Verkauf Vertrauen schaffen.
Nach Einschätzung der von AUTO BILD befragten Restwert-Experten sollten Käufer daher nicht nur auf die Reichweite achten. Ebenso wichtig sind ein verbreitetes Modell, eine etablierte Marke, ein alltagstaugliches Schnellladenetz und realistische laufende Kosten. Zudem können Leasingangebote das Restwertrisiko teilweise vom privaten Käufer auf den Leasinganbieter verlagern, während beim Direktkauf der Eigentümer selbst das Risiko eines niedrigeren Wiederverkaufswerts trägt.
Die beiden Beiträge zeichnen damit ein differenziertes Bild: Elektroautos können bei passenden Rahmenbedingungen über die gesamte Nutzungsdauer günstiger sein als Verbrenner. Gleichzeitig sollten Käufer den erwarteten Restwert, die Ladebedingungen und die individuelle Fahrleistung in die Rechnung einbeziehen, statt ausschließlich den Listenpreis oder den angegebenen Verbrauch zu vergleichen.
Im Folgenden finden sich die Quellen:
AUTO BILD: Antriebe im Kostenvergleich – Elektro gegen Benziner
AUTO BILD: Bei diesen Elektroautos bleibt der Restwert stabil














