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Studie: Das Bild vom typischen E-Auto-Fahrer verändert sich
Der Markt für Elektroautos spricht laut der „EV Charging Persona Study 2026“ nicht mehr nur eine kleine Gruppe besonders überzeugter Käufer an. Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl der Neuzulassungen rein batterieelektrischer Autos in Deutschland laut Kraftfahrtbundesamt um 48 Prozent.
Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 531.808 Elektrofahrzeuge einschließlich Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellen-Fahrzeugen neu zugelassen. Ihr Marktanteil lag bei 35,8 Prozent. Für die Studie des Marktforschungsunternehmens Uscale wurden im Juni 2026 mehr als 1.000 Fahrer von batterieelektrischen Autos in Deutschland zu ihren Einstellungen, Werten und ihrem Ladeverhalten befragt.
| Käufertyp | Anteil | Charakteristik |
|---|---|---|
| Pragmatische Informationssucher | 38 Prozent | Recherchieren selbst, vergleichen Quellen und achten auf transparente Ladebedingungen. |
| Entspannte Einsteiger | 24 Prozent | Orientieren sich stärker an Empfehlungen und benötigen verständliche Angebote sowie Beratung. |
| Kostenbewusste Alltagsfahrer | 23 Prozent | Stellen den Preis in den Mittelpunkt und akzeptieren zusätzlichen Aufwand zum Kostensparen. |
| Statusorientierte Komfortkäufer | 15 Prozent | Achten stärker auf Marke, Ausstattung, einfache Nutzung und verlässlichen Service. |
Die größte Gruppe bilden mit 38 Prozent die „pragmatischen Informationssucher“. Sie stehen dem früher dominierenden „Öko-Techie“ noch am nächsten, verlassen sich aber weniger auf Markenversprechen und wollen Kosten sowie Ablauf des Ladens möglichst gut überblicken.
Die „entspannten Einsteiger“ machen 24 Prozent aus. Für sie sind verständliche Angebote, Beratung und ein einfacher Zugang wichtiger als umfangreiche Detailinformationen. Die „kostenbewussten Alltagsfahrer“ kommen auf 23 Prozent und akzeptieren beim Laden zusätzlichen Aufwand, wenn dadurch die Kosten sinken.
Mit 15 Prozent stellen die „statusorientierten Komfortkäufer“ die kleinste Gruppe. Für sie zählen Marke, Ausstattung und Bequemlichkeit; beim Laden sind einfache Nutzung, zuverlässiger Service und möglichst wenig Aufwand wichtiger als der niedrigste Preis.
„Je breiter der Markt wird, desto weniger trägt das Bild des einen typischen E-Auto-Fahrers.“ – Axel Sprenger, Geschäftsführer von Uscale
Auch die Ladeinfrastruktur wächst weiter. Zum 1. August 2026 waren nach Angaben der Bundesnetzagentur 212.064 öffentliche Ladepunkte in Deutschland gemeldet, darunter 55.665 Schnellladepunkte und 156.399 Normalladepunkte.
Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte lag damit knapp 2.500 über dem Wert des Vormonats. Die Zahl der Schnelllader stieg innerhalb eines Monats um 1.324, während die insgesamt gleichzeitig verfügbare Ladeleistung auf 9,22 Gigawatt zunahm.
Zusammenfassung: Die Studie beschreibt vier unterschiedliche Gruppen von E-Auto-Fahrern. Für Hersteller, Energieversorger und Ladepunktbetreiber gewinnen transparente Preise, einfache Bedienung, Beratung und verlässliche Verfügbarkeit an Bedeutung.
Mehr als jeder Vierte plant den Umstieg auf ein E-Auto
27 Prozent der Besitzer von Benzin- und Dieselfahrzeugen in Deutschland planen laut einer Studie von Here Technologies und SBD Automotive, als nächstes Auto höchstwahrscheinlich ein Elektrofahrzeug zu kaufen oder zu leasen. Damit zeigen Autofahrer in Deutschland im internationalen Vergleich die größte Bereitschaft zum Umstieg auf die Elektromobilität.
Für die Erhebung wurden mehr als 4.000 Autofahrerinnen und Autofahrer unter anderem in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, den USA, Indien und Australien befragt. In Deutschland gaben 54 Prozent an, sich heute eher mit dem Erwerb eines E-Autos zu beschäftigen als noch vor einem Jahr.
| Aspekt | Anteil |
|---|---|
| Fortschritte bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit | 37 Prozent |
| Steigende Spritpreise | 34 Prozent |
| Dichteres und zuverlässigeres Ladenetz | 34 Prozent |
| Niedrigere Betriebskosten | 41 Prozent |
| Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis | 38 Prozent |
| Steuerliche Anreize | 36 Prozent |
| Umweltaspekte | 37 Prozent |
Als wichtigste Gründe für das gestiegene Interesse nennt die Untersuchung Fortschritte bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit mit 37 Prozent. Steigende Spritpreise sowie ein dichteres und zuverlässigeres Ladenetz werden jeweils von 34 Prozent genannt.
Bei der Kaufentscheidung stehen wirtschaftliche Vorteile im Vordergrund. Niedrigere Betriebskosten erreichen 41 Prozent, ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis 38 Prozent und steuerliche Anreize 36 Prozent. Umweltaspekte werden von 37 Prozent genannt.
Im europäischen Gesamtranking belegt Deutschland gemeinsam mit Österreich Rang sechs von 30 analysierten Ländern. Den Spitzenplatz teilen sich Norwegen und die Niederlande, gefolgt von Belgien, Dänemark und Luxemburg.
Deutschland verfügt laut der Erhebung über mehr als 210.000 öffentliche Stationen und über 55.000 Schnellladepunkte. Damit stellt das Land das größte Schnellladenetz aller untersuchten europäischen Länder. Die gesamte installierte öffentliche Ladeleistung übertrifft den Zweitplatzierten Frankreich um 48 Prozent.
64 Prozent der deutschen E-Auto-Besitzer gaben an, noch nie aus Sorge um freie Ladestationen auf eine Fahrt verzichtet zu haben. Gleichzeitig bleiben Sorgen um eine vermeintlich nicht ausreichende Reichweite mit 45 Prozent, die lokale Ladestationsdichte mit 40 Prozent und hohe Anschaffungspreise mit 39 Prozent die dominierenden Hürden.
Zusammenfassung: Deutschland gilt laut der Untersuchung als „umstieg-bereiter“ Markt. Entscheidend für die weitere Entwicklung sind wettbewerbsfähige Fahrzeugpreise und unkomplizierte Ladevorgänge.
Hohe Energiepreise verändern das Fahrverhalten, lösen aber selten Investitionen aus
Steigende Preise für fossile Energieträger verändern laut einer repräsentativen Umfrage von BearingPoint das Alltagsverhalten vieler Menschen in Deutschland. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov befragte Anfang Juli 2016 Personen ab 18 Jahren.
38 Prozent der Befragten gaben an, wegen der Energiekosten der vergangenen zwölf Monate weniger Auto zu fahren. 13 Prozent steigen häufiger aufs Fahrrad, 11 Prozent nutzen öfter den öffentlichen Personennahverkehr und 4 Prozent greifen häufiger zum E-Auto. Für 42 Prozent hatten die Preise keinerlei Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten.
Nur 15 Prozent erwägen in den kommenden zwei Jahren bei der Mobilität einen Wechsel zum elektrifizierten Fahren. 53 Prozent planen weder bei der Mobilität noch beim Heizen den Umstieg auf klimafreundlichere Lösungen. Beim Heizen denken 11 Prozent über eine Wärmepumpe oder Fernwärme nach.
| Gruppe | Geplanter Mobilitätsumstieg | Geplanter Wechsel beim Heizen |
|---|---|---|
| Unteres Einkommensdrittel | 5 Prozent | 4 Prozent |
| Oberes Einkommensdrittel | 21 Prozent | 16 Prozent |
Besonders deutlich zeigt sich die Einkommensschere beim geplanten Umstieg. Im unteren Einkommensdrittel planen nur 5 Prozent einen Mobilitätsumstieg und 4 Prozent einen Wechsel beim Heizen. Im oberen Einkommensdrittel liegen die entsprechenden Werte bei 21 beziehungsweise 16 Prozent.
Nach Angaben von BearingPoint bleibt die fossile Nachfrage dort am längsten bestehen, wo die Mittel für Alternativen fehlen. Im Bestand befinden sich weiterhin über 19 Millionen Öl- und Gasheizungen.
Bei der Einschätzung der Energiesicherheit halten 57 Prozent die Energieversorgung der kommenden fünf Jahre für sicher. 40 Prozent sehen dies nur mit Einschränkungen; rund ein Drittel sieht Risiken oder rechnet sogar mit Engpässen.
Im oberen Einkommensdrittel fühlen sich 64 Prozent sicher, im unteren Einkommensdrittel sind es 45 Prozent. BearingPoint verweist zugleich darauf, dass die physische Energieversorgung auch während der Gasmangellage 2022 durchgehend gewährleistet gewesen sei und weder Rationierung noch Abschaltungen erforderlich gewesen seien.
„Verbraucherinnen und Verbraucher reagieren auf steigende Energiepreise unmittelbar. Der Schritt vom Sparen zum Investieren fällt jedoch deutlich schwerer.“ – BearingPoint
Zusammenfassung: Hohe Energiepreise führen vor allem zu einem veränderten Verhalten, etwa weniger Autofahrten. Der Übergang zu E-Auto, Wärmepumpe oder Fernwärme bleibt besonders für Haushalte mit niedrigem Einkommen schwierig.
„Tote Ladesäulen“ in Hamburg-Eidelstedt sorgen für Rätsel
Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet über sogenannte „tote Ladesäulen“ in Eidelstedt. Die vorliegenden Angaben enthalten jedoch keine weiteren nutzbaren Informationen zu Anzahl, Betreiber, Ursache oder Reaktionen der Anwohner.
Damit bleibt aus dem Bericht lediglich der Hinweis, dass die Ladesäulen vor Ort Fragen aufwerfen. Konkrete technische oder politische Hintergründe werden in den vorliegenden Inhalten nicht genannt.
Zusammenfassung: In Eidelstedt sorgen offenbar nicht funktionierende oder unklare Ladesäulen für Rätsel. Weitere überprüfbare Details sind in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.
Quellen:
- Studie zeigt: Das sind heute die typischen E-Auto-Fahrer – und das brauchen sie
- Mehr als jeder Vierte will aufs E-Auto umsteigen
- In Eidelstedt geben „tote Ladesäulen“ den Anwohnern ein Rätsel auf
- Wärmepumpe und E-Auto bleiben für viele Haushalte unerreichbar
- Mehr als jeder Vierte will aufs E-Auto umsteigen
- Mehr als jeder Vierte will aufs E-Auto umsteigen














