Hohe Energiepreise bremsen Autofahrten, aber nicht den Umstieg auf E-Autos

    KI-generiert
    10.09.2026 11 mal gelesen 0 Kommentare
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    Hohe Energie- und Kraftstoffpreise verändern das Mobilitätsverhalten in Deutschland spürbar. 38 Prozent der Befragten fahren deshalb weniger Auto. Der Umstieg auf klimafreundliche Antriebe folgt jedoch deutlich seltener.
    Besonders Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr profitieren: 13 Prozent fahren häufiger Rad, elf Prozent nutzen öfter Bus und Bahn. Nur vier Prozent fahren häufiger ein Elektroauto. 42 Prozent haben ihr Mobilitätsverhalten gar nicht verändert.
    Auch bei langfristigen Plänen zeigt sich Zurückhaltung. 15 Prozent wollen in den kommenden zwei Jahren auf ein Elektro- oder Hybridfahrzeug wechseln, während 53 Prozent weder bei der Mobilität noch beim Heizen eine klimafreundlichere Lösung planen.
    Das Einkommen spielt dabei eine wichtige Rolle: Im unteren Einkommensdrittel planen nur fünf Prozent einen Wechsel bei der Mobilität, im oberen Drittel sind es 21 Prozent. Höhere Kosten verändern den Alltag also schneller, als sie größere Investitionen auslösen.
    Fossile Energien bleiben deshalb vorerst relevant: Mehr als 19 Millionen Öl- und Gasheizungen sind weiterhin im Bestand. 57 Prozent halten die Energieversorgung in den kommenden fünf Jahren für sicher, doch die Belastungen zeigen sich vor allem bei Preisen und Kosten.

    Hohe Energiepreise verändern Mobilitätsverhalten – der Wechsel zu alternativen Antrieben bleibt begrenzt

    Steigende Energie- und Kraftstoffpreise führen in Deutschland dazu, dass viele Menschen weniger Auto fahren. Eine repräsentative Umfrage der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt zugleich, dass daraus deutlich seltener eine Investition in ein Elektroauto, ein Hybridfahrzeug oder eine andere klimafreundlichere Lösung folgt.

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    Nach Angaben von VISION mobility fahren 38 Prozent der Befragten wegen der Preisentwicklung der vergangenen zwölf Monate weniger Auto. Nur vier Prozent nutzen häufiger ein Elektroauto. Die höheren Kosten wirken sich damit vor allem auf das alltägliche Mobilitätsverhalten aus, während ein Wechsel der Antriebstechnologie deutlich zurückhaltender geplant wird.

    Veränderung des MobilitätsverhaltensAnteil
    Fahren wegen gestiegener Energie- und Kraftstoffpreise weniger Auto38 Prozent
    Nutzen häufiger ein ElektroautoVier Prozent
    Fahren häufiger Fahrrad13 Prozent
    Nutzen häufiger den öffentlichen Nahverkehr11 Prozent
    Keine Veränderung des Mobilitätsverhaltens42 Prozent

    Von den gestiegenen Kosten profitieren demnach insbesondere Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr. 13 Prozent der Befragten fahren häufiger Fahrrad, elf Prozent nutzen häufiger den öffentlichen Nahverkehr. Bei 42 Prozent haben die Energie- und Kraftstoffpreise das Mobilitätsverhalten hingegen nicht verändert.

    Für die Untersuchung ließ BearingPoint über das Marktforschungsinstitut YouGov vom 3. bis 6. Juli 2026 insgesamt 2.016 Personen in Deutschland online befragen. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend entsprechend gewichtet. Laut BearingPoint sind die Ergebnisse repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

    Zusammenfassung: Hohe Energie- und Kraftstoffpreise führen vor allem zu weniger Autofahrten sowie einer stärkeren Nutzung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr. Ein häufiger genutztes Elektroauto bleibt mit vier Prozent eine deutlich seltenere Reaktion.

    Investitionsbereitschaft bleibt hinter der Verhaltensänderung zurück

    Der Schritt von einer kurzfristigen Anpassung des Mobilitätsverhaltens zu einer langfristigen Investition fällt deutlich kleiner aus. 53 Prozent der Befragten wollen in den kommenden zwei Jahren weder bei der Mobilität noch beim Heizen auf klimafreundlichere Energielösungen umsteigen.

    Einen Wechsel bei der Mobilität, etwa auf ein Elektroauto oder Hybridfahrzeug, planen 15 Prozent. Beim Heizen wollen elf Prozent beispielsweise auf eine Wärmepumpe oder Fernwärme wechseln. Die Ergebnisse zeigen damit eine deutliche Lücke zwischen der Reaktion auf laufende Kosten und der Bereitschaft, größere Anschaffungen oder technische Systeme zu verändern.

    Geplanter Wechsel in den kommenden zwei JahrenAnteil
    Weder bei Mobilität noch beim Heizen Wechsel auf klimafreundlichere Energielösungen53 Prozent
    Wechsel bei der Mobilität, etwa auf ein Elektroauto oder Hybridfahrzeug15 Prozent
    Wechsel beim Heizen, beispielsweise auf eine Wärmepumpe oder Fernwärme11 Prozent

    Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Einkommensgruppen. Im unteren Einkommensdrittel planen fünf Prozent einen Wechsel bei der Mobilität und vier Prozent beim Heizen. Im oberen Einkommensdrittel liegen die Anteile mit 21 und 16 Prozent deutlich höher.

    BearingPoint sieht darin einen Hinweis darauf, dass höhere Preise das alltägliche Verhalten schneller verändern als Investitionsentscheidungen. Der Wechsel zu einem anderen Fahrzeug oder Heizsystem hänge stärker von Einkommen, Wirtschaftlichkeit und verfügbaren Alternativen ab.

    • Im unteren Einkommensdrittel planen fünf Prozent einen Wechsel bei der Mobilität.
    • Im unteren Einkommensdrittel planen vier Prozent einen Wechsel beim Heizen.
    • Im oberen Einkommensdrittel planen 21 Prozent einen Wechsel bei der Mobilität.
    • Im oberen Einkommensdrittel planen 16 Prozent einen Wechsel beim Heizen.

    Zusammenfassung: Die Investitionsbereitschaft ist geringer als die Bereitschaft, das tägliche Mobilitätsverhalten anzupassen. Einkommen, Wirtschaftlichkeit und verfügbare Alternativen beeinflussen den geplanten Technologiewechsel deutlich.

    Fossile Energieträger bleiben in der Übergangsphase gefragt

    Nach Angaben von BearingPoint verschwinden fossile Energieträger nicht kurzfristig aus dem Markt. In Deutschland befinden sich laut Pressemeldung weiterhin mehr als 19 Millionen Öl- und Gasheizungen im Bestand, deren Zahl nur langsam zurückgehe.

    Für Unternehmen aus dem Energiesektor entsteht daraus eine Übergangsphase. Fossile Märkte schrumpfen nach Einschätzung von BearingPoint langfristig, während Netze, Lieferketten, Speicher sowie Raffinerie- und Vertriebsstrukturen zunächst zuverlässig weiterbetrieben werden müssen.

    Die Beratung leitet daraus die Notwendigkeit ab, die bestehende Infrastruktur während einer längeren Übergangsphase zu sichern. Gleichzeitig nehme die wirtschaftliche Grundlage fossiler Märkte perspektivisch ab.

    Unternehmen müssten deshalb stärker danach unterscheiden, welche Kundengruppen zu welchem Zeitpunkt auf andere Energielösungen wechseln können und welche weiterhin fossile Energieträger benötigen. Parallel stelle sich die Frage, welche Investitionen erforderlich bleiben, um die Versorgung während des Übergangs aufrechtzuerhalten.

    Zusammenfassung: Mehr als 19 Millionen Öl- und Gasheizungen befinden sich weiterhin im Bestand. Nach BearingPoint müssen fossile Strukturen trotz langfristig schrumpfender Märkte während der Übergangsphase zuverlässig betrieben werden.

    Versorgungssicherheit wird unterschiedlich eingeschätzt

    Die Befragung untersuchte außerdem, wie die Menschen die Energieversorgung in Deutschland einschätzen. 57 Prozent halten die Versorgung in den kommenden fünf Jahren für sicher. 40 Prozent beurteilen diese Sicherheit allerdings nur mit Einschränkungen, rund ein Viertel rechnet mit Risiken und jeder Zehnte mit Engpässen.

    Auch bei dieser Frage zeigt sich ein Unterschied zwischen den Einkommensgruppen. Im oberen Einkommensdrittel fühlen sich 64 Prozent sicher, im unteren Drittel sind es 45 Prozent.

    Einschätzung der EnergieversorgungAnteil
    Halten die Versorgung in den kommenden fünf Jahren für sicher57 Prozent
    Beurteilen die Sicherheit nur mit Einschränkungen40 Prozent
    Rechnen mit RisikenRund ein Viertel
    Rechnen mit EngpässenJeder Zehnte
    Sicherheitsgefühl im oberen Einkommensdrittel64 Prozent
    Sicherheitsgefühl im unteren Einkommensdrittel45 Prozent

    Laut BearingPoint war die physische Energieversorgung auch während angespannter Phasen gewährleistet. Von der Gasmangellage 2022 bis zu den jüngsten geopolitischen Spannungen habe es weder eine Rationierung der Energieversorgung noch eine Abschaltung von Verbrauchern gegeben. Belastungen hätten sich stattdessen vor allem über Preise und Kosten bemerkbar gemacht.

    „Der Preis fossiler Energie allein reicht nach den Ergebnissen der Studie nicht aus, um kurzfristig einen breiten Wechsel der Antriebstechnologie auszulösen.“

    Zusammenfassung: 57 Prozent halten die Energieversorgung in den kommenden fünf Jahren für sicher. Die Wahrnehmung unterscheidet sich jedoch deutlich nach Einkommen; zugleich wurden Belastungen laut BearingPoint vor allem über Preise und Kosten spürbar.

    Fazit der BearingPoint-Studie

    Die von VISION mobility berichtete BearingPoint-Studie zeigt eine klare Diskrepanz zwischen kurzfristigem Mobilitätsverhalten und geplanten Investitionen. Höhere Energie- und Kraftstoffpreise bewegen einen erheblichen Teil der Befragten dazu, weniger Auto zu fahren oder andere Verkehrsmittel zu nutzen.

    Ein entsprechend schneller Wechsel auf Elektro- oder Hybridfahrzeuge lässt sich aus den Daten dagegen nicht ableiten. Besonders die Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen sprechen dafür, dass die finanziellen Voraussetzungen für einen Technologiewechsel eine wichtige Rolle spielen.

    Infobox:

    • 38 Prozent fahren wegen gestiegener Energie- und Kraftstoffpreise weniger Auto.
    • Vier Prozent nutzen häufiger ein Elektroauto.
    • 15 Prozent planen in den kommenden zwei Jahren einen Wechsel bei der Mobilität.
    • 53 Prozent planen weder bei der Mobilität noch beim Heizen einen Wechsel auf klimafreundlichere Energielösungen.
    • In Deutschland befinden sich weiterhin mehr als 19 Millionen Öl- und Gasheizungen im Bestand.
    • 57 Prozent halten die Energieversorgung in den kommenden fünf Jahren für sicher.

    Quellen:

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