Elektroautos könnten bis 2030 preislich zu Verbrennern aufschließen

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    22.07.2026 9 mal gelesen 0 Kommentare
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    Elektroautos sind zwischen 2020 und 2025 real deutlich günstiger geworden. Die inflationsbereinigten Listenpreise vergleichbarer Modelle sanken um 18 Prozent, während Verbrenner um zwei Prozent teurer wurden. Grundlage sind mehr als 100.000 Fahrzeugdaten.
    Die Studie von Fraunhofer ISI und ICCT verglich nicht einfach Durchschnittspreise, sondern gleiche oder vergleichbare Modelle über mehrere Jahre. So soll die tatsächliche Preisentwicklung sichtbar werden. Gleichzeitig bieten neue Elektroautos im Schnitt mehr Reichweite und höhere Motorleistungen.
    Ein Grund für die weitere Annäherung sind sinkende Batteriepreise. Auch größere Produktionsmengen und der Druck durch CO2-Grenzwerte könnten Elektroautos künftig günstiger machen. Nach Einschätzung der Forschenden wurden die gesunkenen Batteriekosten bislang noch nicht vollständig weitergegeben.
    Setzt sich die Entwicklung fort, könnten Elektroautos in Europa bis etwa 2030 beim Kaufpreis das Niveau vergleichbarer Verbrenner erreichen. Bei den Gesamtkosten pro gefahrenem Kilometer könnten sie dann bereits günstiger sein. Das wäre besonders für Taxi- und Mietwagenunternehmen interessant.
    Preisgleichheit könnte den Markt deutlich verändern: Erfahrungen aus anderen Märkten deuten bei vergleichbaren Anschaffungskosten auf Elektroauto-Marktanteile von rund 50 Prozent hin. Wichtig ist jedoch die Einschränkung: Die Studie betrachtet Listenpreise, nicht tatsächliche Verkaufspreise. Steigende Rabatte könnten den Kostenvorteil der Stromer sogar noch vergrößern.

    Elektroautos könnten bis etwa 2030 das Preisniveau von Verbrennern erreichen

    Elektroautos sind zwischen 2020 und 2025 inflationsbereinigt deutlich günstiger geworden. Laut Taxi Heute sanken die realen Listenpreise vergleichbarer Modelle in diesem Zeitraum um 18 Prozent, während sich Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor inflationsbereinigt um zwei Prozent verteuerten.

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    Die Ergebnisse stammen aus einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung und des International Council on Clean Transportation. Für die Analyse wurden mehr als 100.000 Einzelangaben aus einer Datenbank des ADAC ausgewertet.

    Die Forschenden verglichen nicht einfach die Durchschnittspreise aller Elektroautos mit denen sämtlicher Verbrenner. Hintergrund ist, dass sich das Fahrzeugangebot verändert hat und insbesondere im höherpreisigen Segment weitere Elektroautos auf den Markt kamen. Ein Vergleich der Durchschnittspreise hätte deshalb Fahrzeuge unterschiedlicher Kategorien gegenübergestellt und die tatsächliche Entwicklung vergleichbarer Modelle nur eingeschränkt abgebildet.

    Stattdessen betrachtete die Untersuchung gleiche oder vergleichbare Fahrzeuge über einen längeren Zeitraum. Dabei zeigten sich bei Elektroautos relativ stabile nominale Listenpreise, während die Preise von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor stiegen. Unter Berücksichtigung der Inflation ergibt sich daraus der reale Preisrückgang von 18 Prozent bei Elektroautos.

    VergleichEntwicklung von 2020 bis 2025
    ElektroautosInflationsbereinigte Listenpreise sanken um 18 Prozent
    Fahrzeuge mit VerbrennungsmotorInflationsbereinigte Preise stiegen um zwei Prozent
    Ausgewertete EinzelangabenMehr als 100.000

    Infobox: Die Studie stellt für vergleichbare Modelle eine gegensätzliche Preisentwicklung fest: Elektroautos wurden real günstiger, während sich Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verteuerten.

    Mehr Reichweite und höhere Motorleistung

    Parallel zur Preisentwicklung haben sich nach Angaben der Studienautoren auch die Fahrzeugeigenschaften verändert. Elektroautos verfügten im Durchschnitt über größere Reichweiten und höhere Motorleistungen als noch vor einigen Jahren.

    Damit habe sich das Angebot nicht nur preislich, sondern auch technisch weiterentwickelt. Die Auswertung beschreibt somit einen realen Preisrückgang bei gleichzeitig verbesserten Fahrzeugeigenschaften.

    Die Untersuchung deutet zudem auf eine Verschiebung der Kostenrelation zwischen den Antriebsarten hin. Neben dem Anschaffungspreis sind dabei die Gesamtkosten je gefahrenem Kilometer relevant. Bei einer weiteren Annäherung der Kaufpreise könnten Elektroautos in diesem Bereich einen deutlicheren Kostenvorteil erreichen.

    • Elektroautos verfügten im Durchschnitt über größere Reichweiten.
    • Die Motorleistungen der Stromer lagen im Durchschnitt höher als noch vor einigen Jahren.
    • Neben den Anschaffungspreisen spielen die Gesamtkosten je gefahrenem Kilometer eine Rolle.

    Infobox: Laut der Untersuchung wurde die technische Entwicklung der Elektroautos von größeren Reichweiten und höheren Motorleistungen begleitet.

    Gesunkene Batteriepreise als weiterer Faktor

    Die Forschenden sehen mehrere Faktoren, die eine weitere Preisentwicklung zugunsten batterieelektrischer Fahrzeuge unterstützen könnten. Dazu zählen gesunkene Batteriepreise, steigende Produktionsstückzahlen und der durch Kohlendioxid-Grenzwerte entstehende Druck auf die Fahrzeughersteller.

    Nach Einschätzung der Forschenden seien die niedrigeren Batteriekosten bislang noch nicht vollständig an die Käufer weitergegeben worden. Weitere Skaleneffekte durch höhere Stückzahlen könnten die Kostenposition von Elektroautos zusätzlich verbessern.

    Bei einer Fortschreibung der aktuellen Entwicklung könnten Elektroautos in Europa bis etwa 2030 bei den Anschaffungspreisen das Niveau vergleichbarer Verbrenner erreichen. Bei den Gesamtkosten pro Kilometer wären batterieelektrische Fahrzeuge nach Einschätzung der Forschenden dann günstiger.

    Infobox: Als mögliche Treiber weiterer Preisvorteile nennt die Untersuchung Batteriepreise, höhere Produktionsstückzahlen und den Druck durch Kohlendioxid-Grenzwerte.

    Preisgleichheit könnte den Marktanteil beeinflussen

    Erfahrungen aus anderen Märkten deuteten nach Angaben der Forschenden darauf hin, dass Elektroautos bei vergleichbaren Anschaffungspreisen einen Marktanteil von rund 50 Prozent erreichen könnten. Die erwartete Preisgleichheit bis etwa 2030 wird damit als möglicher Faktor für die weitere Marktentwicklung eingeordnet.

    Für den Taxi- und Mietwagenbereich ist die Entwicklung insbesondere mit Blick auf die Anschaffungskosten und die Gesamtkosten je gefahrenem Kilometer relevant. Die Studie stellt dabei heraus, dass batterieelektrische Fahrzeuge bei einer weiteren Annäherung der Kaufpreise einen deutlicheren Kostenvorteil erreichen könnten.

    Infobox: Vergleichbare Anschaffungspreise könnten nach Erfahrungen aus anderen Märkten mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent verbunden sein.

    Untersuchung basiert auf Listenpreisen

    Eine Einschränkung der Untersuchung liegt in der verwendeten Datengrundlage. Die Forschenden verglichen Listenpreise und keine tatsächlichen Transaktionspreise, weil diese nicht in der für die Analyse erforderlichen Breite verfügbar waren.

    Nach Einschätzung der Studienautoren dürfte dieser Umstand jedoch keine größeren Verzerrungen verursachen. Daten zur Entwicklung des Rabattniveaus bei wichtigen Elektroautos zeigten in den vergangenen Jahren insgesamt eher steigende Nachlässe.

    Dieser Effekt könnte die tatsächliche Preisentwicklung zusätzlich zugunsten batterieelektrischer Fahrzeuge verschieben. Die Studie und die Berichterstattung von Taxi Heute weisen damit zugleich auf die Grenzen eines Vergleichs hin, der auf Listenpreisen beruht.

    Infobox: Verglichen wurden Listenpreise, nicht tatsächliche Transaktionspreise. Steigende Nachlässe könnten die reale Preisentwicklung zusätzlich zugunsten von Elektroautos beeinflussen.

    Quellen:

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