Elektroautos legen zu, Landmaschinen setzen auf vielfältige Antriebe

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    16.07.2026 12 mal gelesen 0 Kommentare
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    Deutschlands Verkehr wird elektrischer: Im ersten Halbjahr 2026 entfielen 65,1 Prozent der Pkw-Neuzulassungen auf alternative Antriebe. Reine Elektroautos kamen auf 368.006 Fahrzeuge und legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48 Prozent zu.
    Besonders stark ist der Zuwachs in Baden-Württemberg: 28,3 Prozent der Neuwagen waren reine Stromer. Damit lag das Bundesland auf Platz drei, während Rheinland-Pfalz mit knapp 30 Prozent die Führung übernahm. Bayern steigerte sich zwar auf 23,6 Prozent, fiel im Ranking aber auf Rang zehn zurück.
    In der Landwirtschaft ist der Umstieg anspruchsvoller. Batterien eignen sich vor allem für kleinere, hofnahe Maschinen wie Radlader, Teleskoplader oder Gabelstapler. Der elektrische Claas Torion 537e Sinus schafft je nach Akku acht bis 16 Stunden Einsatzzeit und lädt in etwa ein bis drei Stunden.
    Für große Traktoren, Feldhäcksler und Mähdrescher sind schwere Batterien kurzfristig keine realistische Lösung, weil sie den Boden stark verdichten könnten. Fendt und Claas setzen deshalb bei größeren Maschinen auf HVO-Diesel, während Wasserstoff noch erprobt wird und an fehlender Infrastruktur sowie begrenzter Reichweite leidet.
    Unterstützung kommt durch ein Förderprogramm über 72 Millionen Euro für zinsgünstige Darlehen. Auch bei Pkw wächst das Angebot: Der elektrische VW ID.Cross startet im Herbst ab 28.000 Euro, bietet bis zu 436 Kilometer Reichweite und soll das Segment der kleinen Elektro-SUV beleben.

    Alternative Antriebe: Elektroautos legen zu, Landmaschinen bleiben anspruchsvoll

    Landwirtschaft sucht Alternativen zum Diesel

    Die deutsche Landwirtschaft verbraucht laut FAZ rund zwei Milliarden Liter Diesel im Jahr. Das entspricht fünf Prozent des deutschen Gesamtverbrauchs. Vor dem Hintergrund des Ziels, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen, entwickeln Landtechnikhersteller zwischen Allgäu und Niedersachsen alternative Antriebe.

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    Im Mittelpunkt stehen Batterie, Flüssigkraftstoff und Gase. Batterieantriebe gelten als effizient und können insbesondere dann wirtschaftlich sein, wenn Strom über Solaranlagen auf Stalldächern erzeugt wird. Dem stehen Ladezeiten und das hohe Gewicht großer Akkus gegenüber. Während der Ernte könnten mehrmalige Ladevorgänge oder Akkuwechsel problematisch sein.

    Claas sieht das größte Potenzial batterieelektrischer Antriebe bei hofnahen Tätigkeiten. Radlader, Teleskoplader und Gabelstapler werden unter anderem zum Füttern, Ausmisten sowie zum Umschlag von Erntegut und Betriebsmitteln eingesetzt.

    Der Radlader Torion 537e Sinus verfügt serienmäßig über einen Lithium-Ionen-Akku mit 32,2 kWh. Optional sind 64,4 kWh erhältlich, wodurch eine Einsatzzeit von acht bis 16 Stunden möglich sein soll. Zwei Elektromotoren leisten 30 kW für den Elektroantrieb und 15 kW für den Hydraulikantrieb. Die vollständige Akkuladung soll je nach Ladeinfrastruktur und verfügbarer Anschlussleistung ein bis drei Stunden dauern.

    In der Tierhaltung können elektrisch betriebene Fahrzeuge laut Claas zusätzlich durch ihren leisen Betrieb Vorteile bieten. Besonders Puten reagieren empfindlich auf Schatten, flatternde Objekte und laute Geräusche, da eine Massenpanik im Stall nicht nur Stress, sondern auch den Tod von Tieren verursachen kann.

    Für große Feldhäcksler, Traktoren und Mähdrescher sieht die FAZ dagegen kurzfristig keine realistische elektrische Lösung. Bei einem Fahrzeug mit mehr als 1000 PS, zwölf Stunden Volllastbetrieb und einem Dieselverbrauch von mehr als 1000 Litern würde die Batterie im zweistelligen Tonnenbereich liegen. Die daraus resultierende Schadverdichtung könnte natürliche Hohlräume im Boden zerstören und Staunässe, Sauerstoffmangel sowie Ernteverluste begünstigen.

    Fahrzeug beziehungsweise AntriebWert
    Dieselverbrauch der deutschen Landwirtschaftrund zwei Milliarden Liter im Jahr
    Anteil am deutschen Gesamtverbrauchfünf Prozent
    Torion 537e Sinus, Akku serienmäßig32,2 kWh
    Torion 537e Sinus, Akku optional64,4 kWh
    Einsatzzeit des Torion 537e Sinusacht bis 16 Stunden
    Ladezeitein bis drei Stunden

    Infobox: Batterieantriebe eignen sich laut FAZ vor allem für kleinere und hofnahe Maschinen. Bei großen Landmaschinen sprechen Gewicht, Einsatzdauer und die Gefahr von Bodenschäden gegen einen kurzfristigen Wechsel zum Elektroantrieb.

    Fendt setzt auf Elektro, HVO und Wasserstoff

    Fendt verfolgt mit den Baureihen e100 Vario und e100 V Vario einen elektrischen Ansatz für kommunale Einsätze, den Grünschnitt, den Obst- und Weinanbau, Sonderkulturen sowie den Einsatz als Hofschlepper mit Frontlader. Die Baureihen kamen 2023 bis 2024 auf den Markt und gewannen jeweils einen „Toty“, den „Tractor of the year“ in der Kategorie Nachhaltigkeit.

    Der e100 Vario erreicht eine Dauerleistung von 55 kW und eine Einsatzzeit von rund fünf Stunden. Die Akkukapazität beträgt 100 kWh. Das Laden von 20 auf 80 Prozent soll je nach den Verhältnissen vor Ort circa 45 Minuten dauern.

    Für größere Fahrzeuge setzen Fendt und Claas laut FAZ auf HVO-Diesel. Der Kraftstoff wird aus hydriertem Pflanzenfett gewonnen und besitzt eine nur leicht verringerte Energiedichte gegenüber fossilem Diesel. Bei aktuellen Fendt-Baureihen können verschiedene Dieselarten gemischt werden. Die Leistung des HVO reicht bis zu 550 PS, auch ein Mischbetrieb ist möglich. Claas verlässt sich auf denselben Ansatz; die Maschinen werden beim Verlassen der europäischen Werke in Le Mans und Harsewinkel mit HVO befüllt.

    Wasserstoff befindet sich bei Fendt noch in der Erprobung. Zwischen 2021 und 2024 untersuchte der Hersteller mit zwei Prototypen des Wasserstofftraktors Helios dessen Leistungsfähigkeit. Die Fahrzeuge verfügen über fünf Tanks auf dem Dach, die jeweils 4,2 Kilogramm fassen. Eine Brennstoffzelle mit 100 kW erzeugt elektrische Energie, unterstützt von einer 25-kWh-Batterie als Pufferspeicher. Zusammen versorgen sie einen Elektromotor mit 100 kW Dauerleistung. Die Reichweite liegt dennoch nur bei fünf bis sieben Stunden.

    Als wesentliche Hindernisse nennt die FAZ die unzureichende Wasserstoffinfrastruktur und das große Tankvolumen auf dem Kabinendach. Während jeder landwirtschaftliche Betrieb über eine Dieseltankstelle verfügt, gilt das für Wasserstoff nicht. Die größere Fahrzeughöhe kann außerdem zu Kollisionen auf Acker, Straße und Hof führen.

    Seit Mai können Landwirte beim Kauf von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben auf Förderung zurückgreifen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat stellt gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank 72 Millionen Euro für zinsgünstige Darlehen bereit. Die Mittel sollen unter anderem die Kosten für Lade- und Tankmöglichkeiten abfedern und gelten für batterieelektrische Maschinen, autonom fahrende Feldroboter sowie die Nutzung erneuerbarer Biokraftstoffe.

    • Batterie: Einsatz vor allem bei kleineren und hofnahen Maschinen.
    • HVO-Diesel: Ansatz für größere Traktoren und Landmaschinen.
    • Wasserstoff: Erprobung läuft, Markteintritt derzeit mit geringen Aussichten.
    • Förderung: 72 Millionen Euro für zinsgünstige Darlehen.

    Infobox: Fendt kombiniert elektrische Traktoren für spezielle Einsatzbereiche mit HVO-Diesel für größere Maschinen. Wasserstofftraktoren liefern 100 kW Dauerleistung, erreichen aber nur fünf bis sieben Stunden Reichweite und stehen vor Infrastrukturproblemen.

    Elektroautos im Südwesten mit deutlichem Zuwachs

    In Baden-Württemberg haben reine Elektroautos im ersten Halbjahr deutlich an Bedeutung gewonnen. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes, über die die Main-Post berichtet, machten sie von Januar bis Juni 28,3 Prozent der Pkw-Neuzulassungen aus. Insgesamt wurden gut 57.700 Fahrzeuge zugelassen.

    Im Gesamtjahr 2025 hatte die Quote reiner Elektroautos in Baden-Württemberg noch 21,0 Prozent betragen. Damit stieg der Anteil im ersten Halbjahr deutlich. Als Gründe für den Aufschwung nennt die Main-Post neben einem verbesserten Modellangebot die neue Förderung des Bundes sowie die hohen Preise für Benzin und Diesel.

    Bundesweit lag der Anteil reiner Elektroautos an den Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr bei 24,8 Prozent. Baden-Württemberg lag damit über dem Bundesdurchschnitt und belegte im Ländervergleich den dritten Platz. Nur in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein waren reine Elektroautos beliebter. Hamburg und Sachsen-Anhalt bildeten die Schlusslichter.

    Werden Plug-in-Hybride einbezogen, lag Baden-Württemberg sogar an der Spitze. Der gemeinsame Anteil von reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden an den Neuzulassungen erreichte 41,3 Prozent. Im Gesamtjahr 2025 waren es 34,9 Prozent.

    KennzahlWert
    Reine Elektroautos in Baden-Württemberg, Januar bis Juni28,3 Prozent
    Neuzulassungen in Baden-Württemberggut 57.700 Fahrzeuge
    Quote in Baden-Württemberg, Gesamtjahr 202521,0 Prozent
    Bundesweiter Anteil reiner Elektroautos24,8 Prozent
    Elektroautos und Plug-in-Hybride in Baden-Württemberg41,3 Prozent
    Elektroautos und Plug-in-Hybride in Baden-Württemberg, 202534,9 Prozent

    Infobox: Baden-Württemberg erreichte im ersten Halbjahr 28,3 Prozent reine Elektroautos und lag damit bundesweit auf Platz drei. Einschließlich Plug-in-Hybriden kam der Südwesten auf 41,3 Prozent und damit auf den höchsten Anteil in Deutschland.

    Deutschlandweit erreichen alternative Antriebe 65,1 Prozent

    Die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben sind im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes, die mobiFlip zusammenfasst, wurden bis Ende Juni 2026 insgesamt 1.484.393 neue Pkw zugelassen.

    Davon entfielen 966.085 Fahrzeuge auf alternative Antriebe. Dazu zählen Elektroautos, Hybride, Plug-in-Hybride, Brennstoffzellen sowie Gas- und Wasserstofffahrzeuge. Der Marktanteil lag bei 65,1 Prozent und übertraf den Vorjahreswert laut KBA um 21,7 Prozent.

    Elektroantriebe einschließlich batterieelektrischer Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenmodelle kamen auf 531.808 Neuzulassungen. Das entsprach einem Marktanteil von 35,8 Prozent. Reine Elektroautos erreichten 368.006 Neuzulassungen und legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 48 Prozent zu.

    Bei den deutschen Marken führte VW sowohl bei den alternativen Antrieben insgesamt als auch bei den Elektrofahrzeugen die Ranglisten an. Bei den Importmarken lagen Skoda sowie je nach Kategorie Seat oder Tesla vorn. Besonders hohe Zuwächse meldeten unter anderem Opel, Audi, Smart, BYD und Leapmotor. Rückgänge verzeichnete das KBA unter anderem bei NIO, Maxus und GWM.

    KategorieNeuzulassungen beziehungsweise Anteil
    Neue Pkw bis Ende Juni 20261.484.393
    Alternative Antriebe966.085 Fahrzeuge
    Marktanteil alternative Antriebe65,1 Prozent
    Elektroantriebe einschließlich Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellen531.808 Neuzulassungen
    Marktanteil Elektroantriebe35,8 Prozent
    Reine Elektroautos368.006 Neuzulassungen
    Zuwachs reiner Elektroautos48 Prozent

    Infobox: Im ersten Halbjahr 2026 entfielen 65,1 Prozent der Pkw-Neuzulassungen auf alternative Antriebe. Reine Elektroautos kamen auf 368.006 Neuzulassungen und legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 48 Prozent zu.

    Bayern bleibt trotz Zuwachs unter dem Bundesdurchschnitt

    In Bayern werden mehr Elektroautos zugelassen, der Freistaat bleibt aber hinter dem bundesweiten Durchschnitt zurück. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes, über die STERN.de am 16. Juli 2026 berichtet, machten reine Stromer im ersten Halbjahr 23,6 Prozent der Pkw-Neuzulassungen aus. Insgesamt waren es gut 76.000 Autos.

    Im Gesamtjahr 2025 hatte die Quote in Bayern bei 18,6 Prozent gelegen. Trotz des Anstiegs fiel Bayern im Vergleich der Bundesländer zurück und liegt aktuell auf Rang 10. Der Freistaat rangiert damit hinter Brandenburg und vor Hessen; im Gesamtjahr 2025 hatte Bayern noch Rang 8 belegt.

    Den ersten Platz belegt Rheinland-Pfalz mit 29,9 Prozent. Bundesweites Schlusslicht ist Hamburg mit 15,7 Prozent. Als Gründe für den aktuellen Aufschwung bei Elektroautos nennt STERN.de das verbesserte Modellangebot, die neue Förderung des Bundes und die hohen Preise für Benzin und Diesel.

    Kennzahl BayernWert
    Anteil reine Stromer im ersten Halbjahr23,6 Prozent
    Neuzulassungengut 76.000 Autos
    Quote im Gesamtjahr 202518,6 Prozent
    Position im LändervergleichRang 10

    Infobox: Bayern steigerte den Anteil reiner Elektroautos von 18,6 Prozent im Gesamtjahr 2025 auf 23,6 Prozent im ersten Halbjahr. Im Ländervergleich liegt der Freistaat dennoch nur auf Rang 10.

    Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein führen das Bundesländer-Ranking an

    Die Nachfrage nach Elektroautos unterscheidet sich innerhalb Deutschlands deutlich. Der Tagesspiegel berichtet unter Berufung auf Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes, dass Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein im ersten Halbjahr bei den Anteilen reiner Elektroautos an den Pkw-Neuzulassungen vorn lagen.

    Bundesweit stieg der Anteil der batterieelektrischen Fahrzeuge auf 24,8 Prozent. Im Gesamtjahr 2025 hatte er bei 19,1 Prozent gelegen. Zwischen den Bundesländern reichte die Spanne laut Tagesspiegel von knapp einem Sechstel bis knapp einem Drittel.

    Rheinland-Pfalz kam auf knapp 30 Prozent und lag damit auf dem ersten Platz. Schleswig-Holstein folgte mit gut 29 Prozent, Baden-Württemberg mit gut 28 Prozent. Dahinter lagen Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit Werten um 27 Prozent. Berlin erreichte knapp 26 Prozent.

    Unter dem Bundesdurchschnitt lagen das Saarland, Brandenburg und Bayern mit rund 24 Prozent. Hessen kam auf 21 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen auf 20 Prozent. Sachsen erreichte 19 Prozent, Sachsen-Anhalt gut 18 Prozent und Hamburg 16 Prozent.

    Im Gesamtjahr 2025 hatte Niedersachsen vor Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg an der Spitze gelegen. Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern waren damals die Schlusslichter. Den aktuellen Aufschwung führt der Tagesspiegel auf das verbesserte Modellangebot, die neue Förderung des Bundes und die hohen Preise für Benzin und Diesel zurück.

    Bundesland beziehungsweise GebietAnteil reine Elektroautos
    Rheinland-Pfalzknapp 30 Prozent
    Schleswig-Holsteingut 29 Prozent
    Baden-Württemberggut 28 Prozent
    Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalenum 27 Prozent
    Berlinknapp 26 Prozent
    Saarland, Brandenburg und Bayernrund 24 Prozent
    Hessen21 Prozent
    Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen20 Prozent
    Sachsen19 Prozent
    Sachsen-Anhaltgut 18 Prozent
    Hamburg16 Prozent

    Infobox: Rheinland-Pfalz führt das Ranking mit knapp 30 Prozent an, gefolgt von Schleswig-Holstein mit gut 29 Prozent. Hamburg kommt auf 16 Prozent und bildet damit das Schlusslicht.

    VW ID.Cross startet im Herbst mit Preisen ab 28.000 Euro

    Volkswagen ergänzt den elektrischen Kleinwagen ID.Polo um ein batteriebetriebenes Mini-SUV. Laut Autogazette.de soll der ID.Cross im Herbst auf den Markt kommen und in der reichweitenstärksten Variante mehr als 400 Kilometer weit fahren.

    Die günstigste Ausführung soll 28.000 Euro kosten, allerdings mit eingeschränkter Reichweite. Damit wäre der ID.Cross 2.000 Euro teurer als die technisch eng verwandte Limousine. Das Serienmodell orientiert sich optisch eng an dem auf der IAA 2025 vorgestellten Konzeptfahrzeug.

    Der ID.Cross basiert wie der ID.Polo auf der weiterentwickelten Elektroplattform MEB+. Für die Einstiegsvarianten ist ein 37 kWh großer LFP-Akku vorgesehen, der eine Reichweite von 312 Kilometern ermöglicht. Höherpreisige Modelle erhalten einen NMC-Akku mit 52 kWh Kapazität.

    Die Langstreckenvariante soll 436 Kilometer Reichweite erreichen. Die maximale Gleichstrom-Ladeleistung beträgt je nach Batteriegröße 90 oder 105 kW. Beim Antrieb stehen zunächst 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS) zur Verfügung. Alle Varianten werden ausschließlich über die Vorderachse angetrieben.

    In den technischen Daten findet sich außerdem ein Antrieb mit 166 kW (226 PS). Autogazette.de wertet dies als möglichen Hinweis auf eine später nachgereichte GTI-Variante. Für den ID.Polo ist eine solche Variante mit identischen Leistungsdaten bereits offiziell angekündigt.

    Mit 4,15 Metern ist der ID.Cross etwas länger als der T-Cross. Der Kofferraum fasst 475 Liter; zusätzlich gibt es einen kleinen Stauraum unter der Fronthaube. Zur Ausstattung gehören ein neues Infotainmentsystem, physische Bedienelemente für zentrale Funktionen, Massagesitze und ein Soundsystem von Harman Kardon.

    Ein weiterentwickelter Fahrassistent soll außerdem auf rote Ampeln reagieren können. Im Segment der kleinen Elektro-SUV trifft der VW ID.Cross unter anderem auf Kia EV2, Opel Frontera, Leapmotor B03X, Jeep Avenger, Renault 4 und Mini Aceman. Autogazette.de ordnet Volkswagen preislich wie gewohnt eher im gehobenen Segment ein.

    MerkmalWert
    Marktstartim Herbst
    Preis der günstigsten Ausführung28.000 Euro
    Preisunterschied zur technisch eng verwandten Limousine2.000 Euro
    Reichweite Einstiegsvariante312 Kilometer
    Reichweite Langstreckenvariante436 Kilometer
    Kapazität LFP-Akku37 kWh
    Kapazität NMC-Akku52 kWh
    Maximale DC-Ladeleistung90 oder 105 kW
    Leistungsstufen85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS)
    Mögliche weitere Leistungsstufe166 kW (226 PS)
    Länge4,15 Meter
    Kofferraum475 Liter

    Infobox: Der VW ID.Cross startet im Herbst ab 28.000 Euro. Angeboten werden Akkus mit 37 kWh und 52 kWh, Reichweiten von 312 Kilometern und 436 Kilometern sowie Antriebe mit 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS).

    Quellen:

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