Elektromobilität gewinnt an Akzeptanz – Infrastruktur und Kosten bleiben Herausforderungen

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    04.09.2026 7 mal gelesen 0 Kommentare
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    Elektromobilität gewinnt an Akzeptanz: Eine BDEW-Umfrage zeigt, dass sich 94 Prozent der E-Auto-Fahrer erneut für ein Elektroauto entscheiden würden. Auch die Bereitschaft zur Weiterempfehlung liegt bei 94 Prozent.
    Die Erfahrungen nach dem Kauf fallen oft besser aus als die Erwartungen davor. Sorgen um Reichweite, Betriebskosten und das Laden verlieren mit zunehmender Fahrpraxis an Bedeutung. Der Wertverlust und lange Lieferzeiten bleiben jedoch Herausforderungen.
    Damit mehr Menschen umsteigen können, werden bezahlbare Lösungen wichtiger. Im Gespräch sind Prämien für gebrauchte E-Autos, Social Leasing und einheitliche, günstige Ladetarife. Auch eine bessere Versorgung mit erneuerbarem Strom sowie leistungsfähige Netze sind entscheidend.
    Der Ausbau der Ladeinfrastruktur geht voran, doch die Zahl der Ladepunkte allein reicht nicht aus. Auf den Kanaren wurden 3160 Ladepunkte registriert, viele können wegen zu schwacher Stromnetze aber noch nicht zuverlässig betrieben werden.
    Auch gebrauchte E-Autos stoßen auf wachsendes Interesse, bleiben aber eine Nische. Besonders eine lebenslange Batterie-Garantie und eine kostenlos installierte Wallbox könnten die Kaufbereitschaft erhöhen. Klar ist: Akzeptanz wächst, doch Kosten, Infrastruktur und europäische Produktion müssen weiter verbessert werden.

    Elektromobilität zwischen politischem Kurs, wachsender Akzeptanz und Infrastrukturfragen

    Felix Banaszak fordert bezahlbare und fair verteilte Mobilität

    Im Interview mit Auto Motor und Sport spricht Grünen-Chef Felix Banaszak über eine Verkehrswende, die Elektromobilität voranbringen und zugleich bessere Alternativen mit Bus, Bahn und Fahrrad schaffen soll. Er betont, dass es nicht um eine Ablehnung des Autos gehe, sondern um die Freiheit aller, sicher, verlässlich und komfortabel ans Ziel zu kommen.

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    Banaszak beschreibt den begrenzten Straßenraum als Verteilungsfrage. Sichere Fahrradwege könnten nach seiner Einschätzung auch Autofahrern nutzen, weil dadurch mehr Menschen das Auto stehen ließen und die Straßen weniger voll würden. Zugleich verweist er auf mehr Aufenthalts- und Lebensqualität in Innenstädten.

    Der Grünen-Chef berichtet außerdem von seiner Kindheit in Duisburg, in der die Familie ohne Auto auskommen musste. Carsharing könne für viele Menschen eine Alternative zum eigenen Fahrzeug sein, das die meiste Zeit ungenutzt stehe. Gleichzeitig erkennt Banaszak an, dass es auch in Städten Situationen gebe, in denen Menschen auf ein Auto angewiesen seien.

    Bei der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur nennt Banaszak zwei Grundsätze: Die Schiene solle besser finanziert und das Verhältnis zur Straße angeglichen werden. Straßenbaumittel sollten vor allem in den Erhalt bestehender Infrastruktur fließen, statt in neue Prestigeprojekte. Nach seinen Angaben hatte Deutschland zu Beginn der damaligen Regierungszeit über Jahrzehnte doppelt so viele Bundesmittel für die Straße wie für die Schieneninfrastruktur ausgegeben.

    Für die Autoindustrie sieht Banaszak eine schwere Strukturkrise. Deutschland habe seit 2019 faktisch kein Wirtschaftswachstum mehr, während Wettbewerb und Innovationsdruck zunähmen. Er führt die Schwäche der deutschen Hersteller bei der Elektromobilität auch darauf zurück, dass zu lange an alten Geschäftsmodellen festgehalten worden sei.

    Im Umgang mit der chinesischen Konkurrenz fordert Banaszak eine robustere Handelspolitik und besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb. Zukunftstechnologien wie Halbleiter, Batteriezellen und Robotik müssten auch in Europa gefertigt werden. Die Industriepolitik müsse zugleich neue Geschäftsmodelle ermöglichen, damit Arbeitsplätze nicht nur in bestehenden Branchen erhalten, sondern auch in innovativen Bereichen geschaffen würden.

    Die aktuelle Förderung von Elektroautos bewertet Banaszak grundsätzlich positiv, kritisiert aber, dass davon im Wesentlichen chinesische Hersteller profitierten. Die Unterstützung müsse auf europäische Produktion fokussiert oder sogar beschränkt werden. Zudem spricht er sich für härtere Handelsinstrumente wie Zölle aus, wenn Importe zu Preisen angeboten würden, die durch Wettbewerbsverzerrungen entstehen.

    Für den Umstieg auf Elektromobilität schlägt Banaszak eine Ausweitung der E-Auto-Prämie auf den Gebrauchtwagenmarkt und Social-Leasing-Programme nach französischem Vorbild vor. Dadurch könnten sich auch Menschen mit geringem Einkommen kleinere oder mittelgroße Elektroautos leisten.

    Darüber hinaus wünscht sich Banaszak ein „Deutschland-Ticket für die Ladeinfrastruktur“, mit dem an jeder Ladesäule in Deutschland zu günstigen Preisen geladen werden könne. Eine „Happy Hour“ für besonders günstigen Strom, etwa zur Mittagszeit bei einem hohen Solarstromangebot, solle Anreize schaffen, Elektroautos zu günstigen Zeiten zu laden.

    Für eine klimafreundliche Elektromobilität müsse der Anteil erneuerbarer Energien am Strom steigen. Banaszak nennt die Digitalisierung, den Ausbau und die Standardisierung der Stromnetze, die Förderung von Smart Metern und den Ausbau von Energiespeichern als mögliche Maßnahmen.

    Beim Tempolimit plädiert Banaszak für eine Begrenzung auf 130 km/h. Deutschland solle seinen Sonderweg verlassen und sich europäischen Nachbarn sowie vielen anderen Ländern anschließen. Eine verlässliche Bahn könne außerdem helfen, auf einen relevanten Teil der Inlandsflüge zu verzichten.

    „Mir ist kein Grüner bekannt, der Autos hasst“.
    • Verkehrswende mit Elektromobilität und besseren Alternativen
    • Mehr Geld für die Schiene und stärkerer Fokus auf den Erhalt von Straßen und Brücken
    • E-Auto-Prämie auch für Gebrauchtwagen sowie Social Leasing
    • Einheitliche und günstigere Lademöglichkeiten
    • Europäische Fertigung bei Batteriezellen, Halbleitern und Robotik

    Infobox: Felix Banaszak verbindet Elektromobilität mit einer breiteren Verkehrswende. Im Mittelpunkt stehen bezahlbare Mobilität, eine europäische Industriepolitik und ein Ausbau der Lade- und Strominfrastruktur.

    Quelle: Auto Motor und Sport

    BDEW-Umfrage: 94 Prozent würden sich erneut für ein Elektroauto entscheiden

    Eine vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft beauftragte Nutzerumfrage zeigt eine hohe Zufriedenheit unter Halterinnen und Haltern reiner Elektroautos. Von rund 1.000 Befragten antworteten 66 Prozent mit „ja, auf jeden Fall“, weitere 28 Prozent mit „eher ja“. Damit würden sich 94 Prozent erneut für ein E-Auto entscheiden.

    Nur ein Prozent schloss einen erneuten Kauf kategorisch aus, fünf Prozent tendierten eher dagegen. Auch die Bereitschaft, ein Elektroauto weiterzuempfehlen, lag bei 94 Prozent: 60 Prozent würden dies uneingeschränkt tun, 34 Prozent eher schon.

    Nach Angaben des BDEW steigt die Bereitschaft zur Weiterempfehlung, je länger jemand bereits ein Elektroauto fährt. Die Umfrage zeigt außerdem, dass sich die Sorgen vor dem Kauf von den Erfahrungen nach dem Kauf unterscheiden.

    AspektAnteil vor der Kaufentscheidung
    Zahl der öffentlichen Ladepunkte66 Prozent
    Lieferzeiten der gewünschten Modelle57 Prozent
    Generelle Reichweite48 Prozent
    Laden zu Hause48 Prozent
    Betriebskosten39 Prozent

    Mit zunehmender Fahrpraxis verlieren Reichweite, Betriebskosten und das Laden laut BDEW praktisch an Bedeutung. Anders fällt die Bewertung des Wertverlusts aus: Dieser wird nach dem Kauf tendenziell wichtiger eingeschätzt als vorher. Als weiteres drängendes Thema nennt der BDEW lange Lieferzeiten künftiger Modelle.

    Auch das öffentliche Laden wurde untersucht. Von den Befragten, die mindestens einen öffentlichen Ladepunkt nutzen, bewerteten 55 Prozent das Angebot als besser als erwartet. Für 36 Prozent entsprach es den Erwartungen, während neun Prozent enttäuscht waren.

    Damit wurden die Erwartungen bei 91 Prozent erfüllt oder übertroffen. Gleichzeitig veränderte sich das Ladeverhalten: Der Anteil des Ladens zu Hause sank im Jahresvergleich von 82 auf 75 Prozent. Ladehubs innerhalb von Städten gewannen dagegen an Bedeutung und stiegen von 21 auf 39 Prozent.

    Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Uscale im Auftrag des BDEW zwischen Juli und August 2026 durchgeführt. Plug-in-Hybride waren ausgeschlossen. Die Stichprobe ist nach Angaben des Verbands repräsentativ für die Verteilung auf die Bundesländer, nicht jedoch für die Gesamtbevölkerung.

    Infobox: Die Befragung weist auf eine hohe Zufriedenheit unter bestehenden E-Auto-Fahrern hin. Besonders Reichweite, Betriebskosten und Laden werden nach dem Kauf seltener als Problem wahrgenommen; der Wertverlust bleibt dagegen ein relevantes Thema.

    Quelle: STERN.de

    Infoabend in Maxdorf soll praktische Erfahrungen mit E-Autos vermitteln

    Die Maxdorfer Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen lädt für Dienstag, 8. September, zu einem Informationsabend über Elektromobilität im Alltag ein. Veranstaltungsort ist die Hauptstraße 66a, Beginn ist um 19 Uhr; der Eintritt ist frei.

    Wie Die Rheinpfalz berichtet, richtet sich die Veranstaltung an Interessierte, die praktische Antworten zum Umstieg auf ein Elektroauto suchen. E-Auto-Fahrer aus Maxdorf sollen über Langstrecken und Auslandsfahrten, das Laden unterwegs und zu Hause, reale Kosten sowie positive und negative Erfahrungen berichten.

    Ergänzend stehen Technik, Zahlen, Daten und Fakten im Mittelpunkt. Dadurch soll ein realistischer Blick auf den aktuellen Stand und kommende Entwicklungen der Elektromobilität ermöglicht werden.

    Die Veranstalter betonen, dass die Veranstaltung der Wissensvermittlung und nicht der Überredung dienen soll. Als Gastbeitrag erläutert die Genossenschaft Bürgerinenergie außerdem, wie Haus und Auto mit Sonnenstrom vom eigenen Dach versorgt werden können.

    • Termin: Dienstag, 8. September
    • Ort: Hauptstraße 66a, Maxdorf
    • Beginn: 19 Uhr
    • Eintritt: frei

    Infobox: Der Infoabend setzt auf Erfahrungsberichte aus der Praxis und behandelt unter anderem Ladevorgänge, Kosten, Langstrecken sowie die Versorgung von Haus und Auto mit Solarstrom.

    Quelle: Die Rheinpfalz

    Kanaren melden 3160 registrierte Ladepunkte

    Auf den Kanaren ist die Zahl der registrierten Ladepunkte für Elektroautos seit Anfang Juli beinahe auf das Doppelte gestiegen. Mit Stand von Donnerstag wurden 3160 Ladesäulen gemeldet, 99 Prozent mehr als am 9. Juli.

    Die Verteilung innerhalb des Archipels ist jedoch ungleichmäßig. Auf die Provinz Las Palmas entfielen 1958 Ladepunkte, während die Provinz Santa Cruz de Tenerife 1202 meldete. Damit stehen knapp zwei Drittel der Ladesäulen auf Gran Canaria und den weiteren Inseln der östlichen Provinz.

    GebietRegistrierte Ladepunkte
    Kanaren insgesamt3160
    Provinz Las Palmas1958
    Provinz Santa Cruz de Tenerife1202

    Die Registerzahl sagt allerdings nicht aus, wie viele Ladepunkte tatsächlich Strom liefern. Ein Teil der Anlagen ist zwar fertig gebaut, kann aber nicht an das Stromnetz angeschlossen werden. Das Stromnetz einiger Regionen gilt als zu schwach, um die zusätzliche Nachfrage zu bewältigen.

    Diese Lücke zwischen Errichtung und Regelbetrieb bremst den Ausbau der Elektromobilität auf den Inseln. Noch im Juli fuhr auf Teneriffa nur jeder zwölfte angemeldete Neuwagen vollelektrisch.

    Der Branchenverband Fredica hatte im Mai vergangenen Jahres drei Gründe für die schwachen Verkaufszahlen reiner Elektroautos auf den Kanaren genannt: hohe Preise, eine unzureichende Ladeinfrastruktur und zu geringe Förderungen. Bereits Anfang 2025 war das Netz als zu schwach eingestuft worden, um eine größere Zahl neuer Elektrofahrzeuge regelmäßig laden zu können.

    Wie Teneriffa News berichtet, wurden in einigen Gemeinden Ladesäulen gebaut, obwohl sie aus Kapazitätsgründen derzeit nicht ans Netz gehen können. Hintergrund sei unter anderem gewesen, Förderungen nicht zu verpassen.

    Für einzelne Regionen stellt der jüngste Anstieg dennoch einen deutlichen Fortschritt dar. Auf Fuerteventura nahm die Inselverwaltung im Januar vier neue Ladestationen in Betrieb und kam damit auf 16 aktive öffentliche Ladepunkte. Vor diesem Hintergrund ist der aktuelle Wert von 3160 registrierten Ladesäulen ein wichtiger Schritt für die Kanaren.

    Infobox: Die Kanaren verzeichnen 3160 registrierte Ladepunkte und damit 99 Prozent mehr als am 9. Juli. Entscheidend bleibt jedoch, wie viele der fertiggestellten Anlagen tatsächlich an das Stromnetz angeschlossen werden können.

    Quelle: Teneriffa News

    DAT-Report: Interesse an gebrauchten E-Autos wächst, bleibt aber begrenzt

    Der DAT-Report 2026 zeigt ein steigendes Interesse an gebrauchten vollelektrischen Fahrzeugen, allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau. Nach Informationen des Kraftfahrt-Bundesamtes wechselten 2024 insgesamt 173.034 gebrauchte BEV den Besitzer; 2025 wurde die Marke von 200.000 Einheiten klar überschritten.

    Im Vergleich zu knapp über 6 Mio. gebrauchten Verbrennern bleibt der Anteil gebrauchter Elektroautos klein. Die Entwicklung zeigt laut VISION mobility jedoch ein deutliches Wachstum der BEV-Anteile.

    Für 13% der repräsentativ befragten Gebrauchtwagenkäufer kommt ein gebrauchtes BEV überhaupt infrage. Das entspricht einer Steigerung von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.

    Bewertung gebrauchter BEVAnteil
    Ein gebrauchtes BEV kommt infrage13%
    Klare Ablehnung, E-Auto nur als Neuwagen vorstellbar43%
    Grundsätzliche Ablehnung eines E-Autos36%

    Der Anteil derjenigen, die ein Elektroauto grundsätzlich ablehnen, lag im Vorjahr noch bei 47%. Daraus leitet der DAT-Report eine zunehmende Offenheit gegenüber der Elektromobilität ab. Laut dem Bericht könnten stark gestiegene Spritpreise 2026 die Nachfrage nach günstigen Elektroautos zusätzlich beeinflussen.

    Besonders aufgeschlossen zeigen sich Menschen, die bereits ein BEV gefahren sind. 86% der Befragten bestätigten, dass es Aspekte gibt, die für ein gebrauchtes Elektroauto sprechen könnten.

    Genannter FaktorAnteil
    Lebenslange Batterie-Garantie50%
    Kostenlose Bereitstellung und Installation einer Wallbox34%

    Die Batterie ist damit der wichtigste genannte Faktor für einen Kauf eines gebrauchten BEV. An zweiter Stelle steht die kostenlose Bereitstellung und Installation einer Wallbox. Weitere Punkte rund um Kaufprämie, einheitliche Strompreise, ein Batteriezertifikat beim Kauf und lebenslange, kostenfreie Software-Updates lagen laut Bericht eng beieinander.

    Der DAT-Report gilt laut VISION mobility seit über 50 Jahren als Quelle für Informationen zum Verbraucherverhalten beim Gebrauchtwagen- und Neuwagenkauf sowie zum Werkstattgeschäft. Die Untersuchung beschreibt damit sowohl das wachsende Angebot gebrauchter Elektroautos als auch weiterhin bestehende Vorbehalte bei potenziellen Käufern.

    Infobox: Gebrauchte BEV gewinnen an Verbreitung und Interesse, bleiben für viele Gebrauchtwagenkäufer aber eine Ausnahme. Besonders eine lebenslange Batterie-Garantie und eine kostenlos bereitgestellte sowie installierte Wallbox könnten die Kaufbereitschaft erhöhen.

    Quelle: VISION mobility

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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