Gebrauchte Elektroautos gewinnen in Deutschland deutlich an Dynamik

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    11.08.2026 9 mal gelesen 0 Kommentare
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    Der Markt für gebrauchte Elektroautos gewinnt in Deutschland deutlich an Dynamik. Im zweiten Quartal 2026 ersetzten bereits 12,0 Prozent der privaten Fahrzeugwechsler einen Verbrenner durch ein reines Elektroauto. Zum Jahresbeginn waren es erst 6,3 Prozent.
    Ein wichtiger Treiber sind die stark gestiegenen Benzin- und Dieselpreise seit Beginn des Iran-Kriegs. Gebrauchte Elektroautos sind kurzfristig verfügbar und ermöglichen den Wechsel ohne lange Wartezeiten auf einen Neuwagen. Laut HUK-Umfrage dachten 24 Prozent der Führerscheininhaber deshalb erstmals über ein Elektroauto nach oder zogen den Kauf vor.
    Besonders häufig wechseln Vielfahrer: Wer mehr als 12.000 Kilometer pro Jahr fährt, steigt deutlich öfter auf ein Elektroauto um als Wenigfahrer. Bei gebrauchten Elektroautos liegt der Anteil bei Vielfahrern bei 10,7 Prozent, bei Wenigfahrern dagegen nur bei 4,5 Prozent.
    Bei gebrauchten Elektroautos liegen Modelle deutscher Marken vorn. Volkswagen erreichte bei den Umstiegen 17,1 Prozent, Audi 6,8 Prozent, Skoda 5,0 Prozent und Cupra 3,0 Prozent. Gleichzeitig bewerten erstmals 52 Prozent der Deutschen Elektroautos mit gut oder sehr gut.
    Die Entwicklung ist regional unterschiedlich: Schleswig-Holstein und Niedersachsen zeigen die größte Dynamik, während Sachsen und Berlin deutlich zurückliegen. Auch in Österreich zeigt sich ein gemischtes Bild: Neuwagen werden elektrischer, im Gebrauchtwagenmarkt dominieren jedoch weiterhin Benziner und Diesel.

    Gebrauchte Elektroautos gewinnen deutlich an Dynamik

    Der Markt für gebrauchte Elektroautos entwickelt sich in Deutschland deutlich dynamischer als der Markt für elektrische Neuwagen. Nach aktuellen Auswertungen der HUK-Coburg für das zweite Quartal 2026 wurde bei privaten Fahrzeugwechseln innerhalb des Versicherungsbestands in 12,0 Prozent der Fälle ein Verbrenner durch ein reines Elektroauto ersetzt. Zum Jahresstart hatte dieser Anteil noch bei 6,3 Prozent gelegen.

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    Als wesentlichen Treiber nennt Auto Motor und Sport die seit Beginn des Iran-Kriegs stark gestiegenen Spritpreise. Gebrauchte Elektroautos bieten privaten Käufern die Möglichkeit, kurzfristig auf höhere Benzin- und Dieselpreise zu reagieren, da Wartezeiten durch Bestellung und Lieferung entfallen.

    Auch die begleitende Umfrage zum HUK-E-Barometer deutet auf einen wachsenden Einfluss der Betriebskosten hin. Mehr als 4.000 Personen ab 16 Jahren nahmen daran teil; 24 Prozent der Führerscheininhaber gaben an, allein wegen der Spritpreisentwicklung seit Kriegsbeginn erstmals über ein Elektroauto nachgedacht oder eine Anschaffung vorgezogen zu haben.

    Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Vielfahrern. Menschen mit einer jährlichen Fahrleistung von mehr als 12.000 Kilometern wechseln mit einem Anteil von 14,7 Prozent häufiger zu einem Elektroauto als Wenigfahrer mit 8,0 Prozent. Beim Umstieg auf gebrauchte Elektroautos beträgt der Anteil bei Vielfahrern 10,7 Prozent, bei Wenigfahrern 4,5 Prozent.

    FahrleistungUmstieg auf ein ElektroautoUmstieg auf ein gebrauchtes Elektroauto
    Mehr als 12.000 Kilometer pro Jahr14,7 Prozent10,7 Prozent
    Weniger als 12.000 Kilometer pro Jahr8,0 Prozent4,5 Prozent

    Bei den Marken zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Im Bereich der neuen Elektroautos steigerten BYD und Leapmotor ihre Anteile unter den Umsteigern von Verbrennern: BYD legte von 0,8 auf 3,3 Prozent zu, Leapmotor von 1,8 auf 3,4 Prozent. Tesla erreichte nach dem Einbruch im Jahr 2025 wieder 12,2 Prozent.

    Bei gebrauchten Elektroautos konnten Modelle des Volkswagen-Konzerns ihre Position halten oder ausbauen. Volkswagen kam bei den Umstiegen auf gebrauchte Elektroautos auf 17,1 Prozent, Audi auf 6,8 Prozent, Skoda auf 5,0 Prozent und Cupra auf 3,0 Prozent. Deutsche Marken verloren bei den Umstiegen auf neue Elektroautos dagegen durchweg Anteile; als Ausnahme nennt die Quelle Opel beziehungsweise Stellantis.

    Die gesellschaftliche Akzeptanz von Elektroautos ist ebenfalls gestiegen. Erstmals seit Beginn der HUK-Quartalsmessungen im Jahr 2024 bewerteten 52 Prozent der Deutschen Elektroautos mit „gut“ oder „sehr gut“. Bei Frauen stieg die Zustimmung innerhalb eines Quartals von 37 auf 45 Prozent, bei Männern von 54 auf 59 Prozent.

    Regional fällt die Entwicklung sehr unterschiedlich aus. Schleswig-Holstein und Niedersachsen wiesen 2026 die größte Dynamik beim privaten Elektroauto-Bestand auf. Sachsen und Berlin bildeten mit etwa halb so hohen Zuwachsraten die Schlusslichter.

    In Baden-Württemberg lag die Marktdynamik im gesamten Bundesland unter dem Durchschnitt. Die Landeshauptstadt Stuttgart erreichte unter den 15 größten Städten Deutschlands dennoch die größte Dynamik bei den Umstiegen auf Elektroautos. Auf Kreisebene war das Wachstumstempo in Cloppenburg und Schweinfurt 2026 mehr als sechsmal so hoch wie im Schlusslicht Gelsenkirchen.

    • Der Anteil der Umstiege von Verbrennern auf reine Elektroautos stieg von 6,3 Prozent zum Jahresstart auf 12,0 Prozent im zweiten Quartal 2026.
    • Gebrauchte Elektroautos entwickelten sich dynamischer als elektrische Neuwagen.
    • Vielfahrer wechselten häufiger auf Elektroautos als Wenigfahrer.
    • Volkswagen, Audi, Skoda und Cupra konnten bei gebrauchten Elektroautos hohe beziehungsweise steigende Anteile verzeichnen.
    • Die regionale Entwicklung unterschied sich zwischen Bundesländern, Städten und Landkreisen deutlich.
    „Möglicherweise ließe sich dieser Trend noch verstärken, wenn neben den Käufern von Neuwagen auch die Käufer gebrauchter E-Autos von der staatlichen E-Autoprämie profitieren könnten“, sagt Dr. Jörg Rheinländer, im Vorstand der HUK-Coburg zuständig für Kfz-Versicherung.

    Zusammenfassung: Quelle: Auto Motor und Sport. Steigende Spritpreise, die kurzfristige Verfügbarkeit und ein wachsendes gesellschaftliches Interesse treiben den Markt für gebrauchte Elektroautos. Besonders Vielfahrer sowie Käufer von Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns prägen die aktuelle Entwicklung.

    Steuervorteile für Elektroautos verlieren laut Indicata an Wirkung

    Der österreichische Automarkt elektrifiziert sich, weist dabei jedoch deutliche Unterschiede zwischen Neu- und Gebrauchtwagen auf. Laut dem Beitrag „Indicata Market Watch: Steuervorteile für E-Autos verlieren an Wirkung“ legen alternative Antriebe bei den Neuzulassungen stark zu.

    Bei den Gebrauchtwagen dominieren hingegen weiterhin Diesel und Benziner. Der Beitrag stellt damit eine unterschiedliche Entwicklung zwischen dem Neuwagen- und dem Gebrauchtwagengeschäft heraus.

    Die vollständige Meldung ist bei autoundwirtschaft.at nur nach Anmeldung zugänglich. Im vorliegenden Inhalt werden keine weiteren Zahlen oder konkreten Marktanteile genannt.

    Zusammenfassung: Quelle: autoundwirtschaft.at. Österreichs Neuwagenmarkt wird elektrischer, während Diesel und Benziner den Gebrauchtwagenmarkt weiterhin dominieren. Steuervorteile für Elektroautos verlieren laut Indicata an Wirkung.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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