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Dynamische Stromtarife machen das Laden zu Hause günstiger
Die taz berichtet am 19.7.2026 über dynamische Stromtarife, mit denen Besitzer von Elektroautos von zeitweise sehr niedrigen oder sogar negativen Börsenstrompreisen profitieren können. An der Strombörse wird für jede Viertelstunde ein Preis aus Angebot und Nachfrage ermittelt. Übersteigt das Stromangebot die Nachfrage, kann der Großhandelspreis negativ werden.
Im ersten Halbjahr 2026 kam es laut taz in fast 300 Stunden zu negativen Börsenpreisen. Bei Verbrauchern kommt dieser Effekt allerdings nur selten vollständig an, weil zum Börsenpreis noch Netzentgelte, Steuern und Abgaben hinzukommen. Seit Jahresbeginn gab es etwa zehn Stunden, in denen Verbraucher tatsächlich Geld für den Stromverbrauch erhalten konnten.
Für das automatisierte und preisoptimierte Laden von mehr als 10.000 Haushalten errechnete Tibber im ersten Halbjahr 2026 durchschnittliche Energiekosten von 3,27 Euro pro 100 Kilometer. Grundlage war ein Verbrauch von 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Zum Vergleich: Bei einem Fixpreis von 30 Cent pro Kilowattstunde kostete das Laden zu Hause sechs Euro pro 100 Kilometer, an einer öffentlichen Ladesäule mit Stromkosten von 50 Cent rund 10 Euro.
Wer an einer Schnellladesäule 70 Cent pro Kilowattstunde bezahlt, kommt laut taz auf 14 Euro pro 100 Kilometer. Damit liegt das Elektroauto bei den Energiekosten auf Augenhöhe mit dem Verbrenner. Tibber errechnete für Diesel durchschnittlich 13,59 Euro pro 100 Kilometer und für Benzin 15,12 Euro.
| Lade- oder Antriebsart | Energiekosten pro 100 Kilometer |
|---|---|
| Automatisiertes Laden mit dynamischem Tarif | 3,27 Euro |
| Haushaltsstrom zum Fixpreis von 30 Cent pro Kilowattstunde | sechs Euro |
| Öffentliche Ladesäule mit 50 Cent pro Kilowattstunde | rund 10 Euro |
| Schnellladesäule mit 70 Cent pro Kilowattstunde | 14 Euro |
| Diesel | 13,59 Euro |
| Benzin | 15,12 Euro |
Voraussetzung für das günstige Laden sind eine eigene Wallbox und ein dynamischer Stromtarif. Wallboxen gibt es mit 11 und 22 Kilowatt Ladeleistung. Der ADAC nennt für die Wallbox selbst eine Preisspanne von 300 bis 2000 Euro, jeweils zuzüglich Installation.
Für dynamische Tarife ist außerdem ein Smart Meter erforderlich, der den Verbrauch viertelstündlich erfasst. Wer eine Wallbox besitzt, gilt laut taz als „Pflichteinbaufall“ und erhält ein intelligentes Messsystem kostenlos vom Messstellenbetreiber. Die monatliche Zählergebühr liegt dann allerdings höher als bei einem klassischen Zähler.
Die Preise zeigen die Anbieter in ihren Apps. Alternativ können Algorithmen den Ladevorgang automatisch steuern: Nutzer geben an, wann die Batterie voll sein soll, und die Elektronik wählt den günstigsten Ladezeitpunkt. Sonnenschein führt dabei nicht automatisch zu niedrigen Preisen. Bei großer Hitze kann der Strombedarf durch Klimaanlagen steigen, während Solarmodule wegen der hohen Temperaturen weniger effizient arbeiten.
Für Bewohner von Mehrfamilienhäusern ist eine Wallbox ebenfalls möglich, sofern ein eigener Stellplatz vorhanden ist. Vermieter dürfen den Einbau nur in begründeten Ausnahmefällen verbieten; die Kosten für Einbau und Betrieb trägt der Mieter.
Die taz weist außerdem auf das bidirektionale Laden hin. Dabei kann Strom aus der Autobatterie bei hohen Preisen wieder ins Netz gespeist werden. Das Fahrzeug und die Wallbox müssen diese Funktion unterstützen. Laut Automobilindustrie ist dies inzwischen bei mehr als 30 Modellen der Fall, die meisten bereits installierten Wallboxen können es jedoch nicht.
„Es ist absolut sinnvoll“, heißt es in der taz zum preissensiblen Laden, weil die Nutzung von Überschüssen die volkswirtschaftlichen Kosten des Stromsystems reduziert.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Dynamisches Laden kann die Energiekosten deutlich senken. Dafür sind eine Wallbox, ein Smart Meter und ein dynamischer Stromtarif nötig; negative Preise kommen bei Endkunden jedoch nur selten an.
Elektroauto-Förderung: Ausländische Marken liegen beim Abruf vorn
Der Merkur berichtet über die Verteilung der staatlichen Elektroauto-Förderung. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes stiegen die Neuzulassungen von Elektroautos im Juni um 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Als wichtige Gründe nennt der Bericht hohe Benzinpreise und die staatliche Kaufprämie.
Bis Ende Juni flossen 53,9 Millionen Euro an Fördermitteln an Käufer von Elektroautos. Das Antragsportal startete Mitte Mai; rückwirkende Anträge sind für Fahrzeuge möglich, die ab 1. Januar 2026 zugelassen wurden. Der gesamte Fördertopf umfasst drei Milliarden Euro.
In der Rangliste der bewilligten Anträge lag Tesla mit 2.086 Förderungen an der Spitze. Es folgten Škoda mit 1.197 bewilligten Anträgen, Renault mit 784 Fahrzeugen sowie Cupra und Seat. Hyundai erreichte Rang fünf. Volkswagen war mit 593 bewilligten Förderungen der erste deutsche Hersteller und lag auf Platz acht.
Der Bericht stellt die Förderzahlen den Verkäufen gegenüber: Leapmotor verkaufte in Deutschland 7.800 Fahrzeuge, Volkswagen rund 50.000. Dadurch fällt der Förderanteil bei Käufern chinesischer Modelle um ein Vielfaches höher aus. Der Listenpreis spielt bei der Förderung keine Rolle, wodurch preiswerte chinesische Modelle zusammen mit der Prämie besonders für einkommensschwächere Haushalte interessant sein können.
Die Förderung richtet sich nach Antriebsart, Haushaltseinkommen und Kinderzahl. Maximal sind 6.000 Euro Zuschuss möglich; auch Leasing ist förderfähig. Bei Leapmotor beginnen die monatlichen Leasingraten je nach Modell bereits unter 100 Euro.
| Hersteller oder Konzern | Bewilligte Förderungen | Weitere Angabe aus dem Bericht |
|---|---|---|
| Tesla | 2.086 | 30.000 Modelle in Deutschland in diesem Jahr |
| Škoda | 1.197 | |
| Renault | 784 | |
| Volkswagen | 593 | Platz acht |
| Volkswagen-Konzern | 2.720 | Marken Audi, Cupra, Seat, Porsche, Škoda und VW |
| Stellantis | 2.278 | Marken Citroën, DS, Fiat, Jeep, Leapmotor, Opel und Peugeot |
Auf Konzernebene führte Volkswagen mit 2.720 geförderten Fahrzeugen das Ranking an. Stellantis kam mit 2.278 Fahrzeugen auf Platz zwei, gefolgt von Tesla. Die Förderung soll nicht gezielt deutsche Hersteller unterstützen, sondern die Elektromobilität insgesamt voranbringen.
Im Januar zählte das Kraftfahrtbundesamt rund zwei Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen. Die Vorgängerregierung hatte ursprünglich 15 Millionen E-Autos bis 2030 angepeilt. Die schwarz-rote Koalition bekennt sich laut Merkur zur Förderung der Elektromobilität, konkrete Zielmarken fehlen jedoch.
„Nur mit einer objektiven Bewertung der Batteriegesundheit wird die E-Mobilität für die breite Masse attraktiv“, erklärte Mobilitätsforscher Stephan Rammler laut Merkur.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Bis Ende Juni wurden 53,9 Millionen Euro aus dem drei Milliarden Euro umfassenden Fördertopf bewilligt. Bei den einzelnen Marken lag Tesla vorn, während Volkswagen als erster deutscher Hersteller Platz acht erreichte.
VW ID. Polo startet mit Preis unter 25.000 Euro
WinFuture berichtet über Volkswagens geplanten ID. Polo und die Preispolitik des Konzerns. Der kompakte Elektrofahrzeug soll Anfang 2026 zu einem Preis von unter 25.000 Euro starten und Elektromobilität für eine breitere Kundengruppe zugänglich machen.
Der ID. Polo basiert auf der weiterentwickelten Plattform MEB+, die erstmals Frontantrieb ermöglicht. Volkswagen plant für 2026 insgesamt mehr als 20 neue Modelle, rund die Hälfte davon soll vollelektrisch sein. Die neue „Electric Urban Car Family“ soll die notwendige Skalierung ermöglichen.
Die Preispolitik kommt laut WinFuture nicht überall gut an, weil die lange Aufpreisliste den Einstiegspreis relativieren kann. Der Bericht stellt den angekündigten Preis dem Umfang der verfügbaren Ausstattung gegenüber, ohne weitere konkrete Preisangaben zu den einzelnen Optionen zu nennen.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Der ID. Polo soll Anfang 2026 unter 25.000 Euro kosten. Grundlage ist die Plattform MEB+; Volkswagen plant 2026 mehr als 20 neue Modelle.
Elektro-Gebrauchtwagen brauchen verlässliche Batterietests
Bei einem „Tag der Elektromobilität“ standen laut saarnews der Elektrogebrauchtwagenmarkt und standardisierte Batterietests im Mittelpunkt. Die Veranstaltung fand am 20. September 2024 in den Räumlichkeiten des Saarländischen Kfz-Verbandes in Saarbrücken statt und wurde von der saarländischen Mobilitätsministerin Petra Berg eröffnet.
Auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Oliver Luksic, nahm per Videoschaltung teil. Zahlreiche Vertreter der Automobilbranche und Interessierte waren anwesend. Insgesamt gab es elf Vorträge zu Themen wie dem Stand der Technik, dem Gebrauchtwagenmarkt und einem praktischen Werkstatt-Rundgang.
Petra Berg betonte die Bedeutung eines funktionierenden Marktes für Elektro-Gebrauchtwagen. Standardisierte Batterietests sollen Transparenz schaffen und Käufern eine bessere Einschätzung der Qualität und Lebensdauer eines Fahrzeugs ermöglichen.
„Für eine nachhaltige Verkehrswende sind zuverlässige Batterietests unerlässlich, um Transparenz und Vertrauen bei den Verbrauchern zu schaffen“, sagte Petra Berg laut saarnews.
Ein Schwerpunkt lag auf sogenannten State-of-Health-Tests. Diese ermitteln den Gesundheitszustand der Fahrzeugbatterie und sollen eine realistische Einschätzung der verbleibenden Qualität und Lebensdauer eines Elektro-Gebrauchtwagens ermöglichen.
Das Saarland sieht sich bei der Entwicklung solcher Teststandards in einer Vorreiterrolle. Auf Bundesebene wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit der Förderung und Standardisierung von Batterietests beschäftigt.
„Nur mit einer objektiven Bewertung der Batteriegesundheit wird die E-Mobilität für die breite Masse attraktiv“, erklärte Oliver Luksic laut saarnews.
Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam mit dem Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, dem Saarländischen Kfz-Verband, dem Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme und der Arge Solar.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Standardisierte State-of-Health-Tests sollen den Elektro-Gebrauchtwagenmarkt transparenter machen. Eine Arbeitsgruppe auf Bundesebene soll die Entwicklung und Vereinheitlichung der Batterietests weiter voranbringen.
Volkswagen zwischen Elektrooffensive und Krisenmodus
News38 beschreibt Volkswagen als Konzern zwischen Aufholjagd und Krisenmodus. Der Wolfsburger Autobauer will den Wechsel vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität vorantreiben, steht aber zugleich unter Druck durch sinkende Absätze, hohe Werkskosten und Konkurrenz aus China.
Die Kernmarke Volkswagen lieferte 2025 rund 382.000 vollelektrische Fahrzeuge aus, ein Rückgang von 0,2 Prozent. Auf Konzernebene einschließlich Audi, Škoda, Seat und Porsche waren es weltweit rund 983.000 Elektroautos. In Europa legte die Marke zu, in Deutschland stieg der E-Auto-Absatz sogar um über 60 Prozent; in den USA und China ging das Geschäft mit Stromern zeitweise spürbar zurück.
Im ersten Halbjahr 2026 setzte der Konzern 438.500 Elektroautos ab. Das waren 5,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. News38 wertet diese Entwicklung als Belastung, weil Volkswagen gerade in wichtigen Elektromärkten Boden verliert.
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Volkswagen-Kernmarke, Auslieferungen 2025 | rund 382.000 vollelektrische Fahrzeuge |
| Veränderung gegenüber 2024 | minus 0,2 Prozent |
| Volkswagen-Konzern, Auslieferungen 2025 | rund 983.000 Elektroautos weltweit |
| Volkswagen-Konzern, erstes Halbjahr 2026 | 438.500 Elektroautos |
| Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum | minus 5,8 Prozent |
Mit dem ID. Polo und weiteren Modellen will Volkswagen den Zugang zur Elektromobilität verbessern. Der Konzern plant 2026 mehr als 20 neue Modelle, etwa die Hälfte davon vollelektrisch. Gleichzeitig sollen neue Plattformen und eine breitere Software-Architektur die Skalierung unterstützen.
Parallel läuft ein harter Sparkurs. Weltweit könnten laut News38 bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Stellen wegfallen. Genannt werden unter anderem die Standorte Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Die Fabrikkosten in Wolfsburg, Emden und Zwickau sanken 2025 im Schnitt um fast 30 Prozent.
In China gab es zuletzt einzelne Lichtblicke. Die Joint Ventures mit FAW und SAIC kamen in den ersten beiden Monaten 2026 zusammen auf einen Marktanteil von 13,9 Prozent. Volkswagen lag damit knapp vor Geely, während BYD auf Rang vier zurückfiel. Der Konzern will in China mit über zehn neuen elektrifizierten Modellen gegenhalten.
Der chinesische Markt bleibt für Volkswagen dennoch entscheidend. Wenn die Absätze dauerhaft unter die Marke von 2,5 Millionen Fahrzeugen fallen, fehlen laut News38 wichtige Margen für Investitionen in Europa. Der Konzern muss daher gleichzeitig attraktive Elektroautos entwickeln und Kosten senken.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Volkswagen verkaufte im ersten Halbjahr 2026 438.500 Elektroautos und damit 5,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Modelloffensive trifft auf Sparmaßnahmen, mögliche Stellenstreichungen und anhaltenden Wettbewerbsdruck in China.
BorgWarner richtet sein Geschäft stärker auf Elektromobilität aus
ad-hoc-news.de berichtet über die BorgWarner-Aktie und die strategische Ausrichtung des US-amerikanischen Antriebsspezialisten. BorgWarner Inc. wird an der New York Stock Exchange gehandelt und setzt verstärkt auf Elektromobilität, während klassische Komponenten für Verbrennungsmotoren weiterhin Teil des Portfolios bleiben.
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte BorgWarner laut Geschäftsbericht einen Umsatz von rund 16,7 Milliarden US-Dollar. 2022 waren es etwa 15,8 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von rund 5,7 Prozent entspricht. Der bereinigte Nettogewinn lag 2023 im Bereich von rund 1,1 bis 1,2 Milliarden US-Dollar, nach etwa 1,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022.
Zum Geschäft mit elektrifizierten Produkten gehören unter anderem Hochvoltinverter, E-Achsen und Onboard-Ladesysteme. In diesem Segment erzielte BorgWarner 2023 einen deutlich zweistelligen prozentualen Umsatzanstieg gegenüber 2022. Der Anteil des E-Mobility-Geschäfts am Gesamtumsatz liegt laut Bericht im mittleren zweistelligen Prozentbereich.
Der kumulierte E-Mobility-Auftragsbestand liegt im Milliardenbereich und erstreckt sich über mehrere Jahre. Die Aufträge beruhen auf langfristigen Lieferverträgen mit globalen Automobilherstellern. Für die weitere Entwicklung kommt es laut ad-hoc-news.de darauf an, ob BorgWarner im E-Mobility-Geschäft nachhaltig ausreichende Margen erzielt.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Umsatz 2023 | rund 16,7 Milliarden US-Dollar |
| Umsatz 2022 | etwa 15,8 Milliarden US-Dollar |
| Umsatzanstieg | rund 5,7 Prozent |
| Bereinigter Nettogewinn 2023 | rund 1,1 bis 1,2 Milliarden US-Dollar |
| Bereinigter Nettogewinn 2022 | etwa 1,0 Milliarden US-Dollar |
| Marktkapitalisierung | rund 8 bis 10 Milliarden US-Dollar |
Die Aktie wird in US-Dollar unter dem Ticker BWA gehandelt. Die Marktkapitalisierung lag zuletzt im Bereich von rund 8 bis 10 Milliarden US-Dollar. Im Verlauf der zurückliegenden zwölf Monate bewegte sich der Kurs zwischen einem 52-Wochen-Tief im unteren bis mittleren 30-US-Dollar-Bereich und einem 52-Wochen-Hoch im Bereich um etwa 50 US-Dollar.
BorgWarner zahlt eine regelmäßige Dividende. Im Geschäftsjahr 2023 lag die jährliche Dividendensumme im Bereich von einigen Dutzend Cent je Aktie. Der Konzern setzt jedoch weiterhin vor allem auf Investitionen in Wachstum, Forschung, Entwicklung und Akquisitionen.
Zu den repräsentativen Produkten gehören integrierte E-Achsen-Systeme. Sie verbinden Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik in einem kompakten Modul. BorgWarner gibt an, mit mehreren großen Automobilherstellern Lieferverträge für E-Achsen und Hochvoltinverter im Milliardenumfang abgeschlossen zu haben.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: BorgWarner steigerte den Umsatz 2023 auf rund 16,7 Milliarden US-Dollar und baut das E-Mobility-Geschäft aus. Milliardenaufträge für E-Achsen und Hochvoltinverter sollen die mittelfristige Entwicklung absichern.
Großbritannien plant kilometerabhängige Abgabe für Elektroautos
Auto Motor und Sport berichtet über eine geplante kilometerabhängige Abgabe für Elektroautos in Großbritannien. Ab dem 1.4.2028 soll zusätzlich zur regulären Kfz-Steuer die Electric Vehicle Excise Duty eingeführt werden.
Hintergrund sind sinkende Einnahmen aus der Kraftstoffsteuer, weil die Zahl elektrisch angetriebener Fahrzeuge wächst. Die neue Abgabe soll an die tatsächlich gefahrene Strecke anknüpfen und ohne dauerhafte Überwachung der Fahrzeuge auskommen.
Für batterieelektrische Pkw und Brennstoffzellenfahrzeuge sind zum Start drei Pence je Meile vorgesehen. Das entspricht umgerechnet etwa 2,2 Eurocent pro Kilometer. Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender sollen mit 1,5 Pence je Meile belastet werden, was rund 1,1 Eurocent pro Kilometer entspricht.
| Fahrzeugart | Abgabe je Meile | Umgerechnet pro Kilometer |
|---|---|---|
| Batterieelektrische Pkw und Brennstoffzellenfahrzeuge | 3 Pence | etwa 2,2 Eurocent |
| Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender | 1,5 Pence | rund 1,1 Eurocent |
Die britische Regierung rechnet mit einer durchschnittlichen Fahrleistung von 8.000 Meilen beziehungsweise rund 12.900 Kilometern pro Jahr. Für ein Elektroauto würde sich daraus eine jährliche Zusatzabgabe von etwa 240 Pfund, also ca. 277 Euro, ergeben.
Ab dem Steuerjahr 2029/2030 sollen die Sätze entsprechend der Inflation angepasst werden. Die Abgabe wird in das bestehende System der Vehicle Excise Duty integriert. Fahrzeughalter geben bei der jährlichen Verlängerung den aktuellen Kilometerstand an und schätzen die Fahrleistung für den kommenden Steuerzeitraum.
Nach Ablauf des Steuerjahres soll ein Abgleich mit dem tatsächlich gefahrenen Kilometerstand erfolgen. Bei einer höheren Fahrleistung wird nachgezahlt, bei einer geringeren Fahrleistung wird die Differenz erstattet oder mit der nächsten Steuer verrechnet. Die Kontrolle soll überwiegend über bestehende Verfahren wie die britische Hauptuntersuchung MOT erfolgen.
Die neue Abgabe ersetzt die bestehende Kfz-Steuer nicht. Reine Elektroautos sind in Großbritannien seit dem 1.4.2025 nicht mehr von der Vehicle Excise Duty befreit. Für neu zugelassene Elektroautos gilt im ersten Zulassungsjahr derzeit ein ermäßigter Satz von zehn Pfund, ab dem zweiten Jahr der reguläre Standardsatz.
Elektroautos mit einem Listenpreis von mehr als 40.000 Pfund unterliegen zusätzlich dem Expensive Car Supplement. Dieser Aufschlag beträgt derzeit 425 Pfund pro Jahr und wird vom zweiten bis zum sechsten Jahr nach der Erstzulassung erhoben.
Zum Start soll die kilometerabhängige Abgabe ausschließlich Pkw betreffen. Elektrische Transporter, Lastwagen, Busse und Reisebusse sowie Motorräder bleiben zunächst außen vor. Vollhybride ohne externe Lademöglichkeit werden weiterhin ausschließlich über die Kraftstoffsteuer belastet.
Für in Deutschland zugelassene Elektroautos ergeben sich bei einem vorübergehenden Aufenthalt im Vereinigten Königreich nach den derzeitigen Plänen keine zusätzlichen Kosten. Eine kilometerabhängige Steuer auf Elektroautos gibt es in Deutschland laut Auto Motor und Sport derzeit nicht.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Großbritannien plant ab dem 1.4.2028 eine zusätzliche Abgabe von drei Pence je Meile für batterieelektrische Pkw und Brennstoffzellenfahrzeuge. Bei 8.000 Meilen pro Jahr wären das etwa 240 Pfund.
Deutschland erreicht 87 Prozent der für 2030 geforderten Ladeabdeckung
STERN.de berichtet unter Berufung auf die Umweltorganisation Transport & Environment über den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa. Seit dem vergangenen Jahr müssen an den wichtigsten Autobahnen mindestens alle 60 Kilometer Ladesäulen vorhanden sein; ab dem kommenden Jahr gelten zusätzlich Ziele für weitere Straßen.
Deutschland hat laut T&E seine Ziele für das kommende Jahr bereits erreicht. Die für 2030 geforderte Abdeckung ist zu 87 Prozent abgeschlossen. Frankreich kommt auf ähnliche Zahlen.
Die größten Lücken bestehen in Spanien sowie in großen osteuropäischen Staaten wie Polen und Rumänien. Polen hat die Abdeckung an seinen wichtigsten Autobahnen innerhalb von weniger als zwei Jahren verdreifacht. Einige Ladesäulen liegen dort wegen der Lage bestehender Rastplätze und Tankstellen knapp mehr als 60 Kilometer auseinander.
„Die Ausbauziele für die Ladeinfrastruktur greifen wie vorgesehen und haben ein enormes Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge ermöglicht“, erklärte Lucien Mathieu von T&E laut STERN.de.
Trotz des Fortschritts sieht die Umweltorganisation weiteren Handlungsbedarf bei der Bedienung und der Preistransparenz an den Ladesäulen. Diese Punkte seien besonders für Menschen wichtig, die in Mehrfamilienhäusern leben und auf öffentliche Ladestationen angewiesen sind.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Deutschland hat die Ziele für das kommende Jahr bereits erreicht und die für 2030 geforderte Ladeabdeckung zu 87 Prozent abgeschlossen. Nachholbedarf besteht laut T&E bei Bedienung und Preistransparenz.
Quellen:
- Elektromobilität und Strommarkt: Autobatterie laden und Geld dafür bekommen? So geht's
- Elektromobilität-Ranking: Fördermillionen fließen bislang vor allem an ausländische Marken
- VW ID. Polo: Volkswagens Preispolitik kommt nicht überall gut an
- Tag der Elektromobilität: Fokus auf Elektrogebrauchtwagen und Batterietests | saarnews
- VW und die E-Auto-Wende: Zwischen Aufholjagd und Krisenmodus
- Die BorgWarner-Aktie zeigt nach soliden Quartalszahlen stabile Entwicklung
- Weil Sprit-Steuern fehlen: E-Autos zahlen pro Kilometer
- Umweltorganisation T&E: Aufbau von Ladesäulen in Europa geht voran
- Elektroautos und Wärmepumpen: Der Wandel ist nicht mehr zu stoppen
- Die Zwischenbilanz der E-Auto-Prämie
- Tesla: E-Autobauer macht in Brandenburg mehr Gewinn, aber weniger Umsatz
- Ladeinfrastruktur: Was Europa von China lernen kann
- ESWE Versorgung baut Ladeinfrastruktur in Wiesbaden aus
- E-Fuel: Wie eine Schweizerin Autos und Flugzeuge dekarbonisieren will













