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Pressespiegel: Gebühren, Förderung und Ladeinfrastruktur prägen die E-Mobilität
Großbritannien plant kilometerabhängige Abgabe für Elektroautos
Großbritannien will die Electric Vehicle Excise Duty (eVED) wie geplant im April 2028 einführen. Die kilometerabhängige Straßenabgabe soll Fahrer von Elektroautos und Plug-in-Hybriden an den sinkenden Einnahmen aus der Kraftstoffsteuer beteiligen.
Für reine Elektroautos sind drei Pence pro Meile vorgesehen, was rund 2,2 Cent pro Kilometer entspricht. Bei einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von 12.900 Kilometern ergäbe sich laut T-Online eine Abgabe von umgerechnet rund 285 Euro.
Für Plug-in-Hybride gilt ein Satz von 1,5 Pence je Meile. Die britische Regierung begründet den halben Satz damit, dass Nutzer dieser Fahrzeuge in der Regel zusätzlich Kraftstoffsteuer auf Benzin beziehungsweise Diesel entrichten.
Die Jahresfahrleistung soll zunächst geschätzt werden. Halter melden bei der jährlichen Verlängerung der Fahrzeugsteuer ihren aktuellen Kilometerstand und prognostizieren die Fahrleistung für das kommende Jahr. Nach Ablauf des Jahres wird der tatsächliche Kilometerstand abgeglichen; Nachzahlungen oder Gutschriften sollen Abweichungen ausgleichen.
In den ersten drei Jahren sollen rund 80 Prozent der Einnahmen aus der eVED wieder in die Förderung der Elektromobilität fließen. Insgesamt will die britische Regierung dafür in den kommenden zehn Jahren mehr als 7,5 Milliarden Pfund investieren.
Nach Regierungsprognosen dürfte die neue Abgabe den Absatz von Elektroautos lediglich um rund zwei Prozent dämpfen. Die jährlichen Neuzulassungen von E-Autos dürften sich bis Anfang der 2030er-Jahre dennoch mehr als verdreifachen, von rund einer halben Million auf etwa 1,6 Millionen.
Auch in Deutschland könnte die Debatte über eine Besteuerung von Elektroautos an Bedeutung gewinnen, da mit dem wachsenden Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge die Einnahmen aus der Energiesteuer auf Benzin und Diesel sinken. Konkrete Pläne der Bundesregierung für eine kilometerabhängige Pkw-Abgabe liegen laut T-Online bislang nicht vor.
„Eine Blaupause für Deutschland?“ – T-Online stellt das britische Modell als möglichen Bezugspunkt für eine künftige Reform der Straßenverkehrsbesteuerung dar.
Zusammenfassung: Großbritannien plant ab April 2028 eine nutzungsabhängige Abgabe von drei Pence pro Meile für reine Elektroautos und 1,5 Pence je Meile für Plug-in-Hybride. Rund 80 Prozent der Einnahmen sollen in den ersten drei Jahren in die E-Mobilität zurückfließen.
E-Auto-Förderung erreicht häufig einkommensschwächere Haushalte
Fast jede zweite Bewilligung der neuen staatlichen E-Auto-Förderung geht an einkommensschwächere Haushalte. Bis zum 10. Juli entfielen 48 Prozent der bewilligten Anträge auf Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 45.000 Euro.
Insgesamt waren bis zu diesem Stichtag 17.226 Anträge bewilligt worden. Die Angaben stammen aus einer bislang unveröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des Linken-Abgeordneten Jorrit Bosch, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wie STERN.de berichtet.
Das Programm fördert den Kauf und das Leasing von Elektroautos sowie bestimmter Plug-in-Hybride. Voraussetzung ist eine Neuzulassung seit dem 1. Januar 2026. Die Höhe des Zuschusses hängt vom Fahrzeug, vom Einkommen und von der Familiengröße ab und kann bis zu 6.000 Euro ausmachen.
Die Basisförderung liegt bei 3.000 Euro für reine Elektroautos. Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro erhalten 4.000 Euro, bei einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro sind es 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro.
| Voraussetzung | Förderung |
|---|---|
| Basisförderung für reine Elektroautos | 3.000 Euro |
| Haushaltseinkommen maximal 60.000 Euro | 4.000 Euro |
| Haushaltseinkommen maximal 45.000 Euro | 5.000 Euro |
| Zusatz pro Kind | 500 Euro |
| Zusatz für Kinder insgesamt höchstens | 1.000 Euro |
| Maximale Förderung | 6.000 Euro |
Wer die Förderung erhalten will, muss das Fahrzeug ab dem Kauf mindestens drei Jahre behalten. Die Fördergrenze liegt bei einem Haushaltseinkommen von 80.000 Euro; wer mehr verdient, erhält laut STERN.de keine Förderung.
Jorrit Bosch erklärte, die ersten Zahlen zeigten, dass die soziale Staffelung zumindest teilweise greife. Gleichzeitig könnten sich viele Menschen mit geringem Einkommen auch mit staatlicher Förderung keinen Neuwagen leisten.
„Spätestens 2027 müsse daher die Förderung auch auf bezahlbare Gebrauchtwagen ausgeweitet werden“, sagte Bosch laut STERN.de.
Zusammenfassung: Bis zum 10. Juli wurden 17.226 Anträge bewilligt, 48 Prozent davon entfielen auf Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 45.000 Euro. Die Förderung kann bis zu 6.000 Euro betragen und setzt eine Mindesthaltedauer von drei Jahren voraus.
Gebrauchte Elektroautos verlieren laut CHIP schneller an Wert
Eine neue Analyse hat laut CHIP den Wertverlust von Elektroautos untersucht. Das Ergebnis der im Beitrag angekündigten Analyse: Elektroautos verlieren deutlich schneller an Wert als Verbrenner.
CHIP stellt dabei die Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt in den Mittelpunkt. Der stärkere Wertverlust kann gebrauchte E-Autos zu Schnäppchen machen und verändert zugleich die wirtschaftliche Situation für Besitzerinnen und Besitzer von Elektrofahrzeugen.
Weitere konkrete Zahlen, Preise oder einzelne Fahrzeugmodelle nennt der vorliegende CHIP-Beitrag nicht. Die ausführliche Einordnung der Analyse erfolgt in einem Video.
Zusammenfassung: CHIP berichtet von einem deutlich schnelleren Wertverlust gebrauchter Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern. Konkrete Preisangaben oder prozentuale Werte enthält der vorliegende Beitrag nicht.
Deutschland: 368.000 neue Elektroautos im ersten Halbjahr 2026
In Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2026 368.000 neue Elektroautos zugelassen. Der Marktanteil lag bei knapp 25 Prozent.
Das berichtet Taxi Heute unter Berufung auf den Electromobility-Report 2026 des Center of Automotive Management (CAM) unter Leitung von Professor Stefan Bratzel. Genannt werden außerdem starke Zuwächse bei Tesla, Mercedes und chinesischen Herstellern.
Für Taxiunternehmen geht es dabei nicht nur um Zulassungszahlen, sondern um die Frage, welches Fahrzeug in drei Jahren am Taxistand stehen wird. Der CAM-Report zeigt laut Taxi Heute, dass die Elektromobilität in Deutschland an Breite gewinnt.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zeitraum | erstes Halbjahr 2026 |
| Neue Elektroautos | 368.000 |
| Marktanteil | knapp 25 Prozent |
Zusammenfassung: Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 368.000 neue Elektroautos zugelassen. Der Marktanteil lag bei knapp 25 Prozent, während Tesla, Mercedes und chinesische Hersteller starke Zuwächse verzeichneten.
JLR ermöglicht Zugriff auf 1,1 Millionen Ladepunkte
Kundinnen und Kunden von Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeugen der Marken Range Rover, Defender, Discovery und Jaguar erhalten über eine Kooperation mit Digital Charging Solutions Zugang zu einem europaweiten öffentlichen Ladenetz. Nach Angaben von JLR lassen sich mehr als 1,1 Millionen Ladepunkte über die InControl Remote App beziehungsweise künftige JLR Apps finden, filtern und abrechnen.
Die Plattform verbindet Hunderte Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in Großbritannien und Europa. Ladepunkte stehen dadurch in insgesamt 29 europäischen Ländern zur Verfügung.
Die Suche kann nach Verfügbarkeit und Ladegeschwindigkeit erfolgen. Anschließend können Fahrerinnen und Fahrer direkt zur gewünschten Station navigieren; die Abrechnung der Ladevorgänge erfolgt monatlich über die jeweilige App.
Beim Kauf eines neuen oder gebrauchten zugelassenen Plug-in-Hybrid- oder Elektrofahrzeugs erhalten Kundinnen und Kunden eine gebrandete Ladekarte ohne zusätzliche Kosten. Bestandskundinnen und -kunden können die Karte über ihren Händler oder über die App bestellen.
JLR verweist darauf, dass das Ladenetz sowohl Städte als auch ländliche Regionen abdeckt. Als Beispiele nennt das Unternehmen mehr als 16.000 Ladepunkte im Raum Stuttgart sowie über 200 Ladepunkte auf der griechischen Insel Rhodos. Auch Osttirol in Österreich und Tromsøya in Norwegen seien eingebunden.
Die Kooperation soll künftig auch weitere Elektromodelle einbeziehen. Den Anfang macht der Range Rover Electric, dessen Markteinführung für das Jahr 2026 vorgesehen ist.
„Qualität, Auswahl und Komfort sind entscheidend für das Luxuserlebnis, das wir für unsere Elektrofahrzeug-Kundinnen und -Kunden schaffen“, sagte Mark Camilleri, Director of Charging and Connected Services bei JLR, laut VISION mobility.
Zusammenfassung: JLR bietet über Digital Charging Solutions Zugang zu mehr als 1,1 Millionen Ladepunkten in 29 europäischen Ländern. Suche, Navigation und monatliche Abrechnung sollen über die Fahrzeug-App gebündelt werden; der Range Rover Electric soll ab dem Jahr 2026 profitieren.
Quellen:
- Vorbild für Deutschland? Europäisches Land führt neue Gebühr für E-Autos ein
- Bezahlbare E-Mobilität: Warum die hohen Preise täuschen
- Zugang zur E-Mobilität: E-Auto-Förderung geht häufig an Haushalte mit wenig Geld
- Gebrauchte E-Autos als Schnäppchen: So stark fallen die Preise
- Mehr Strom, mehr Auswahl
- JLR: Zugang zu 1,1 Millionen Ladepunkten in Europa gestartet













