Inhaltsverzeichnis:
Frankfurt baut Ladeinfrastruktur aus – Stadtteile bleiben unterschiedlich versorgt
In Frankfurt sind laut Mobilitätsdezernat bei der Bundesnetzagentur Stand Juli 2026 gut 2200 öffentlich zugängliche Ladepunkte gelistet. Davon sind 266 DC-Schnellladepunkte, die sowohl auf privaten Flächen wie Parkhäusern und Supermärkten als auch im öffentlichen Straßenraum liegen.
Die Ladepunkte konzentrieren sich derzeit vor allem auf die Innenstadt und das Gebiet rund um die Messe. In Stadtteilen wie Seckbach oder Eschersheim ist die Versorgung dagegen deutlich schwächer. Die Stadt hat deshalb 200 Standorte identifiziert, an denen weitere öffentlich zugängliche Ladesäulen entstehen sollen.
Bis 2035 könnten laut Magistrat bis zu 2500 weitere Ladepunkte im öffentlichen Raum erforderlich sein. Eine Pilotphase habe zudem gezeigt, dass die vorhandenen Ladesäulen in Frankfurt bis zu 1,5 Mal stärker ausgelastet sind als in anderen Städten, was auch mit Pendlern begründet wird.
Die Stadt betreibt selbst keine Ladeinfrastruktur auf öffentlichen Flächen, sondern vergibt diese an Anbieter. Attraktive innenstadtnahe Standorte werden dabei mit Standorten in den Stadtteilen gebündelt, damit auch diese künftig besser versorgt werden.
Die Stadt geht auf Grundlage einer Bedarfsanalyse davon aus, dass Ladepunkte auf privaten Flächen künftig wichtiger werden. Prognostiziert wird, dass rund 15 Prozent der Ladeinfrastruktur auf öffentlichen und etwa 85 Prozent auf privaten Flächen entstehen werden, etwa an Orten, an denen Fahrzeuge während des Einkaufens geladen werden.
Oliver Reidegeld, Pressesprecher des ADAC Hessen/Thüringen, bezeichnete den weiteren Bedarf als unbestritten. Besonders im Innenstadtbereich mit hohem Parkdruck sei es mitunter schwierig, freie Ladestationen zu finden.
„Der Bedarf an weiteren Ladesäulen ist unbestritten“, sagt Oliver Reidegeld, Pressesprecher von ADAC Hessen/Thüringen.
Wie gut die öffentliche Ladeinfrastruktur für einzelne Nutzer ausreicht, hängt laut Reidegeld vom jeweiligen Fahrprofil ab. Wer das Auto vor allem für den Baumarkt oder den Wocheneinkauf nutzt, kann demnach auf Parkplätzen von Märkten laden. Wer zweimal im Monat 300 Kilometer fährt, kann unterwegs laden, während für tägliche Pendelfahrten nach Wiesbaden eine Ladestation in der Nähe des Zuhauses besonders hilfreich sein kann.
Auch die Kosten unterscheiden sich je nach Ladeort. Das Laden an AC-Ladesäulen kostet in Frankfurt im Vergleich zu anderen Städten 60 bis 64 Cent pro Kilowattstunde, während das Laden zu Hause mit circa 35 Cent pro Kilowattstunde deutlich günstiger ist. Die Kosten für Wallbox und Installation können sich laut dem Bericht insgesamt schnell auf 2000 Euro belaufen.
Nach Angaben des Ordnungsamts waren Ende Juli in Frankfurt 26.954 Elektroautos angemeldet. Das entspricht rund acht Prozent der insgesamt zugelassenen Autos.
Zusammenfassung: Frankfurt verfügt über gut 2200 öffentlich zugängliche Ladepunkte, doch die Verteilung ist ungleich. Bis 2035 könnten bis zu 2500 weitere Ladepunkte im öffentlichen Raum nötig werden; zugleich gelten private Ladeorte als zunehmend wichtig.
NRW erweitert Förderung für Ladepunkte an Mehrparteienhäusern
Nordrhein-Westfalen stellt über das Förderprogramm „progres.nrw Emissionsarme Mobilität“ zusätzlich 25 Millionen Euro für die Jahre 2026 und 2027 bereit. Das Geld soll neue Ladepunkte an Mehrparteienhäusern und in den Depots von Logistikunternehmen unterstützen.
Mit dem Ausbau sollen insbesondere Mieterinnen und Mieter sowie Logistikunternehmen leichter auf Elektromobilität umsteigen können. Die Förderung richtet sich damit auf Bereiche, in denen bislang keine ausreichenden Lademöglichkeiten vorhanden sind.
Das Windkraft-Journal berichtet, dass Nordrhein-Westfalen Elektromobilität bezahlbarer und zugänglicher machen will. Als Vorteile von Elektrofahrzeugen nennt die Quelle planbare Kosten, weniger Lärm und mehr Fahrkomfort.
Die zusätzlichen Mittel sind für die Jahre 2026 und 2027 vorgesehen. Gefördert werden neue Ladepunkte an Mehrparteienhäusern sowie Ladeinfrastruktur in Depots von Logistikunternehmen.
Infobox: Das Land Nordrhein-Westfalen stellt 25 Millionen Euro für 2026 und 2027 bereit. Im Mittelpunkt stehen Ladepunkte an Mehrparteienhäusern und in Logistikdepots.
INTAX entwickelt fünf weitere Taxi- und Mietwagenmodelle
Der Umrüster INTAX arbeitet an Taxi- und Mietwagen-Paketen für fünf weitere Fahrzeugmodelle von KGM, Toyota und XPeng. Nach Angaben der Quelle befinden sich der KGM Torres EVX, der KGM Torres Hybrid, der Toyota bZ4X Touring und der XPeng P7+ bereits in der Entwicklung; auch für die neue Generation des Toyota RAV4 ist ein Paket vorgesehen.
Mit dem KGM Torres nimmt INTAX erstmals Fahrzeuge des südkoreanischen Herstellers in sein Taxi-Portfolio auf. Geplant sind Lösungen sowohl für den vollelektrischen KGM Torres EVX als auch für den KGM Torres Hybrid.
Beim KGM Torres EVX wurde die Batteriekapazität zum aktuellen Modelljahr erhöht. Die kombinierte WLTP-Reichweite liegt nach Angaben von INTAX bei mehr als 500 Kilometern.
Der KGM Torres Hybrid kombiniert einen Benzin- mit einem Elektroantrieb. Beide Varianten befinden sich laut INTAX bereits in der Entwicklung.
Auch das Toyota-Angebot soll wachsen. Für den rein elektrischen Toyota bZ4X Touring entwickelt INTAX ein Taxi- und Mietwagen-Paket. Das Modell bietet im Vergleich zum bekannten bZ4X mehr Gepäckraum sowie zusätzlichen Platz für Passagiere und Gepäck.
Die Reichweite des Toyota bZ4X Touring beträgt laut INTAX nach WLTP bis zu 591 Kilometer. Damit gehört das Fahrzeug zu den drei vollelektrischen Modellen auf der aktuellen Entwicklungsliste des Umrüsters.
Für die neue Generation des Toyota RAV4 ist ebenfalls ein Taxi- und Mietwagen-Paket vorgesehen. Das Fahrzeug wird in Europa als Hybrid und Plug-in-Hybrid angeboten. Anders als bei den bereits laufenden Projekten soll die Anpassung beim RAV4 am ersten Kundenfahrzeug erfolgen; INTAX sucht dafür nach einem Betrieb, der ein entsprechendes Modell als Taxi oder Mietwagen einsetzen möchte.
Mit dem XPeng P7+ bereitet INTAX nach dem XPeng G6 ein weiteres Modell des chinesischen Herstellers für den Taxi- und Mietwageneinsatz vor. Das vollelektrische Fastback ist mehr als fünf Meter lang, verfügt über einen geräumigen Innenraum und bietet ein großes Gepäckabteil.
Zur technischen Ausstattung des XPeng P7+ gehört eine 800-Volt-Ladetechnik. Das Taxi- und Mietwagen-Paket befindet sich nach Angaben von INTAX bereits in Entwicklung.
Neben den fünf genannten Fahrzeugen prüft INTAX weitere Modelle und Antriebsvarianten auf ihre Eignung für den Taxi- und Mietwagenbetrieb. Welche Fahrzeuge zusätzlich aufgenommen werden, teilte das Unternehmen nicht mit. Weitere Informationen zu Verfügbarkeit und Bestellung sollen nach Abschluss der Entwicklungsarbeiten veröffentlicht werden.
| Modell | Antrieb oder Technik | Angabe aus der Quelle |
|---|---|---|
| KGM Torres EVX | vollelektrisch | mehr als 500 Kilometer kombinierte WLTP-Reichweite |
| KGM Torres Hybrid | Vollhybrid | Benzin- und Elektroantrieb |
| Toyota bZ4X Touring | rein elektrisch | bis zu 591 Kilometer WLTP-Reichweite |
| Toyota RAV4 | Hybrid und Plug-in-Hybrid | Taxi- und Mietwagen-Paket vorgesehen |
| XPeng P7+ | vollelektrisch | 800-Volt-Ladetechnik |
Zusammenfassung: INTAX entwickelt fünf neue Taxi- und Mietwagen-Pakete. Die geplanten Fahrzeuge decken vollelektrische Modelle, Hybridantriebe und 800-Volt-Technik ab.
Frankreich fördert gebrauchte Elektroautos ab September
Frankreich weitet die Förderung von Elektroautos auf den Gebrauchtwagenmarkt aus. Ab dem 1. September können Käufer und Langzeitmieter gebrauchter Elektroautos eine finanzielle Unterstützung erhalten.
Grundlage ist das französische System der Energieeinsparzertifikate CEE. Die entsprechende Verordnung wurde im französischen Amtsblatt veröffentlicht.
Für die meisten privaten Käufer dürfte die Förderung zunächst bei rund 337 Euro liegen. Die genaue Höhe hängt vom jeweiligen Wert der Energieeinsparzertifikate ab und ist daher nicht dauerhaft festgeschrieben. Eine Einkommensgrenze ist für die allgemeine Förderung nicht vorgesehen.
Gefördert werden ausschließlich rein elektrische Fahrzeuge. Hybridautos sind von der Regelung ausgeschlossen. Die Fahrzeuge müssen erstmals zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2023 in Frankreich zugelassen worden sein.
Der Kauf oder die Langzeitmiete muss über einen professionellen Automobilhändler erfolgen. Zusätzlich muss die Antriebsbatterie noch mindestens 80 Prozent ihres ursprünglichen Gesundheitszustands aufweisen.
Kann der Batteriezustand nicht ermittelt werden, müssen alternativ mindestens 80 Prozent der ursprünglichen Reichweite oder noch mindestens 200 Kilometer Reichweite nachgewiesen werden. Der Händler muss dem Käufer einen entsprechenden Nachweis zur Verfügung stellen.
Beim Kauf muss das Elektroauto anschließend mindestens drei Jahre gehalten werden. Leasing- und Langzeitmietverträge müssen eine Laufzeit von mindestens 36 Monaten haben.
Für bestimmte Beschäftigte und Unternehmen aus den Bereichen häusliche Pflege und personenbezogene Dienstleistungen kann die Unterstützung höher ausfallen. Durch eine zeitweise stärkere Bewertung der Energieeinsparzertifikate sind Förderbeträge von rund 2000 Euro und mehr möglich.
Für diese Sonderregelung gelten zusätzliche Vorgaben. Das Fahrzeug darf maximal 25.000 Euro kosten und muss weniger als 1800 Kilogramm wiegen.
Die neue Förderung soll für förderfähige Käufe und Leasingverträge gelten, die ab September 2026 abgeschlossen werden. Die allgemeine Regelung ist zunächst bis 2030 vorgesehen. Als Quellen werden Le Figaro und Franceinfo genannt; darüber berichtet Elektroauto-News.
- Förderfähig sind ausschließlich rein elektrische Fahrzeuge.
- Die Erstzulassung muss zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2023 erfolgt sein.
- Der Batteriezustand muss mindestens 80 Prozent betragen oder es müssen mindestens 80 Prozent der ursprünglichen Reichweite beziehungsweise mindestens 200 Kilometer Reichweite nachgewiesen werden.
- Die Haltedauer beim Kauf beträgt mindestens drei Jahre.
- Leasing- und Langzeitmietverträge müssen mindestens 36 Monate laufen.
Infobox: Die allgemeine Förderung liegt zunächst voraussichtlich bei rund 337 Euro. Für bestimmte Beschäftigte und Unternehmen sind rund 2000 Euro und mehr möglich, sofern zusätzliche Vorgaben eingehalten werden.
Porsche Taycan: Bericht über mögliches Produktionsende bis 2030
Der Porsche Taycan könnte einem Bericht der WirtschaftsWoche zufolge bis zum Jahr 2030 eingestellt werden. Eine offizielle Bestätigung für dieses feste Enddatum gibt es von Porsche bislang nicht.
Ein Sprecher des Sportwagenbauers kommentierte den Bericht gegenüber Reuters nicht direkt, verwies jedoch auf Aussagen des seit Januar amtierenden Firmenchefs Michael Leiters. Dieser erklärte in einem Interview mit der FAZ, dass Porsche nicht plane, den Taycan kurzfristig einzustellen.
„Wir planen nicht, den Taycan in kurzfristiger Perspektive einzustellen. Wir haben viel in dieses Modell investiert und möchten abwarten, wie sich die Nachfrage entwickelt.“
Auch eine Verlagerung der Fertigung vom Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen nach Leipzig soll dem Bericht zufolge vom Tisch sein. Der Taycan soll bis zu seinem regulären Lebensende in Zuffenhausen produziert werden.
Die Diskussion über die Zukunft der Baureihe steht im Zusammenhang mit der Nachfrageentwicklung. Der mindestens 102.600 Euro teure Taycan erreichte 2021 mit 41.296 weltweit ausgelieferten Fahrzeugen einen Höchststand.
2025 wurden laut dem Bericht noch 16.339 Fahrzeuge ausgeliefert, im ersten Halbjahr 2026 waren es 6.219 verkaufte Einheiten. Porsche führt den Rückgang auf die schleppende Verbreitung der Elektromobilität zurück.
| Zeitraum | Auslieferungen oder Verkäufe |
|---|---|
| 2021 | 41.296 weltweit ausgelieferte Fahrzeuge |
| 2025 | 16.339 Auslieferungen |
| Erstes Halbjahr 2026 | 6.219 verkaufte Einheiten |
Ein mögliches Ende der Taycan-Reihe würde laut CHIP keinen vollständigen Rückzug Porsches aus der Elektromobilität bedeuten. Neben neuen Stromern wie dem elektrischen Macan, dem Cayenne und der kommenden 718-Reihe setzt die Marke wieder stärker auf einen Mix aus reinen Verbrennungsmotoren, Plug-in-Hybriden und vollelektrischen Fahrzeugen.
Die Strategie soll auf die schwankende globale Nachfrage reagieren. Unter Michael Leiters soll außerdem der Bau klassischer Sportwagen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.
Der 2019 eingeführte Taycan setzte mit seiner 800-Volt-Architektur, Ladeleistungen von bis zu 320 kW und WLTP-Reichweiten von bis zu 668 Kilometern technische Maßstäbe. In Branchenkreisen wird laut CHIP spekuliert, dass Porsche den Taycan nicht ersatzlos streichen könnte.
Als mögliche Perspektive gilt eine Verschmelzung mit der Oberklasse-Limousine Panamera zu einer gemeinsamen Modellreihe. Diese könnte unterschiedliche Antriebsarten unter einem Dach vereinen.
Zusammenfassung: Die WirtschaftsWoche berichtet über ein mögliches Ende der Taycan-Produktion bis 2030, Porsche hat dies bislang nicht offiziell bestätigt. Die Marke hält zugleich an Elektrofahrzeugen fest und verfolgt einen Mix aus Verbrennungsmotoren, Plug-in-Hybriden und vollelektrischen Antrieben.
Quellen:
- Ladeinfrastruktur in Frankfurt wächst – doch manche Stadtteile sind abgehängt
- Ladesäulen für Elektroautos: Fördergelder nun auch für Mieter in NRW
- Fünf neue Taxi-Modelle: INTAX bereitet nächste Umrüstungen vor
- Frankreich fördert nun auch gebrauchte E-Autos
- 15 August 2026 Archives
- Laut Bericht: Luxus-E-Auto von Porsche droht bis 2030 das Aus














