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Hohe Spritpreise treiben Interesse an Elektroautos an
Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise erhöhen das Interesse an Elektroautos. Wie WAZ-ONLINE.de berichtet, kostete Super E10 in Wolfsburg am Freitagmittag etwa 2,10 Euro pro Liter. Als wesentliche Ursachen werden hohe Rohölpreise, der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus genannt.
Der Preis pro Barrel liegt dem Bericht zufolge derzeit bei etwa 88 Dollar. In den vergangenen Monaten lag er zum Teil sogar über der 100-Doller-Grenze, während es Anfang des Jahres nur 60 bis 70 Dollar gewesen waren. Branchenkenner wie Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sehen in der geopolitischen Lage einen Faktor, der die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland zusätzlich befeuert.
Beim Verbrauch zeigt sich ein deutlicher Kostenvorteil des Elektroantriebs. Für einen Verbrenner-Polo werden bei einem angenommenen Verbrauch von sechs Litern und einem Preis von 2,10 Euro pro Liter Super E10 Benzinkosten von 12,60 Euro je 100 Kilometer errechnet. Der ID.Polo kommt bei einem Energiebedarf von ungefähr 14 Kilowattstunden und einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde auf 4,90 Euro.
Auch beim Laden an öffentlichen Stationen bleibt der ID.Polo im Rechenbeispiel günstiger, wobei die Unterschiede bei den Tarifen erheblich sind. Ad-hoc-Laden an der Autobahn für 84 Cent pro Kilowattstunde verursacht demnach 11,76 Euro je 100 Kilometer, während Laden in der Stadt für 49 Cent pro Kilowattstunde mit 6,86 Euro zu Buche schlägt.
Für die Gesamtkosten sind die Spritpreise laut WAZ-ONLINE.de allerdings nicht ausschlaggebend. Sie machen selten mehr als 25 bis 35 Prozent der Gesamtkosten aus; der größte Einzelposten bleibt der Wertverlust, gefolgt von Fixkosten wie Versicherung und Wartung.
Der Verbrenner-Polo ist laut VW-Konfigurator ab 20.380 Euro erhältlich, der ID.Polo startet bei 24.995 Euro. Elektroautos sind von der Kfz-Steuer befreit und gelten als wartungsärmer. Bei einer Fahrleistung von 10.000 Kilometern im Jahr und Spritkosten von 2,10 Euro pro Liter soll sich der ID.Polo im Vergleich zum Verbrenner-Polo nach gut vier Jahren amortisieren.
Eine eigene Solaranlage über dem Carport könnte den Vorteil laut Bericht weiter vergrößern. In der Rechnung ist außerdem die E-Auto-Prämie des Bundes noch nicht berücksichtigt, bei der es je nach Einkommen bis zu 6000 Euro beim Kauf eines E-Autos gibt.
Volkswagen bestätigt ein wachsendes Interesse an vollelektrischen Fahrzeugen. Eine Sprecherin erklärt laut WAZ-ONLINE.de, Händler berichteten angesichts der gestiegenen Kraftstoffpreise von einem deutlich wachsenden Interesse an E-Modellen; zudem rechne Volkswagen mit Auswirkungen auf die Auslieferungszahlen.
Besonders stark fällt die Resonanz auf den neuen ID.Polo aus, der erst Ende April vorgestellt wurde und noch nicht bei den Händlern steht. Das Modell verzeichnet mehr als 25.000 Vorbestellungen. Zusammen mit dem Cupra Raval und dem Skoda Epiq seien bereits mehr als 70.000 Autos bestellt worden.
„Mit mehr als 25.000 Vorbestellungen übertrifft das Modell unsere Erwartungen und zeigt, dass attraktive Elektromobilität im Volumensegment bei den Kunden auf großes Interesse stößt“, so eine Volkswagen-Sprecherin laut WAZ-ONLINE.de.
Infobox: Super E10 kostet in Wolfsburg etwa 2,10 Euro pro Liter. Im Rechenbeispiel liegen die Energiekosten je 100 Kilometer beim Verbrenner-Polo bei 12,60 Euro und beim ID.Polo bei 4,90 Euro. Der ID.Polo startet bei 24.995 Euro und verzeichnet mehr als 25.000 Vorbestellungen.
Indonesien plant eigene Elektroauto-Serienproduktion ab 2028
Indonesien will ab 2028 mit der Serienproduktion eigener Elektroautos beginnen. Das teilte Präsident Prabowo Subianto mit, wie Elektroauto-News unter Berufung auf Reuters berichtet. Ziel ist es, die Verbreitung von Elektroautos in der größten Volkswirtschaft Südostasiens voranzutreiben.
Die Regierung hat sich bis 2030 das Ziel gesetzt, 13 Millionen Elektromotorräder und 2 Millionen Elektroautos auf Indonesiens Straßen zu bringen. Auch andere Länder Südostasiens verfolgen ambitionierte Ziele: Thailand will beispielsweise ab 2035 ausschließlich elektrische Neuwagen zulassen.
Für die geplante Produktion errichtet die indonesische Regierung einen Fabrikkomplex in der Region Subang in der Provinz West-Java. Auf zirka 60 Hektar soll zunächst eine Jahresproduktion von bis zu 50.000 Fahrzeugen entstehen. Später ist eine Erweiterung auf 539 Hektar und eine Kapazität von bis zu 300.000 Fahrzeugen pro Jahr vorgesehen.
Neben Elektroautos plant Indonesien ein nationales Programm für Elektromotorräder. Der Reuters-Bericht beschreibt ein integriertes Ökosystem, das Fertigung, Batterien, Lademöglichkeiten und Kundendienst umfasst. Staatliche Kreditinstitute sollen künftig günstige Fahrzeugkredite mit längeren Laufzeiten anbieten, um den Absatz von Elektrorollern anzukurbeln.
Zusätzlich wird über ein Inzahlungnahmeprogramm diskutiert, mit dem herkömmliche Motorräder durch Elektroroller ersetzt werden könnten. Als weitere mögliche Maßnahmen nennt der Bericht einen Zuschuss von umgerechnet knapp 240 Euro pro gekauftem Elektromotorrad sowie eine vollständige Mehrwertsteuerbefreiung für Elektroautos.
- Serienproduktion eigener Elektroautos ab 2028
- Ziel bis 2030: 13 Millionen Elektromotorräder
- Ziel bis 2030: 2 Millionen Elektroautos
- Startkapazität in West-Java: bis zu 50.000 Fahrzeuge pro Jahr
- Geplante spätere Kapazität: bis zu 300.000 Fahrzeuge pro Jahr
Infobox: Indonesien plant den Produktionsstart eigener Elektroautos für 2028. Der Fabrikkomplex in West-Java soll zunächst bis zu 50.000 Fahrzeuge pro Jahr fertigen und später auf bis zu 300.000 Fahrzeuge pro Jahr erweitert werden.
Samsung SDI übernimmt GM-Anteil an Batteriewerk in Indiana
Samsung SDI übernimmt den Anteil von General Motors an einem gemeinsamen Batteriewerk in Indiana vollständig. Nach Angaben von Elektroauto-News kauft der südkoreanische Batteriehersteller die 49,99-Prozent-Beteiligung von GM an der bisherigen Partnergesellschaft.
Das Werk soll künftig als hundertprozentige Tochter unter dem Namen SDI-GM Synergy Cells Holdings geführt werden. Samsung SDI begründet die Neuordnung mit einer schwächer als erwartet ausgefallenen Nachfrage nach Elektroautos und will dadurch flexibler auf den Marktbedarf reagieren können.
Die neue Gesellschaft soll sowohl Batterien für Elektroautos als auch stationäre Energiespeichersysteme berücksichtigen. Konkrete Investitionspläne für das vollständig Samsung SDI gehörende Unternehmen stehen laut Unternehmensangaben noch nicht fest. Weitere Details sollen im Rahmen regulatorischer Vorgaben nachgereicht werden.
Die Verbindung zwischen Samsung SDI und GM endet dennoch nicht. Beide Unternehmen haben parallel eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung prismatischer Batteriezellen der nächsten Generation für künftige Elektroauto-Anwendungen unterzeichnet. Die Zusammenarbeit verschiebt sich damit von der gemeinsamen Produktion hin zur Technologieentwicklung.
Das Joint Venture war vor zwei Jahren gegründet worden und sollte ursprünglich eine jährliche Produktionskapazität von 27 Gigawattstunden erreichen. Die Massenproduktion war für 2027 geplant. Reuters hatte bereits im März berichtet, dass sich der Bau wegen der schwachen Nachfrage nach Elektroautos verzögert habe.
Die Neuausrichtung steht laut Elektroauto-News im Zusammenhang mit einer breiteren Entwicklung auf dem US-Markt. GM und andere Autohersteller haben ihre Elektroauto-Produktion gedrosselt, nachdem im vergangenen September der Wegfall einer Steuererleichterung in Höhe von umgerechnet rund 6525 Euro für Elektroautos in Kraft getreten war.
Auch andere Batterieprojekte werden angepasst. GM und LG Energy Solution kündigten im März an, ein weiteres Batteriewerk in Tennessee künftig für die Produktion von Energiespeicherzellen statt für Elektroauto-Batterien zu nutzen.
Infobox: Samsung SDI übernimmt die 49,99-Prozent-Beteiligung von GM und führt das Werk künftig vollständig. Das ursprünglich auf 27 Gigawattstunden Jahreskapazität ausgelegte Werk sollte 2027 in die Massenproduktion starten; die Kooperation beider Unternehmen wird zugleich auf die Entwicklung prismatischer Batteriezellen ausgerichtet.
Mercedes-Elektroauto brennt beim Laden in Speyer aus
In Speyer ist ein Elektroauto während des Ladevorgangs an einer Ladesäule in Vollbrand geraten. Wie Die Rheinpfalz berichtet, brach das Feuer am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr auf dem Bauhaus-Parkplatz in der Iggelheimer Straße aus.
Die Feuerwehr Speyer löschte das Fahrzeug unter Atemschutz und kühlte die Hochvoltbatterie über einen längeren Zeitraum. Weil die Temperatur der Batterie zwischenzeitlich anstieg, setzten die Einsatzkräfte zusätzliche Kühlmaßnahmen mit einem sogenannten Fognail-System ein. Dabei handelt es sich um ein Nebellöschsystem, das Wasser gezielt in die Brandräume sprüht.
Laut einem Feuerwehrsprecher waren zwölf Wehrleute und mehrere Fahrzeuge im Einsatz, darunter der Gerätewagen Messtechnik. Der gesamte Einsatz dauerte fünfeinhalb Stunden.
Am Mercedes sowie an der betroffenen Ladesäule entstand Totalschaden. Die Ladesäule wurde außer Betrieb genommen, während ein spezialisiertes Abschleppunternehmen das Fahrzeug barg.
Verletzt wurde niemand. Die genaue Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Infobox: Das Feuer brach gegen 7 Uhr während des Ladevorgangs aus. Der Einsatz dauerte fünfeinhalb Stunden, zwölf Wehrleute waren beteiligt. Fahrzeug und Ladesäule erlitten Totalschaden; verletzt wurde niemand.
Laden am Flughafen Zürich: Kosten und Standorte im Überblick
Immer mehr Reisende aus dem Südwesten fahren mit dem Elektroauto zum Flughafen Zürich und nutzen die Parkzeit zum Laden. Der Südkurier berichtet, dass der Flughafen in mehreren Parkhäusern und auf mehreren Parkflächen Ladepunkte anbietet.
Die Ladestationen befinden sich in den Parkhäusern P3 auf Geschoss 6, P4 und P6 auf Geschoss 6. Betreiber ist Swisscharge. Die Ladepunkte bieten 11 Kilowatt Ladeleistung bei 400V / 16A.
Die Ladepunkte funktionieren wie öffentliche Ladestationen und verfügen über kein fest installiertes Kabel. E-Auto-Besitzer müssen daher ein Typ-2-Kabel selbst mitbringen. Swisscharge-Kunden können den Ladevorgang mit ihrer Ladekarte starten; Nutzer ohne Kundenkonto scannen den QR-Code und hinterlegen ihre Kreditkartenangaben. Alternativ lässt sich der Vorgang über die App des Anbieters starten.
Bei der Nutzung des Handys in der Schweiz können Roaminggebühren des Mobilfunkanbieters anfallen. Zusätzlich zu den Ladegebühren müssen die Parkgebühren berücksichtigt werden.
| Posten | Angabe |
|---|---|
| Ladeleistung | 11 Kilowatt |
| Spannung und Stromstärke | 400V / 16A |
| Ladepreis | 65 Rappen pro Kilowattstunde |
| Zeitgebühr | 15 Rappen pro 30 Minuten |
| Parken für 30 Minuten | zwei Franken |
| Parken für sechs Stunden | 27 Franken |
| Jede weitere Stunde | vier Franken |
| Parken für zehn Tage | 252 Franken |
| Jeder weitere Tag | 19 Franken |
Für einen Aufenthalt von mehr als 24 Stunden beginnen die Parktarife ab 56 Franken. Wer sicher einen Stellplatz erhalten möchte, kann einen Parkplatz im Voraus online reservieren.
Der Südkurier rechnet ein Beispiel mit 50 Kilowattstunden nachgeladener Energie und einer Ladedauer von fünf Stunden vor. Bei einem Strompreis von 65 Rappen pro Kilowattstunde entstehen rund 32,50 Franken Stromkosten, hinzu kommt eine Zeitgebühr von 1,50 Franken. Die Ladekosten betragen damit 34 Franken.
Für sieben Tage Parken werden 195 Franken berechnet. Zusammen mit den Ladekosten ergeben sich in diesem Beispiel Gesamtkosten von 229 Franken. Nach der Rückkehr steht dadurch laut Bericht oft ausreichend Energie für die Heimfahrt zur Verfügung.
Infobox: Die Ladepunkte am Flughafen Zürich bieten 11 Kilowatt und kosten 65 Rappen pro Kilowattstunde. Im Beispiel mit 50 Kilowattstunden und sieben Tagen Parkzeit entstehen Gesamtkosten von 229 Franken.
HUK-E-Barometer: Mehr private Umstiege auf reine Elektroautos
Bei privaten Fahrzeugwechseln in Deutschland steigt der Anteil der Umstiege auf reine Elektroautos. Laut dem aktuellen HUK-E-Barometer für das zweite Quartal 2026 wird inzwischen bei 12,0 Prozent der privaten Fahrzeugwechsel ein Verbrenner durch ein reines E-Auto ersetzt, berichtet Caschys Blog.
Vor den stark gestiegenen Treibstoffpreisen zu Jahresbeginn lag die Quote noch bei 6,3 Prozent. Besonders gebrauchte Elektroautos legen zu, weil sie ohne lange Bestell- und Lieferfristen verfügbar sind.
Bei Vielfahrern mit mehr als 12.000 Kilometern Jahresleistung liegt die Umstiegsquote bei 14,7 Prozent. In einer repräsentativen Befragung gab knapp ein Viertel der Führerscheininhaber an, erst wegen der Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise über die Anschaffung eines Elektroautos nachzudenken oder einen geplanten Kauf vorzuziehen.
Auch die Akzeptanz erreicht einen neuen Höchstwert. Erstmals bewerten 52 Prozent der Befragten Elektroautos als gut oder sehr gut. Bei Frauen stieg die Zustimmung von 37 Prozent im Vorquartal auf 45 Prozent.
Bei den Herstellern ergibt sich ein gemischtes Bild. Tesla erreicht bei den Neuwagen-Umstiegen 12,2 Prozent, während chinesische Marken wie BYD und Leapmotor Marktanteile gewinnen. Deutsche Hersteller verlieren bei neuen Elektroautos an Boden, halten sich aber bei gebrauchten Fahrzeugen gut.
Ein Sechstel aller gebraucht gekauften Elektroautos stammt von VW. Regional zeigen Niedersachsen und Schleswig-Holstein die größte Dynamik beim Flottenumbau. Den höchsten privaten E-Auto-Bestand weist weiterhin der Landkreis Starnberg mit 7,4 Prozent auf; unter den Großstädten führt Stuttgart mit 5,3 Prozent.
Auch Plug-in-Hybride legen wieder zu und werden laut Bericht zunehmend als Übergangstechnologie genutzt. Fast 40 Prozent der bisherigen Plug-in-Fahrer entschieden sich beim nächsten Neuwagen direkt für ein reines E-Auto.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Private Umstiege im zweiten Quartal 2026 | 12,0 Prozent |
| Quote vor den stark gestiegenen Treibstoffpreisen zu Jahresbeginn | 6,3 Prozent |
| Umstiegsquote bei Vielfahrern mit mehr als 12.000 Kilometern Jahresleistung | 14,7 Prozent |
| Befragte mit guter oder sehr guter Bewertung von Elektroautos | 52 Prozent |
| Zustimmung von Frauen | 45 Prozent |
| Tesla bei den Neuwagen-Umstiegen | 12,2 Prozent |
| Privater E-Auto-Bestand im Landkreis Starnberg | 7,4 Prozent |
| Privater E-Auto-Bestand in Stuttgart | 5,3 Prozent |
| Bisherige Plug-in-Fahrer mit anschließendem Umstieg auf ein reines E-Auto | Fast 40 Prozent |
Infobox: Der Anteil privater Umstiege auf reine Elektroautos stieg im zweiten Quartal 2026 auf 12,0 Prozent nach 6,3 Prozent zuvor. Besonders hoch ist die Quote bei Vielfahrern mit mehr als 12.000 Kilometern Jahresleistung: 14,7 Prozent.
Quellen:
- Spritpreise bei 2,10 Euro: Wie der Iran-Krieg E-Autos günstiger macht
- Indonesien plant Serienproduktion eigener E-Autos ab 2028
- Samsung SDI übernimmt GM-Anteile am US-Batteriewerk
- Beim Ladevorgang: E-Auto brennt an Ladesäule aus - Speyer
- E-Auto laden am Flughafen Zürich: Ladestationen, Parkhäuser und wichtige Infos
- HUK-E-Barometer: Rekord bei Umstiegen auf E-Autos im privaten Bereich














