Inhaltsverzeichnis:
Elektromobilität im Pressespiegel: Nachfrage, Infrastruktur und neue Rahmenbedingungen
Deutschland zwischen erneuerbaren Energien und Elektromobilität
Die PZ-news beleuchtet die Frage, ob sich Deutschland bei erneuerbaren Energien und Elektromobilität selbst im Weg steht. Der Beitrag beschreibt den Eindruck, dass in Deutschland derzeit viel Energie in das Schlechtreden beider Bereiche fließe.
Für die Analyse sprach PZ-Redakteur Sven Bernhagen mit dem Wirtschaftswissenschaftler Hanno Beck von der Hochschule Pforzheim und dem Pforzheimer Psychologen Werner Polster. Der Artikel untersucht damit nicht nur die technische oder wirtschaftliche Entwicklung, sondern sucht auch nach Erklärungen für die aktuelle gesellschaftliche Situation.
Konkrete weitere Daten oder Aussagen aus dem zugänglichen Quelltext liegen zu dieser Analyse nicht vor.
Zusammenfassung: PZ-news thematisiert die öffentliche Wahrnehmung von erneuerbaren Energien und Elektromobilität und ordnet sie mit wirtschafts- und psychologischen Einschätzungen ein.
ÖBB Postbus testet autonomen Elektrobus auf SAE-Level 4
Wie busplaner.de berichtet, hat ÖBB Postbus den türkischen Bushersteller Otokar als Technologiepartner ausgewählt. Gemeinsam soll ein elektrisch angetriebener Bus mit vollautonomem SAE-Level 4 für einen Pilotbetrieb nach Österreich gebracht werden.
Der autonome Otokar e-Centro wurde in Wien vorgestellt. Sein Pilotbetrieb beginnt beim Europäischen Forum Alpbach 2026, das vom 24. August bis zum 4. September 2026 stattfindet. In der Anfangsphase muss aus Sicherheitsgründen weiterhin ein Fahrer im Fahrzeug anwesend sein.
Nach den ersten Tests soll der Einsatz auf dem Campus Wolfurt fortgesetzt werden. Dort soll der autonome Elektrobus Unternehmen im Industriepark an die S-Bahn anbinden und unter realen Betriebsbedingungen zeigen, welchen Beitrag autonome Mobilitätslösungen im öffentlichen Nahverkehr leisten können.
SAE-Level 4 bedeutet laut Quelle, dass der Bus innerhalb eines klar definierten Einsatzgebiets die Fahraufgabe grundsätzlich autonom übernehmen kann. Nach österreichischem Recht muss jedoch weiterhin ein ausgebildeter Sicherheitsfahrer an Bord sein.
Der vollelektrische Bus bietet Platz für bis zu 32 Fahrgäste. Außerdem verfügt er über einen barrierefreien Niederflureinstieg und eine Rollstuhlrampe.
ÖBB sieht autonomes Fahren als Schlüsseltechnologie für die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs. Als mögliche Einsatzbereiche nennt die Quelle klar definierte Routen, regionale Mobilitätsangebote sowie Lösungen für die erste und letzte Meile.
Otokar kann bereits auf praktische Erfahrungen zurückgreifen: Der Hersteller setzte seinen autonomen e-Centro laut busplaner.de bereits in Madrid im regulären Betrieb ein. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen in die österreichischen Projekte einfließen.
„Autonome Busse können bestehende Angebote ergänzen und erweitern, beispielsweise auf der ersten und letzten Meile, in ländlichen Regionen oder zu Zeiten, in denen der konventionelle Linienverkehr schwer zu betreiben ist.“
Das Zitat stammt von Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur.
„Autonomes Fahren ist keine Zukunftsvision mehr, sondern eine Technologie mit großem Potenzial für den öffentlichen Nahverkehr. Unser Ziel ist es, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und frühzeitig Erfahrungen zu sammeln.“
Diese Einschätzung wird im Beitrag Andreas Matthä, dem Vorstandsvorsitzenden der ÖBB, zugeschrieben.
Zusammenfassung: ÖBB Postbus testet den vollelektrischen Otokar e-Centro zunächst beim Europäischen Forum Alpbach 2026 und anschließend auf dem Campus Wolfurt. Der Bus fährt autonom nach SAE-Level 4, ein Sicherheitsfahrer bleibt nach österreichischem Recht an Bord.
Österreich: Elektromobilität erhält Rückenwind, Dienstwagenbesteuerung sorgt für Kritik
Die Raiffeisenzeitung berichtet über eine steigende Nachfrage nach Elektroautos in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut Statistik Austria 164.529 Pkw neu zugelassen, davon hatten 107.836 Fahrzeuge beziehungsweise 65,5 Prozent einen alternativen Antrieb.
Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage nach rein elektrisch betriebenen Pkw. Von Jänner bis Juni wurden 40.060 E-Autos neu zugelassen, 27 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit fuhr laut Quelle bereits knapp jeder vierte neu zugelassene Pkw ausschließlich mit Strom.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2026 | 164.529 |
| Neuzulassungen mit alternativem Antrieb | 107.836 |
| Anteil alternativer Antriebe | 65,5 Prozent |
| Neuzugelassene E-Autos | 40.060 |
| Zuwachs bei E-Autos gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres | 27 Prozent |
Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt sich eine höhere Nachfrage. Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement verzeichnet bei Elektrofahrzeugen seit Februar ein Plus von rund 50 Prozent gegenüber 2025. Die Nachfrage nach gebrauchten E-Autos sei mittlerweile sogar höher als nach Verbrennern, berichtet Geschäftsführer Renato Eggner.
Die gestiegene Nachfrage wirkt sich laut Raiffeisenzeitung auch auf die Preise aus. Gebrauchte Elektrofahrzeuge seien gegenüber dem Vorjahr um rund fünf Prozent teurer geworden, was bei einem durchschnittlichen Fahrzeug etwa 2.000 Euro entspreche.
Als wesentlichen Auslöser nennt Eggner gestiegene Öl- und Kraftstoffpreise als Folge des Krieges im Nahen Osten. Gleichzeitig werde der Markt durch die geplante steuerliche Behandlung von E-Dienstwagen gebremst.
Aktuell ist die Privatnutzung eines arbeitgebereigenen Fahrzeugs mit einem CO2-Ausstoß von null Gramm pro Kilometer noch vom Sachbezug befreit. Ab 1. Jänner 2027 soll nach dem derzeitigen Entwurf erstmals ein reduzierter Sachbezugswert gelten: 0,375 Prozent der Anschaffungskosten, höchstens jedoch 180 Euro im Monat.
Ab 2028 soll der Wert auf 0,625 Prozent beziehungsweise maximal 300 Euro steigen. Die Änderung betrifft einen Markt, der stark von Unternehmen getragen wird: Im ersten Halbjahr entfielen 64,2 Prozent aller österreichischen Pkw-Neuzulassungen auf Firmen, juristische Personen und Gebietskörperschaften. Bei Elektroautos lag der Anteil bei 65,8 Prozent.
| Geplante Regelung | Wert |
|---|---|
| Ab 1. Jänner 2027 | 0,375 Prozent der Anschaffungskosten, höchstens 180 Euro im Monat |
| Ab 2028 | 0,625 Prozent der Anschaffungskosten, höchstens 300 Euro im Monat |
Nach Angaben von Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement werden rund 80 Prozent der betrieblich angeschafften E-Fahrzeuge geleast. Das sind etwa zehn Prozentpunkte mehr als bei Verbrennern. Besonders häufig setzen Unternehmen auf Operating Leasing, um Restwert- und Betriebskostenrisiken möglichst genau kalkulieren zu können.
Eggner kritisiert vor allem die kurze Vorlaufzeit der geplanten Neuregelung. Ein typischer Leasingvertrag laufe vier bis fünf Jahre, zusätzliche Kosten ließen sich in bestehenden Verträgen nicht mehr berücksichtigen, wenn sie nur ein halbes Jahr vor dem Inkrafttreten angekündigt würden.
Nach dem derzeitigen Entwurf sollen nicht nur neu angeschaffte Fahrzeuge erfasst werden. Auch bereits überlassene E-Firmenwagen wären betroffen. Dies könne die Planbarkeit für Unternehmen beeinträchtigen.
Betroffen sind laut Quelle insbesondere Gehaltsumwandlungsmodelle. Dabei verzichten Mitarbeiter auf einen Teil ihres Bruttogehalts und erhalten dafür einen Firmenwagen zur Privatnutzung. Bei E-Autos war dieses Modell bislang besonders attraktiv, weil auf den umgewandelten Gehaltsteil weniger Abgaben anfielen und für die Privatnutzung ein Sachbezugswert von null angesetzt wurde.
Mehrere Raiffeisenbanken bieten dieses Modell an, um im Wettbewerb um Fachkräfte und Talente attraktiv zu bleiben. Rund 25 Landes- und Primärbanken haben sich dafür entschieden, mit etwa zehn weiteren finden Gespräche zur Einführung statt. Österreichweit sind bereits mehr als 250 Raiffeisen-Mitarbeiter auf dieser Basis mit einem E-Dienstauto unterwegs.
Bei der Raiffeisenlandesbank Burgenland wurde das Angebot 2023 für die Führungsebene gestartet und seit Sommer 2024 allen Mitarbeitern angeboten. Derzeit nehmen 36 Mitarbeiter das Gehaltsmodell in Anspruch.
Zusammenfassung: Österreich verzeichnet steigende E-Auto-Neuzulassungen und eine besonders starke Nachfrage nach gebrauchten Elektrofahrzeugen. Gleichzeitig könnte der ab 2027 geplante Sachbezug für E-Dienstwagen den Kostenvorteil und die Planbarkeit bestehender Leasingmodelle beeinträchtigen.
Solaris liefert 22 Elektrobusse nach Rumänien
busplaner.de berichtet über einen Auftrag von Solaris aus Rumänien. Der polnische Bushersteller hat mit dem öffentlichen Verkehrsunternehmen in Sfântu Gheorghe einen Vertrag über die Lieferung von 22 batterieelektrischen Bussen unterzeichnet.
Die Bestellung umfasst drei verschiedene Fahrzeuglängen. Geordert werden zwölf Urbino 9 LE, acht Urbino 12 und zwei Urbino 18.
| Modell | Anzahl |
|---|---|
| Urbino 9 LE | 12 |
| Urbino 12 | 8 |
| Urbino 18 | 2 |
| Insgesamt | 22 |
Die Auslieferung der lokal emissionsfreien Fahrzeuge ist für die zweite Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen. Jedes bestellte Fahrzeug wird mit Hochenergiebatterien ausgestattet, die über einen Steckeranschluss geladen werden können.
Solaris ist bereits seit Jahren auf dem rumänischen Markt vertreten. Bis heute hat der Hersteller laut Quelle mehr als 850 Busse und O-Busse nach Rumänien geliefert. Darunter befinden sich über 600 vollständig lokal emissionsfreie Fahrzeuge.
Zusammenfassung: Sfântu Gheorghe erhält in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 insgesamt 22 batterieelektrische Solaris-Busse in drei Fahrzeuglängen. Solaris verweist in Rumänien bereits auf mehr als 850 gelieferte Busse und O-Busse, darunter über 600 lokal emissionsfreie Fahrzeuge.
Handwerksbetriebe prüfen den Umstieg auf Elektrofahrzeuge
Elektroauto-News berichtet über die Herausforderungen, vor denen Handwerksbetriebe beim Umstieg auf Elektrofahrzeuge stehen. Im Mittelpunkt steht ein Gespräch mit Rainer Thies, Geschäftsführer der DACH-Region bei MHC Mobility.
MHC Mobility richtet sein Angebot ausschließlich an Gewerbekunden und bietet Fahrzeug-Abos an. Das Unternehmen hat laut Quelle die Marke von 50.000 Fahrzeugen in der Flotte überschritten und konzentriert sich vor allem auf Flotten zwischen zehn und 100 Fahrzeugen. Auch einzelne Fahrzeuge oder Flotten mit 200 bis 300 Einheiten werden bedient.
Für unterschiedliche Branchen gibt es eigene Teams. Dazu gehören der Baubereich mit Kastenwagen und Doppelkabinen, Dienstleister wie Pflegedienste sowie Industrieunternehmen.
Bei einer Vertragsbindung von mindestens 24 Monaten ist eine individuelle Fahrzeugausstattung möglich. Genannt werden spezielle Innenausbauten für Handwerksbetriebe. Bei kürzeren Laufzeiten kommen Standardlösungen wie Regal- oder Werkstatteinbauten zum Einsatz.
Der relevante B2B-Markt umfasst laut Rainer Thies rund 900.000 Zulassungen pro Jahr. Die Elektroquote lag im vergangenen Jahr bei etwa 30 bis 32 Prozent. MHC Mobility liegt darunter, was laut Quelle vor allem an der Kundenstruktur liegt, da Elektromobilität in der Baubranche noch unterrepräsentiert ist.
Eigene Befragungen von Handwerksbetrieben zeigen laut Elektroauto-News eine grundsätzliche Bereitschaft zum Umstieg. Die wesentlichen Hürden liegen demnach bei der morgendlichen Ladebereitschaft der Fahrzeuge, der passenden Ladeinfrastruktur am Betriebsstandort sowie bei der öffentlichen Lade- und Parkplatzsituation unterwegs.
- Morgendliche Ladebereitschaft der Fahrzeuge
- Ladeinfrastruktur am Betriebsstandort
- Öffentliche Lade- und Parkplatzsituation unterwegs
MHC Mobility bietet eine Grundberatung im Fahrzeug-Abo an, ohne separate Projektgebühr. Für technische Detailfragen arbeitet das Unternehmen mit Spezialisten und Servicepartnern zusammen.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Testen von Fahrzeugen. Kundinnen und Kunden können zwei oder drei Fahrzeuge für drei, sechs oder neun Monate ausprobieren, bevor sie sich langfristig festlegen. Das gilt laut Quelle auch für neue Modelle aus China wie Xpeng, die derzeit verstärkt nach Europa drängen.
Die Fahrzeuge bleiben im Schnitt 42 Monate in der Flotte. Die Abos laufen zwischen 1 und 72 Monaten und können nach der Mindestlaufzeit mit nur fünf Tagen Vorlauf gekündigt werden. Wird ein Fahrzeug vorzeitig zurückgegeben, soll es an die nächste Kundschaft weitergegeben werden.
Die Preise für E-Fahrzeug-Abos starten bei rund 400 Euro monatlich. Stromkosten kommen separat dazu. Nach oben gebe es laut Quelle kaum Grenzen.
Nachhaltigkeit spielt vor allem bei Großkunden eine strategische Rolle. Bei kleineren Betrieben tritt sie eher in den Hintergrund, ausgenommen Handwerksunternehmen aus grünen Gewerken wie Wärmepumpen- oder Solarinstallation.
MHC Mobility will den Elektroanteil vor allem im Transporter-Segment weiter ausbauen. Dazu gehört auch eine neue Partnerschaft für intelligente Ladekabel, mit denen Stromkosten bei Mitarbeitern mit eigener Wallbox abgerechnet werden können.
Zusammenfassung: Handwerksbetriebe zeigen laut Elektroauto-News grundsätzlich Interesse an Elektrofahrzeugen, stoßen beim Umstieg aber auf praktische Hürden bei Laden, Infrastruktur und Parkmöglichkeiten. MHC Mobility setzt auf Beratung, flexible Abos und mehrmonatige Fahrzeugtests.
Prag verlängert Vorbereitung von Laternen für Ladepunkte
electrive.net berichtet, dass Prag sein Laternenlade-Projekt bis zum 31. Dezember 2028 verlängert hat. Ursprünglich sollte die Modernisierung der Straßenbeleuchtung mit Blick auf die Elektromobilität Ende 2026 abgeschlossen sein.
Der Prager Stadtrat verlängerte dafür drei bestehende Verträge. Beteiligt sind Prag, der Stromnetzbetreiber PREdistribuce und das kommunale Unternehmen Technologie hlavního města Prahy.
Im Zentrum steht die Verbindung der Modernisierung der öffentlichen Beleuchtung mit der Erneuerung des Stromnetzes. Wenn Leitungen ohnehin erneuert werden, sollen gleichzeitig die technischen Voraussetzungen für spätere Ladepunkte entstehen.
Ausgewählte Straßenlaternen werden mit einer ausreichend dimensionierten Stromversorgung ausgestattet und „EV-ready“ vorbereitet. Die Ladetechnik selbst wird zunächst noch nicht installiert, sondern kann später je nach Bedarf ergänzt werden.
Prag rechnet in einem mittleren Szenario mit bis zu 180.000 Elektrofahrzeugen im Jahr 2030. Dafür bestehe ein Bedarf von rund 4.500 Ladestationen.
| Planung | Wert |
|---|---|
| Verlängerung des Projekts bis | 31. Dezember 2028 |
| Elektrofahrzeuge in Prag im Jahr 2030, mittleres Szenario | bis zu 180.000 |
| Bedarf an Ladestationen | rund 4.500 |
| Für 2026 geplante „EV-ready“-Straßenlaternen | rund 150 |
| Angekündigte Investitionen | rund 100 Millionen tschechische Kronen (etwa 4,1 Millionen Euro) |
Allein 2026 sollen rund 150 Straßenlaternen für spätere Ladepunkte vorbereitet werden. Dafür hatte die Stadt im Frühjahr Investitionen von rund 100 Millionen tschechischen Kronen angekündigt, was laut Quelle etwa 4,1 Millionen Euro entspricht.
Die ersten gemeinsam umgesetzten Vorhaben dauerten laut Stadt länger als geplant. Außerdem wurden die vorgesehenen Mittel bislang nicht vollständig ausgeschöpft.
„Wir setzen die Modernisierung der öffentlichen Beleuchtung und ihre Verknüpfung mit dem Ausbau der Elektromobilität fort.“
Das Zitat stammt von Michal Hroza, dem für Infrastruktur zuständigen stellvertretenden Prager Oberbürgermeister.
Prag will durch gemeinsame Leitungstrassen zusätzliche Eingriffe in Straßen und Gehwege vermeiden. Der spätere Aufbau von Ladepunkten soll dadurch an ohnehin anstehende Infrastrukturarbeiten gekoppelt werden.
Zusammenfassung: Prag verlängert sein Laternenlade-Projekt bis zum 31. Dezember 2028. Die Stadt bereitet ausgewählte Straßenlaternen zunächst technisch für spätere Ladepunkte vor und verbindet dies mit der Modernisierung von Beleuchtung und Stromnetz.
Neue kommunale Vorteile für Elektrofahrzeuge in Deutschland geplant
Futurezone.de berichtet über eine vom Bundeskabinett am 29. Juli beschlossene Novelle des Elektromobilitätsgesetzes. Fahrzeuge mit E-Kennzeichen sollen künftig von vier möglichen kommunalen Vorteilen profitieren, darunter bevorzugtes oder vergünstigtes Parken, die Nutzung von Busspuren und Ausnahmen von Zufahrtsbeschränkungen.
Der Kabinettsbeschluss ist noch keine geltende Regelung. Bundestag und Bundesrat müssen der Novelle noch zustimmen. Das bestehende Elektromobilitätsgesetz gilt seit Juni 2015 und würde ohne Änderung Ende 2026 auslaufen.
Die Novelle soll die bisherigen Möglichkeiten bis Ende 2035 verlängern und teilweise erweitern. Dabei bleibt es den Kommunen überlassen, ob sie die Vorteile tatsächlich einführen und wie sie diese örtlich ausgestalten.
- Bevorzugtes Parken
- Vergünstigtes oder kostenfreies Parken
- Nutzung von Busspuren
- Ausnahmen von Zufahrtsbeschränkungen
Kommunen können Elektroautos eigene Parkplätze zuweisen, etwa in der Nähe von Ladesäulen. Wer tatsächlich lädt, soll den Platz künftig auch ohne E-Kennzeichen nutzen dürfen. Wer nach dem Ende des Ladevorgangs weiter dort parkt, riskiert laut Quelle ein Verwarngeld von 55 Euro und im schlimmsten Fall das Abschleppen des Fahrzeugs.
Darüber hinaus können Kommunen Parkgebühren für Elektroautos reduzieren oder vollständig erlassen. Neu ist laut Futurezone.de, dass auch Gebühren für Bewohnerparkausweise ganz oder teilweise erlassen werden können.
Die Auswirkungen unterscheiden sich je nach Wohnort. Berlin-Mitte verlangt für einen Bewohnerparkausweis über zwei Jahre 20,40 Euro, Freiburg dagegen 200 Euro pro Jahr. Eine einheitliche bundesweite Ersparnis gibt es nicht.
Die Nutzung von Busspuren bleibt an eine ausdrückliche kommunale Zusatzbeschilderung gebunden. Ohne ein entsprechendes Schild gilt weiterhin das reguläre Busspur-Verbot. Außerdem darf die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht beeinträchtigt werden.
Kommunen können E-Autos auch von bestimmten Durchfahrtsverboten oder Zufahrtsbeschränkungen ausnehmen. Ein E-Kennzeichen allein hebt jedoch keine Verkehrsregel automatisch auf.
Erstmals soll der Anwendungsbereich des Gesetzes über Pkw und leichte Nutzfahrzeuge hinaus erweitert werden. Künftig sollen auch Elektrobusse sowie mittelschwere und schwere Elektro-Lkw von kommunalen Vorteilen profitieren können, etwa bei Zufahrtsrechten oder reservierten Flächen.
Ein E-Kennzeichen können reine Batterie-Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybride, Fahrzeuge mit Range Extender und Brennstoffzellenfahrzeuge erhalten. Für Plug-in-Hybride sollen strengere Kriterien gelten: höchstens 50 Gramm CO₂ pro Kilometer oder mindestens 80 Kilometer rein elektrische Reichweite. Zuvor lag die Schwelle bei 40 Kilometern.
Zum 1. Juli 2024 trugen laut einer Kurz-Evaluierung des Bundesverkehrsministeriums bereits fast 91 Prozent aller batterieelektrischen Pkw ein E-Kennzeichen.
Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 48 Prozent mehr Elektro-Pkw neu zugelassen als im ersten Halbjahr 2025. Aus den Zahlen lasse sich laut Quelle jedoch nicht ableiten, ob die geplante Gesetzesnovelle Ursache oder lediglich Begleiterscheinung dieses Trends ist.
Zusammenfassung: Die Bundesregierung will kommunale Privilegien für Elektrofahrzeuge bis Ende 2035 verlängern und erstmals auch Elektrobusse sowie mittelschwere und schwere Elektro-Lkw einbeziehen. Ob Park-, Busspur- oder Zufahrtsvorteile tatsächlich gelten, entscheiden weiterhin die Kommunen.
E-Auto-Batterien zeigen laut Studie höhere Haltbarkeit als vielfach angenommen
Watson kündigt in der vorliegenden Quelle einen Beitrag über die Haltbarkeit von Batterien in Elektroautos an. Der Titel stellt dabei die These in den Mittelpunkt, dass Belastungen, die Batterien eigentlich schädigen sollten, sie stärker machen könnten.
Der übermittelte Inhalt endet jedoch vor der eigentlichen Darstellung der Studie und enthält keine nutzbaren Zahlen, Daten oder weiteren Fakten zu den Batterieergebnissen. Deshalb lässt sich aus dem vorliegenden Quelltext keine ausführliche Einordnung der Untersuchung ableiten.
Zusammenfassung: Watson stellt eine Untersuchung zur Haltbarkeit von E-Auto-Batterien in Aussicht; konkrete Ergebnisse oder statistische Angaben sind im übermittelten Inhalt nicht enthalten.
Quellen:
- Erneuerbare Energien und Elektromobilität: Steht sich Deutschland selbst im Weg? - Politik - Pforzheimer-Zeitung
- ÖBB Postbus testet vollautonomen Otokar e-Centro im SAE-Level-4-Einsatz
- Elektromobilität zwischen Rückenwind und Steuerbremse
- Solaris liefert 22 E-Busse nach Rumänien
- MHC Mobility: Wie Handwerksbetriebe aufs E-Auto umsteigen
- Prag verlängert Laternenlade-Projekt bis 2028
- Merz-Regierung beschließt Privilegien für Elektroautos– 4 Vorteile mit E-Kennzeichen
- Was E-Auto-Batterien eigentlich zerstören sollte, macht sie stärker
- Tipps für ein paar Kilometer mehr: So können Fahrer die E-Auto-Reichweite selbst beeinflussen
- Porsche und der Taycan-Flop: Wie die Zukunft des Sportwagenbauers aussieht
- Zu leise Fahrzeuge im Verkehr: E-Autos werden von Fußgängern schlechter wahrgenommen
- Ein E-Auto, das nie laden muss?
- Integrierte Konnektivitätsinfrastruktur: Das fehlende Glied im Ökosystem der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
- Prag macht Straßenlaternen fit für E-Auto-Ladestationen
- Milliarden für E-Lkw-Infrastruktur: Warum Janus Electric beim europäischen E-Lkw-Boom in den Fokus rückt














