Dieser Artikel basiert auf einem aktuellen Twitter-Post und behandelt die Haltbarkeit der Batterie eines intensiv genutzten Elektroautos.
Ein VW ID.3 aus dem Baujahr 2021 hat nach rund fünf Jahren bereits etwa 220.000 Kilometer zurückgelegt. Wie die Redaktion von Auto Bild berichtet, ist der sogenannte State of Health (SoH) der Hochvoltbatterie dennoch nahezu auf Neuwagenniveau. Der SoH beschreibt die noch verfügbare Kapazität im Verhältnis zum ursprünglichen Zustand des Akkus und ist ein wichtiger Indikator für die Reichweite und den Fahrzeugwert.
Das Ergebnis widerspricht der verbreiteten Sorge, Elektroauto-Batterien würden nach wenigen Jahren deutlich an Leistungsfähigkeit verlieren. Moderne Lithium-Ionen-Akkus verfügen über ein Batteriemanagementsystem, das unter anderem Ladezustand, Temperatur und Zellspannung überwacht. Diese Regelung schützt die Batterie vor besonders belastenden Betriebszuständen.
Allerdings lässt sich aus einem einzelnen Fahrzeug kein allgemeingültiger Wert für alle ID.3 oder Elektroautos ableiten. Die Alterung hängt unter anderem von der Nutzung, der Zahl und Geschwindigkeit der Ladevorgänge, den Temperaturen sowie dem Anteil von Schnellladungen ab. Zudem kann die tatsächlich nutzbare Kapazität durch Software-Reserven von der technisch vorhandenen Zellkapazität abweichen.
Der Langzeittest ist dennoch ein starkes Indiz dafür, dass hohe Laufleistungen nicht automatisch einen gravierenden Akkuverschleiß bedeuten. Für Käufer gebrauchter Elektroautos bleibt ein unabhängiger Batterietest sinnvoll, weil er den Gesundheitszustand der Batterie besser beurteilen kann als allein die Kilometerleistung.
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