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Pressespiegel: Neue Impulse für Elektromobilität, Batterien und Ladeinfrastruktur
Elektrifizierung setzt Europas Truckhersteller unter Druck
Das „Manager Magazin“ berichtet über den wachsenden Druck auf Europas Truckhersteller durch die Elektrifizierung des Lkw-Marktes. Im Mittelpunkt steht der „European Truck Market Outlook“ der Unternehmensberatung Bain, der Einblicke in die Zukunft der Lkw-Logistik geben soll.
Der Beitrag weist außerdem darauf hin, dass chinesische Lkw-Bauer der Konkurrenz in Europa näherkommen. Konkrete weitere Daten aus dem Artikel sind nicht verfügbar, da der Beitrag laut Quelle nicht mehr aufgerufen werden kann.
Zusammenfassung: Die Elektrifizierung des Truckmarktes verschärft den Wettbewerb. Europas Hersteller stehen dabei sowohl unter dem Druck des technologischen Wandels als auch durch Konkurrenz aus China.
Hyundai bestätigt Elektro-Lasten-Dreirad E3W
„Auto Motor und Sport“ berichtet, dass Hyundai den E3W auf dem Investorentag im August 2026 als Serienprojekt bestätigt hat. Das Elektro-Lasten-Dreirad ist für kurze Transporte vorgesehen und zunächst vor allem für Indien geplant; darüber hinaus nennt Hyundai weitere Märkte in Asien und Afrika.
Mit dem E3W zielt Hyundai auf Handwerker, Händler und Privatleute, die größere Mengen über kurze Strecken transportieren. Das kompakte Dreirad soll dabei als wendiger und einfach zu bedienender Ersatz für einen großen Transporter dienen.
Für Deutschland ist laut Quelle zunächst keine Einführung vorgesehen. Hyundai orientiert sich beim Konzept an Fahrzeugen wie der Piaggio Ape: Vorn befindet sich ein einzelnes Rad mit Motorradlenker, während der Antrieb an der Hinterachse sitzt.
Der E3W soll an die Bedingungen in den vorgesehenen Märkten angepasst werden. Geplant sind eine höhenverstellbare Bodenfreiheit über ein anpassbares Fahrwerk, hitzemindernde Außenfarben sowie eine robuste und wasserfeste Innenausstattung.
Im Innenraum sind Smartphone-Halterungen oder Ladeschalen, digitale Anzeigen und Vernetzungsfunktionen vorgesehen. Modulare Stauraum-Lösungen und ein anpassbarer Innenraum sollen verschiedene Einsatzbereiche ermöglichen, darunter eine Personen-Rikscha, ein Lieferfahrzeug, ein Ride-Share-Mobil sowie ein kompaktes Einsatz- und Rettungsfahrzeug.
Konkrete technische Daten nennt Hyundai laut Quelle noch nicht. Als grobe Orientierung wird eine Auslegung in Richtung Piaggio Ape Electric erwartet, mit etwa rund 10 kW Motorleistung, einem Akku zwischen 8 und 10 kWh und Reichweiten um 150 Kilometer.
| Fahrzeug | Hyundai E3W |
| Einsatz | Kurze Transporte |
| Vorgesehene Märkte | Indien, weitere Märkte in Asien und Afrika |
| Erwartete Motorleistung | Etwa rund 10 kW |
| Erwartete Akkukapazität | Zwischen 8 und 10 kWh |
| Erwartete Reichweite | Um 150 Kilometer |
| Preis der Elektro-Ape in Indien | 330.000 Rupien, umgerechnet rund 2.950 Euro |
Zusammenfassung: Hyundai entwickelt mit dem E3W ein elektrisches Lasten-Dreirad für kurze Transporte. Der Serienstart ist bestätigt, eine Einführung in der EU ist aktuell nicht vorgesehen.
Neuer Dacia Spring wird zum europäischen Elektro-Kleinwagen
Die „WELT“ stellt den neuen Dacia Spring vor. Seit 2021 verkaufte Dacia laut Quelle 210.000 Fahrzeuge in 40 Ländern; für 93 Prozent der Kunden war der Spring der erste Kontakt mit einem Elektrofahrzeug.
Der neue Spring wird nicht mehr beim chinesischen Partner Dongfeng gefertigt, sondern im slowenischen Werk Novo Mesto. Dort entsteht er parallel zum Renault Twingo E-Tech und nutzt mit diesem die RG-EV-Plattform.
Mit einer Länge von 3,85 Meter ist der Dacia 6 Zentimeter länger als der Twingo und 15 Zentimeter länger als sein Vorgänger. Die Breite beträgt 1,74 Meter, während das Vorgängermodell 1,58 Meter breit war. Trotz der größeren Abmessungen bleibt das Fahrzeug mit lediglich 1,2 Tonnen ein Leichtgewicht.
Dacia verspricht einen Verbrauch von 12,7 kWh auf 100 Kilometer. Das Design wurde deutlich verändert und soll den Spring aus der bisherigen Spielzeugauto-Anmutung herausführen. Zur Ausstattung gehören serienmäßige LED-Lichter an Front und Heck sowie massive Stoßfänger aus unlackiertem, schwarzen Kunststoff.
Der neue Spring bietet einen 18-Liter-Frunk für das Ladekabel. Das Kofferraumvolumen beträgt 337 Liter bis 1.283 Liter. Laut Quelle finden im Innenraum vier Erwachsene Platz; auf der Rückbank sollen ordentliche Knie- und Kopffreiheit vorhanden sein.
Zur Innenausstattung gehören zwei Displays mit 7- und 10,1-Zoll sowie zahlreiche Staufächer. Dacia setzt nach Aussage von David Durand auf eine praktische Ausstattung, bei der jedes Element einen praktischen Nutzen haben müsse.
Der Antrieb leistet 60 kW beziehungsweise 80 PS. Die 27,5-kWh-LFP-Batterie soll eine Reichweite von rund 250 Kilometern ermöglichen. Geladen wird serienmäßig mit 6,6 kW; an der Haussteckdose dauert der Ladevorgang von 15 bis 80 Prozent neun Stunden, an der Wallbox fast drei Stunden.
Optional sind AC-Laden mit 11 kW und DC-Laden mit 50 kW erhältlich. Damit soll eine Ladezeit von 1 Stunde 55 Minuten beziehungsweise 28 Minuten möglich sein. Das Paket umfasst außerdem die Vehicle-to-Load-Funktion, mit der externe Elektrogeräte mit Strom versorgt werden können.
| Länge | 3,85 m |
| Breite | 1,74 m |
| Höhe | 152 mm |
| Radstand | 2,49 m |
| Kofferraum | 337-1.283 Liter |
| Frunk | 18 Liter |
| Batterie | 27,5 kWh |
| Leistung | 60 kW/80 PS |
| Drehmoment | 175 Nm |
| 0-100 km/h | 12,1 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 130 km/h |
| Verbrauch | 12,7 kWh/100km |
| Reichweite | ca. 250 km |
| Preis | Unter 18.000 Euro |
Zum Marktstart im Dezember soll der Spring in vier Farben und zwei Ausstattungsversionen angeboten werden. Die Variante „Expression“ mit unter anderem 15 Zoll-Stahlrädern, manueller Klimaanlage und Media Paket soll unter 18.000 Euro kosten; der „Journey“ mit 16 Zöllern, Rückfahrkamera, höherwertigem Media-System und zusätzlicher Konnektivität startet für unter 20.000 Euro.
Zusammenfassung: Der neue Dacia Spring wird größer, leistungsfähiger und europäischer gefertigt. Er kombiniert 60 kW/80 PS, eine 27,5-kWh-Batterie und rund 250 Kilometer Reichweite mit einem Einstiegspreis von unter 18.000 Euro.
Toshiba stellt Batterie mit bis zu 15.000 Ladezyklen vor
„BASIC thinking“ berichtet über eine neue E-Auto-Batterie von Toshiba, die gemeinsam mit CBMM und der Sojitz Corporation entwickelt wurde. Der Akku soll dank einer Niob-Titan-Oxid-Anode bis zu 15.000 Lade- und Entladezyklen standhalten.
Die Batteriezelle trägt den Namen SCiB Nb und nutzt Lithium-Ionen-Technologie. Laut Quelle handelt es sich um die erste Batterie mit einer solchen Anode. Die Nennkapazität liegt bei 50 Amperestunden, die Nennspannung bei 2,3 Volt.
Über die 5C-Ladung soll der Akku innerhalb von 10 Minuten 80 Prozent seiner Ladung erreichen. Die NTO-Anode soll außerdem die Ablagerung von metallischem Lithium verhindern. Diese Eigenschaft soll auch bei wiederholten Schnellladezyklen erhalten bleiben und dadurch Kurzschlüsse in der Batterie verhindern.
Die volumenbezogene Energiedichte beträgt 350 Wattstunden pro Liter. Laut Quelle ist dieser Wert mit kohlenstoffbasierten Lithium-Eisenphosphat-Akkus vergleichbar.
Eine erste Praxisdemonstration erfolgte mit einem E-Bus-Prototyp auf dem Werksgelände von CBMM in Araxá in Brasilien. Als primäre Zielgruppe gelten gewerbliche Elektrofahrzeuge mit hohen Betriebszeiten, etwa Lkw oder Busse.
Die beteiligten Unternehmen erwarten durch den geringeren Akkuverschleiß niedrigere Gesamtkosten. Batterien müssten seltener gewechselt werden; zudem könnten schnelle Zwischenladungen an festgelegten Haltepunkten die Zahl der installierten Batterien reduzieren.
Die Technologie befindet sich laut Quelle weiterhin in einer Musterlieferphase und ist derzeit nur ausgewählten Kunden zugänglich. Ob sich die hohe Zyklenfestigkeit im täglichen Dauereinsatz bestätigt, muss sich noch zeigen.
| Batteriezelle | SCiB Nb |
| Anode | Niob-Titan-Oxid |
| Nennkapazität | 50 Amperestunden |
| Nennspannung | 2,3 Volt |
| Schnellladung | 80 Prozent innerhalb von 10 Minuten |
| Zyklenfestigkeit | Bis zu 15.000 Lade- und Entladezyklen |
| Energiedichte | 350 Wattstunden pro Liter |
Zusammenfassung: Toshiba und seine Partner setzen auf eine NTO-Anode, schnelle Ladezeiten und eine angekündigte Lebensdauer von bis zu 15.000 Ladezyklen. Die Technologie ist noch nicht breit verfügbar und muss sich im Dauereinsatz bewähren.
Elektroautos laut ICCT-Bericht beim Fahren günstiger als Benziner
„Utopia.de“ berichtet unter Berufung auf einen Bericht des International Council on Clean Transportation, dass batteriebetriebene Elektroautos in der EU im vergangenen Jahr beim Fahren 33 Prozent günstiger gewesen seien als Benziner. Als Gründe werden fallende Batteriekosten und hohe Treibstoffpreise genannt.
Laut dem Bericht stiegen die Verbrauchskosten für Verbrenner durch die steigenden Ölpreise seit Ende Februar dieses Jahres um 12 bis 36 Prozent. Marie Rajon Bernard, leitende Forscherin und Hauptautorin des ICCT-Berichts, geht davon aus, dass die Verbreitung batterieelektrischer Fahrzeuge in Europa in den kommenden Jahren zunehmen wird, sofern die derzeitige Politik beibehalten wird.
Auch bei den Anschaffungskosten näherten sich Elektroautos und Benziner an. In den drei größten Fahrzeugsegmenten seien die Anschaffungskosten batteriebetriebener Elektroautos im Jahr 2025 etwa gleich hoch gewesen wie bei Benzinern. Grundlage war laut Quelle eine Erhebung von Preisdaten von 100.000 Fahrzeugen auf dem größten europäischen Automobilmarkt Deutschland.
Die Zahl der batteriebetriebenen Elektroautos in Deutschland vervierfachte sich demnach von 2020 bis 2025. Gleichzeitig veränderte sich die Fahrzeugproduktion innerhalb der EU: Der Anteil von Verbrennern an der Gesamtproduktion fiel von 91 auf 72 Prozent, während der Anteil batteriebetriebener Elektroautos 19 Prozent erreichte.
Peter Mock, Direktor von ICCT Europe, bezeichnete die Entwicklung als entscheidenden Moment für Automobilhersteller weltweit. Die europäischen Hersteller müssten ihre Investitionen in die Elektrifizierung fortsetzen und ausbauen; zugleich werde sich der Marktwettbewerb verschärfen.
„Dies ist ein entscheidender Moment für Automobilhersteller weltweit. Anstatt den Kurs umzukehren, müssen die europäischen Automobilhersteller ihre Investitionen in die Elektrifizierung fortsetzen und ausbauen.“ – Peter Mock, Direktor von ICCT Europe, zitiert von Utopia.de
| Kosten beim Fahren von Elektroautos gegenüber Benzinern | 33 Prozent günstiger |
| Anstieg der Verbrauchskosten für Verbrenner | 12 bis 36 Prozent |
| Erhebung der Preisdaten | 100.000 Fahrzeuge |
| Veränderung der Zahl batterieelektrischer Fahrzeuge in Deutschland | Von 2020 bis 2025 vervierfacht |
| Anteil der Verbrenner an der EU-Produktion | Von 91 auf 72 Prozent |
| Anteil batteriebetriebener E-Autos an der EU-Produktion | 19 Prozent |
Zusammenfassung: Der ICCT-Bericht sieht bei Elektroautos Vorteile bei den laufenden Kosten und eine Annäherung bei den Anschaffungskosten. Gleichzeitig verschiebt sich die Fahrzeugproduktion in der EU zugunsten batterieelektrischer Modelle.
EU schreibt Kartenzahlung an vielen Ladesäulen ab 2027 vor
Der „Merkur“ berichtet über neue EU-Vorgaben für das Bezahlen an öffentlichen Ladesäulen. Ab dem 1. Januar 2027 soll das Laden an vielen Säulen ohne Betreiber-App, Registrierung oder spezielle RFID-Karte möglich sein.
Grundlage ist die Afir-Verordnung, die im April 2023 verabschiedet wurde. Sie soll nachhaltige Mobilität fördern und ein effizienteres sowie dichteres Netz an Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge schaffen.
Für neu installierte Ladesäulen mit einer Leistung von mehr als 50 kW ist die Installation eines Kartenlesers oder eines kontaktlosen POS-Terminals bereits seit April 2024 verpflichtend. Ab dem 1. Januar 2027 gilt diese Vorgabe auch für gleich starke Säulen, die bereits vor 2024 in Betrieb waren und nachgerüstet werden müssen.
Bei Ladepunkten mit einer Leistung von weniger als 50 kW bleibt ein sicheres digitales Zahlungssystem zulässig. Dazu kann etwa ein QR-Code gehören, der auf die Website des Betreibers verweist und eine direkte Zahlung ohne Registrierung oder Anmeldung ermöglicht.
Die EU-Regeln betreffen außerdem den Ausbau der Infrastruktur. Bis zum 31. Dezember 2025 sollen entlang der wichtigsten europäischen Autobahnachsen, den transeuropäischen Netzen Ten-T, in jeder Fahrtrichtung alle 60 Kilometer Schnellladestationen mit mindestens 150 kW verfügbar sein. Pro Standort ist eine Mindestgesamtleistung von 600 kW vorgesehen.
Für schwere Nutzfahrzeuge gilt eine Mindestleistung von 350 kW je Ladepunkt. Die Abdeckungspflicht soll zunächst 15 Prozent der Ten-T-Netzlänge umfassen und bis 2030 eine vollständige Abdeckung erreichen.
Darüber hinaus müssen die Kosten vor Beginn des Ladevorgangs deutlich auf dem Display der Säule angezeigt werden. Die Darstellung kann Beträge pro kWh, pro Minute oder pro Ladesession umfassen.
Betreiber von Ladesäulen müssen Apps und Navigationssystemen außerdem Echtzeitdaten zu Standort, Leistung und tatsächlicher Verfügbarkeit bereitstellen. Dazu gehören die Zustände frei, belegt und außer Betrieb.
| Wirksame Anwendung der neuen Bezahlvorgaben | 1. Januar 2027 |
| Schnellladestationen an Ten-T-Achsen | Alle 60 Kilometer in jeder Fahrtrichtung |
| Mindestleistung je Schnellladestation | 150 kW |
| Mindestgesamtleistung je Standort | 600 kW |
| Mindestleistung je Ladepunkt für schwere Nutzfahrzeuge | 350 kW |
| Abdeckungspflicht für schwere Nutzfahrzeuge | 15 Prozent der Ten-T-Netzlänge |
| Ziel für vollständige Abdeckung | 2030 |
Zusammenfassung: Ab dem 1. Januar 2027 soll das Bezahlen an öffentlichen Ladesäulen einfacher werden. Für viele Ladepunkte wird Kartenzahlung vorgeschrieben, während Preise und Echtzeitdaten zur Verfügbarkeit transparenter dargestellt werden müssen.
Quellen:
- (m+) Elektromobilität: Elektrifizierung der Lkws setzt Europas Truckhersteller unter Druck
- Hyundai bringt Elektro-Lasten-Dreirad: E-Mobilität im Stil der Piagio Ape
- Vorstellung: Neuer Dacia Spring
- Neue E-Auto-Batterie soll 15.000 Ladezyklen standhalten
- E-Autos auf der Überholspur: Internationaler Bericht deutet Anfang vom Ende des Verbrenners an
- Neue EU-Regel für Elektroautos: Warum das Laden an Ladesäulen ab 2027 deutlich einfacher wird














