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Indien: Fahrzeuge mit alternativem Antrieb überholen Benziner bei den Verkäufen
Fahrzeuge mit alternativem Antrieb haben in Indien erstmals einen höheren Anteil an den Pkw-Verkäufen erreicht als Benziner. Nach Angaben der Federation of Automobile Dealers Associations (FADA), die Händler großer Auto- und Zweiradhersteller vertritt, kamen Modelle mit komprimiertem Erdgas, Hybridantrieb und Elektroantrieb auf knapp 42% der Pkw-Verkäufe. Benziner erreichten demnach rund 41%.
FADA-Präsident Sai Giridhar bezeichnete die Entwicklung gegenüber Reuters als erwartbaren Wandel. Zwar könnten Bedenken im Zusammenhang mit E20-Benzin die Abkehr von Benzinfahrzeugen zunächst beschleunigt haben, getragen werde der Trend jedoch zunehmend durch eine größere Auswahl an Fahrzeugen mit alternativem Antrieb, eine höhere Reichweite von Elektrofahrzeugen und den schrittweisen Ausbau der Ladeinfrastruktur.
„Dieser Wandel musste kommen“, sagte FADA-Präsident Sai Giridhar gegenüber Reuters.
Indien befindet sich beim Kraftstoff schrittweise auf dem Weg von E10 zu E20-Benzin. E20 enthält 20% Ethanol und soll die Abhängigkeit des Landes von importiertem Rohöl verringern. Besitzer älterer Fahrzeuge äußerten jedoch Bedenken, dass die höhere Ethanolbeimischung die Kraftstoffeffizienz beeinträchtigen könnte.
Die indische Regierung wies die Kritik zuvor zurück und sprach von „haltlosen Behauptungen“. Zugleich forderte sie die Bevölkerung auf, nicht auf „Empörungs-Köder“ hereinzufallen.
- Fahrzeuge mit alternativem Antrieb: knapp 42% der Pkw-Verkäufe
- Benziner: rund 41% der Pkw-Verkäufe
- Alternative Antriebe: komprimiertes Erdgas, Hybrid- und Elektroautos
- E20-Benzin: 20% Ethanol
Zusammenfassung: Laut MarketScreener Deutschland überholten Fahrzeuge mit alternativem Antrieb in Indien erstmals Benziner bei den Pkw-Verkäufen. Als Gründe werden Kostenvorteile, das wachsende Modellangebot, größere Reichweiten von Elektrofahrzeugen und der Ausbau der Ladeinfrastruktur genannt.
Rekordverkäufe im August trotz höherer Preise
Der indische Automobilmarkt verzeichnete im August einen Monatsrekord. Die Einzelhandelsverkäufe von Automobilen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 17,5% auf 2,4 Mio. Fahrzeuge.
Das Wachstum erfolgte, obwohl führende Autobauer im laufenden Jahr ihre Preise angehoben hatten, um gestiegene Inputkosten auszugleichen. FADA-Präsident Giridhar warnte jedoch, dass weitere Preiserhöhungen die positiven Effekte der im vergangenen Jahr eingeführten Steuerreformen gefährden könnten. Diese Reformen sollten den Konsum ankurbeln.
Maruti Suzuki India, der größte Autohersteller des Landes, kündigte am Montag an, die Preise ausgewählter Modelle ab September um bis zu 20.000 Rupien (211,80 USD) zu erhöhen. Nach Angaben der Quelle handelt es sich um die dritte Preiserhöhung seit Mai.
Der Markt bewegt sich zugleich auf die jährliche Festtagssaison zu. Diese Phase begünstigt üblicherweise größere Anschaffungen. Trotz des Inflationsdrucks und steigender Fahrzeugpreise bleiben die Händler nach Aussage Giridhars optimistisch.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Einzelhandelsverkäufe im August | 2,4 Mio. |
| Veränderung gegenüber dem Vorjahr | 17,5% |
| Preiserhöhung ausgewählter Maruti-Suzuki-Modelle | bis zu 20.000 Rupien (211,80 USD) |
| Zeitpunkt der Preiserhöhung | ab September |
| Anzahl der Preiserhöhungen seit Mai | dritte Erhöhung |
Zusammenfassung: MarketScreener Deutschland berichtet von einem Rekordmonat für Indiens Automobilhandel. Die Verkäufe stiegen im August um 17,5% auf 2,4 Mio., während Preissteigerungen und die bevorstehende Festtagssaison die weitere Marktentwicklung beeinflussen.
Höhere Lagerbestände bei Pkw-Händlern
Die Pkw-Lagerbestände der Händler erhöhten sich laut FADA gegenüber Ende Juli um fünf Tage. Sie lagen danach bei etwa 38 bis 40 Tagen.
Die steigenden Lagerbestände stehen einem insgesamt starken Absatzmonat gegenüber. Gleichzeitig bleiben die Händler mit Blick auf die anstehende Festtagssaison optimistisch, obwohl Inflation und höhere Fahrzeugpreise den Markt belasten.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Veränderung der Pkw-Lagerbestände gegenüber Ende Juli | plus fünf Tage |
| Aktuelle Lagerreichweite | etwa 38 bis 40 Tage |
Zusammenfassung: Die Händlerbestände bei Pkw stiegen laut MarketScreener Deutschland auf etwa 38 bis 40 Tage. FADA sieht trotz der höheren Lagerreichweite und des Preisdrucks weiterhin Chancen in der bevorstehenden Festtagssaison.
Quellen:














